Rabea nimmt uns mit in einen Alltag, der gleichzeitig fordert und formt: drei Kinder, Job, Verantwortung – und der Wunsch, sich selbst nicht zu verlieren.
Als der Brief kam, stand eine Zahl darauf, über die man normalerweise nicht spricht: 18 Euro. Rabea Hillebrand hatte keine Kontodaten hinterlegt, also schickte die Firma einen Scheck nach Hause. „Wow, warte mal, wenn 18 Euro auf diesem Check stehen, da muss es doch auch möglich sein, dass da vielleicht halt noch ein bisschen mehr steht“, sagt sie über diesen Moment. Es war der Punkt, an dem sie zum ersten Mal glaubte, dass es funktionieren könnte.
Vier Jahre vorher stand sie an einer anderen Stelle. Alleinerziehend mit ihren Kindern, aufstockende Grundsicherung neben der Arbeit, davor Depressionen und mehrere Klinikaufenthalte — eine Zeit, in der sie, wie sie im Gespräch sagt, eigentlich gar nicht richtig leben wollte. In der Schwangerschaft, mit über hundert Kilo und Wassereinlagerungen auf dem Sofa, sah sie auf Instagram eine Bekannte, die trotz Bauch Sport machte. Der Anblick traf sie so, dass sie sie erst einmal blockierte. Ein halbes Jahr nach der Geburt schrieb sie ihr.
Heute lebt Rabea mit ihrem Partner und den drei Kindern in Borchen, arbeitet Teilzeit als Schulbegleitung und baut seit Januar 2022 nebenberuflich ein Team bei PM-International auf. Sie führt es sehr bewusst ohne Druck und ohne Zielvorgaben, arbeitet mit jedem Einzelnen anders, mit Handy am Fußballplatz und einem Karteikasten voller Karteikarten im Büro.
Der Preis dafür steht im Gespräch neben dem Ertrag, und sie räumt ihn nicht weg. Ihre beste Freundin hat sich abgewandt, weil sie mit der Veränderung nicht zurechtkam — vorher war Rabea die, die Probleme hatte und um Hilfe bat. Ihre Familie belächelt die Sache bis heute. Geburtstage und Verabredungen sagt sie ab, wenn ein Termin ansteht. Die Kinder tragen gebrauchte Kleidung, Urlaube sind nur mit finanzieller Hilfe ihrer Mutter möglich. Genau daraus zieht sie ihr Warum.
Der Satz, der über allem liegt, ist zwei Jahrzehnte alt und stammt aus einer Klinik. Eine Therapeutin habe damals zu ihr gesagt, irgendwann werde sie den Löwen in sich entdecken und merken, wie viel Führungskraft in ihr steckt. Rabea erzählt das an einer Stelle im Gespräch, an der sie längst über Teams und Verantwortung spricht — und man hört, dass sie selbst überrascht ist, dass die Frau damals recht behalten hat. Wie es weitergeht, lässt sie offen: In einem Jahr, sagt sie, werde ihr Leben vielleicht noch nicht ganz frei sein, aber unabhängig.
Kapitel
Aus den Fragen im Gespräch abgeleitet.
Transkript
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Rabea: Da war es tatsächlich so, dass ich ein Team aufgebaut habe und dass ich gemerkt habe, dass es gerade ans Laufen kommt und dann ist mir diese komplette Struktur quasi zusammengebrochen. wo ich wirklich auch kurz davor war zu sagen, ich schaff das nicht mehr und ich möchte das nicht mehr.
Thomas: Ja, hallo und herzlich willkommen zu LeichtLos. Manchmal braucht es nur Missverständnis, zu merken, dass auf der anderen Seite jemand steckt, der genau auf deiner Wellenlänge ist. So war es bei meinem heutigen Gast. Unser erstes Kennenlernen war, sagen wir mal, etwas holprig. Aber wir haben darüber gesprochen, dass Missverständnis aus der Welt geschafft... Und heute können wir beide darüber lachen. Und genau das beschreibt sie ziemlich gut. Ehrlich, direkt, reflektiert. Aber mit einer Leichtigkeit, die man nicht spielen kann. Sie lebt mit ihrem Partner und ihren drei Kids in Borchen, arbeitet Teilzeit als Schulbegleitung, also ganz nah am Menschen und ist gleichzeitig mit vollem Herzen bei PM aktiv. Seit Januar 2022 hat sie sich Schritt für Schritt bis zum IMM entwickelt. Sie ist jemand, der nicht nur redet, sondern macht. Schritt für Schritt, mit klarer Haltung und viel Herz für die Menschen um sie herum. Ich freue mich riesig, dass sie heute hier ist. Herzlich willkommen, Rabea.
Rabea: Ja, schön, dass ich heute da sein darf. Mich hat's jetzt tatsächlich gerade schon voll berührt, was du gesagt hast. Deswegen muss ich kurz mich fassen. Ja, unser erstes Kennenlernen war ja ein bisschen holprig, ne?
Thomas: Ja, und genau, sagen wir mal, es war besonders. Und heute können wir beide aber drüber lachen. Ja, was glaubst du? Warum bist du so ein Mensch, mit dem man Dinge einfach offen klären kann, statt sie einfach stehen zu lassen?
Rabea: Also bei mir ist es einfach, ich habe schon immer mein Herz auf der Zunge getragen und ich mag es überhaupt gar nicht, wenn Sachen unausgesprochen sind. Und deswegen bin ich ein sehr direkter Typ und manche können damit überhaupt gar nicht gut umgehen. Aber wenn man dann wirklich auf jemanden trifft, der ähnlich tickt, dann funkt es auch irgendwann mal später.
Thomas: Ja, das stimmt. Ja, und du lebst mit deinem Partner ja in Borchen und mit den drei Kids. Und wie sieht denn bei euch so ein richtig schöner, ruhiger, entspannter Tag aus? Ohne Terminstress.
Rabea: Den gibt's nicht. Also solche Tage gibt's bei uns tatsächlich nicht. Und das ist auch gut so, weil ich brauche immer Action. Ich bin absolute Power-Mama. Ich brauche Termine. Ich brauche meine drei Kinder um mich herum. Ich brauche einfach den Alltag. Ja, so ganz typischer Tag ist, fängt morgens eigentlich schon an mit drei Kindern zur Schule fertig machen. Nebenbei Handy in der Hand, erste Story hochladen, Power-Cocktail schon, das erste Mal die Kamera halten.
Thomas: Hahaha!
Rabea: Und nebenbei die Kindergartentasche packen, die Kleine anziehen und bis wir dann mal alle aus dem Haus sind, sind die ersten Schweißperlen schon mal gelaufen.
Thomas: Mensch, das klingt ja nach Halligalli, liebe euch.
Rabea: Auf jeden Fall. Aber so soll's sein.
Thomas: Ja, aber du hast es trotzdem geschafft, dich in den letzten Jahren zu einem stabilen IMM zu entwickeln. Was war denn für dich auf diesem Weg die größte persönliche Veränderung?
Rabea: Boah, die größte persönliche Veränderung. Da muss ich tatsächlich so bisschen ausholen, weil ich vor ja jetzt bald vier Jahren wirklich ganz unten stand. Also ich hatte noch eine viel negativere Grundhaltung zum Leben. Das musste ich mir alles erstmal aneignen, dass ich überhaupt diesen Stand, den ich heute habe, irgendwie erlangen konnte durch ganz viele Mindset-Veränderungen, also ganz viele Glaubenssätze, die ich verändert habe. Da wo ich heute bin, das ist ein langer, langer Weg gewesen, der super viel Spaß gemacht hat. Die ganzen Learnings, das jetzt alles zu erzählen, ich glaube, da müssten wir drei, vier Folgen rausmachen.
Thomas: Ich sag mal, für den Anfang reicht das. Ich werde ja nachher nochmal so ein paar Fragen stellen und vielleicht kommen wir dann so teilweise schon mal auf das Thema. Ja, mich interessiert aber trotzdem immer, wer jemand ist und nicht nur, was er macht oder erreicht hat. Und genau darum geht es bei LeichtLos. Die echten Geschichten hinter den Gesichtern. Deshalb, für alle, die dich noch nicht kennen, wer bist du und wie würdest du dich selbst beschreiben?
Rabea: Ja, ich bin auf jeden Fall ein sehr aktiver Mensch, ein kleines Powerbündel, kann überhaupt gar nicht ruhig sitzen, bin immer irgendwie in Action und bin auf ganz vielen verschiedenen Baustellen immer unterwegs, sei es mit meinen Kindern, irgendwo bei den Hobbys, ob ich auf dem Hof beim Reiten bin oder beim Fußballplatz und nebenbei natürlich immer irgendwie trotzdem auch für mein Team da und Also ich glaube, dass ich einfach immer in Action bin und das strahlt oder das spricht einfach auch für mich oder beziehungsweise das ist so das Merkmal bei mir, dass ich halt einfach nicht still sitzen kann und meine Energie auf jeden Fall überall transparent nach außen zeige.
Thomas: Ich hoffe, dass du jetzt aber so ein bisschen still sitzen bleiben kannst. Wie sieht denn so grundsätzlich dein Alltag aus? Also Zwischenfamilie, Partner und Business?
Rabea: Ich es nicht Also es ist schon strukturiert. Ich sag jetzt mal als Mama von drei Kindern und nebenbei gehe ich auch noch arbeiten als Schulbegleitung plus das Business muss es schon auch strukturiert sein. Ich bin zwar so ein kleines Chaos, so ein Chaos gehört dazu bei mir, aber trotzdem halt strukturiertes Chaos. Also bei mir ist es so, dass die Priorität einfach immer die Kinder sind. Es ist immer an erster Stelle kommen die Kinder, die müssen versorgt sein. Und ansonsten ist mein Alltag halt schon auch so, dass ich ganz normal Mama bin. Das heißt, ich komme von der Arbeit nach Hause, ich mache Mittagessen, bringe die Kleine ins Bett und dann gehört die Zeit die nächsten anderthalb, zwei Stunden erst mal mir. Das ist nämlich dann tatsächlich so, dass ich mich da um mein Network kümmere, Nachrichten beantworte und genau, nachmittags haben wir ganz viele Hobbys, wo wir hinfahren mit den Kindern. Also eigentlich ist es ein ganz normaler Familienalltag. wo ich versuche, Business halt ein bisschen zu integrieren. Genau.
Thomas: Und in welchen Momenten tankst du dich selber auf? Wo holst du dir deine Energie für diese Alltagssituation?
Rabea: Also ich muss sagen, dass ich ja wirklich Vollblut-Mama bin. Also ich liebe es einfach, Mama zu sein. Von daher werde ich den ganzen Tag von meinen Kindern mit Energie gefüllt. Und wenn es dann aber trotzdem mal außerhalb der Kinder irgendwie sein muss, dass meine Akkus wieder voll sein müssen, dann ist es auf jeden Fall der Sport.
Thomas: Okay. Und was machst du für einen Sport? Was ist das?
Rabea: Ich bin eine ganze Zeit aktiv gelaufen, aber das ist aufgrund meiner aktuellen Diagnose nicht mehr möglich. Ich habe seit Kurzem die Diagnose Lipödem und versuche da jetzt gerade so für mich neue Wege zu finden und habe tatsächlich das Trampolin-Springen für mich entdeckt und liebe meinen Bellicon.
Thomas: Okay, cool. Wenn du an dich vor ein paar Jahren denkst, das habe ich ja eben schon mal gefragt, was hat sich in deinem Leben am meisten verändert?
Rabea: Grundhaltung zum Leben. Also ich muss sagen, dass ich vor den Kindern war tatsächlich noch ganz arg schlimm, dass ich auch an Depressionen gelitten habe und auch viele Klinikaufenthalte hinter mir habe und eigentlich gar nicht so richtig leben wollte. Ja, dadurch, dass dann die Kinder zur Welt kamen, war natürlich die Lebensmotivation schon mal eine ganz andere. Aber ich muss sagen, seitdem ich vor vier Jahren hier diese Möglichkeit für mich entdeckt habe, hat sich meine Lebensmotivation und meine Einstellung zum Leben komplett 180 Grad gedreht. Also es ist tatsächlich so, dass ich wirklich einfach wieder Perspektiven habe, dass ich weiß, hier habe ich einfach alle Chancen, hier wird nicht verurteilt, hier wird nicht beurteilt, sondern hier hat einfach jeder seine Chancen von Null anzufangen und vor vier Jahren habe ich noch an einem ganz anderen Punkt gestanden. Also ich habe ganz negative Glaubenssätze gehabt und hätte nicht so wirklich für Möglichkeiten, was für Chancen hier auf mich warten. Und da bin ich schon arg dankbar, dass ich diesen Weg für mich gefunden habe.
Thomas: Schön. Und wie bist du denn das erste Mal mit den Produkten in Kontakt?
Rabea: Das war tatsächlich noch in der Schwangerschaft, während ich mit meiner Schein schwanger war. Und zwar habe ich meine Sponsorin auf Instagram gesehen. Und wir waren zeitgleich schwanger. Das heißt, wir hatten beide einen dicken Bauch. Der einzige Unterschied war, dass ich wirklich komplett ausgeknockt war und auf dem Sofa lag und bei mir wirklich gar nichts mehr ging, weil es mir richtig schlecht ging. Also ich hatte Wassereinlagerungen und Ja, wog über 100 Kilo und hab dann meine Sponsorin aber gesehen, wie sie ständig am Sporteln war mit ihrem Schwangerschaftsbauch und es hat mich absolut getriggert, dass ich sie dann aber erstmal geblockt habe. Also ich hab gesagt, na, das kann ich mir nicht mit angucken, das gibt's doch nicht, das triggert mich total. Und ja, eigentlich bin ich richtig mit den Produkten in Berührung gekommen, als die Kleine ein halbes Jahr alt war. Und ja, da kam mir dann wirklich die liebe Ina nochmal in den Kopf, dass die ja so fit war. und ich bin überhaupt gar nicht mehr in meine Energie gekommen nach der Geburt meiner Kleinen. Also die Kilos wollten nicht verschwinden, ich war total träge, schlapp, motivationslos, ich hatte einfach keine Kraft. Ja dann habe ich Ina geschrieben, dass ich die Produkte ganz gerne doch mal testen wollen würde und so bin ich dann damit in Berührung gekommen, dass ich gesagt habe, alles oder nichts.
Thomas: Und erinnerst du dich an deinen ersten Eindruck oder das Erlebnis, das dich überzeugt hat, dann letztendlich die Produkte weiterzunutzen?
Rabea: Absolut. Und zwar war das, ich glaube, war der zweite Tag. Also es war der zweite Tag, die Produkte kamen, ich habe mich riesig gefreut und ich habe einfach gedacht, so, hammer, das muss das jetzt einfach sein hier und es war der zweite Tag und zwar habe ich abends das Restorate getrunken und ich konnte schlafen. Ich bin abends eingeschlafen, ich hatte ruhige Beine, ich habe sonst immer sehr unruhige Beine auch abends gehabt, dass ich einfach vor lauter Unruhe nicht einschlafen konnte und hab mich da wirklich hin und her gewälzt, ewig. Also wirklich Stunden. Und der erste Moment, wo ich wirklich gedacht hab, boah, da ist was anders hier, hier wirkt irgendwas, hier kommt irgendwie was da an, wo es hin soll, das war wirklich das Restorate. Ich bin abends eingeschlafen, ich habe durchgeschlafen und ich bin morgens erholt, wach geworden und das kannte ich eigentlich noch nie. So ein Erlebnis hatte ich noch nie. Das war eigentlich mein Moment, wo ich gesagt habe, geil. Was soll noch kommen? Aber Schlaf ist schon mal einfach geil.
Thomas: Mmh. Und war das dann auch direkt der Moment, wo du gemerkt hast, ich will das nicht nur nutzen, sondern ich möchte das auch in der Welt teilen oder kam das erst später?
Rabea: Da muss ich dazu sagen, dass ich tatsächlich von Anfang an, ohne die Produkte überhaupt genommen zu haben, schon die Entscheidung getroffen habe, mit Menschen darüber zu sprechen, weil ich ja damals vor vier Jahren in einer Situation war, wo ich mir die Produkte gar nicht hätte leisten können. Also für mich war ein finanzieller Hintergrund ganz, ganz groß. Ich war damals noch alleinerziehend mit den Kindern und habe mit meinem Partner noch nicht zusammen gelebt. Und es war tatsächlich so, dass ich Hartz IV bekommen habe. und aufgestockt wurde zusätzlich zu meiner Arbeit. Und dass es für mich einfach wirklich klar war, ich möchte die Produkte refinanzieren und deswegen habe ich All-In gesetzt und habe von Anfang an Leuten davon erzählt, dass ich was probiere. Genau.
Thomas: Und gibt es eine Person oder eine Situation, die dich dann letztendlich dazu gebracht hat, das wirklich 100 % durchzuziehen?
Rabea: Ich glaube, es war nicht eine Person. Also ich glaube, es war nicht eine einzelne Person, sondern es war, glaube ich, so diese Situation, als ich meinen ersten Bonus-Check quasi bekommen habe. Ich habe tatsächlich noch einen Check bekommen. Also ich hatte gar nicht irgendwie meine Kontodaten angegeben, sondern ich habe wirklich einen Check nach Hause geschickt bekommen von, ich glaube, waren 18 Euro. Und in dem Moment habe ich gedacht so, wow, warte mal, wenn 18 Euro auf diesem Check stehen. Da muss es doch auch möglich sein, dass da vielleicht halt noch ein bisschen mehr steht. Und ich glaube, das war so ein Moment, wo ich dachte, so boah, mir hat noch nie jemand Geld geschickt dafür, dass ich ein Produkt nutze. Und in diesem Moment habe ich, glaube ich, einfach so einen Klick gehabt und habe gedacht, so boah, das funktioniert. Also das muss irgendwie gehen. Ja, aber so eine Person war es, glaube ich, jetzt nicht so wirklich, sondern es war wirklich die Situation zu sehen, dass es wirklich funktioniert.
Thomas: Cool. Kommen wir mal so ein bisschen auf
Rabea: Und dazu muss man natürlich sagen.
Thomas: Äh, sehr weiter bitte.
Rabea: Dazu muss man natürlich auch sagen, dass meine Sponsorin mich von Anfang an überall mit hingenommen hat und ich natürlich da auch gesehen habe, dass es bei anderen halt funktioniert. Und das war für mich dann so, dass ich auch halt gemerkt habe, okay, es geht.
Thomas: Okay, cool. Kommen wir mal ein bisschen auf Familie, Alltag und Business. Du bist Mama von drei Kindern und baust dir gleichzeitig dein Business auf. Wie schaffst du es, das alles miteinander zu verbinden, ohne dich selber zu verlieren? Ist es immer noch der Sport oder hast du noch andere kleine Rituale, die du für dich nutzt?
Rabea: Ich glaube, es ist erstmal ganz wichtig, dass man transparent den Kindern gegenüber ist. Also ist es so, dass ich mit meinen Kindern wirklich offen darüber spreche, dass das hier eine Möglichkeit ist, die für uns alle einfach wirklich Chancen bietet. Und es ist wichtig, den Kindern nicht was vorzuspielen oder nicht zu versuchen, das Handy vor den Kindern zu verstecken oder zu sagen, dass das Handy halt irgendwie nur an Tisch kommt oder nur dabei ist, wenn wenn sie jetzt gerade nicht da sind oder so. Also ich gehe mit den Kindern ganz ganz offen damit und die wissen, dass wenn das Handy in der Nähe ist oder Mama am Handy ist, dass das halt wirklich auch Arbeit ist und dass das dafür ist, dass wir eine bessere Zukunft haben werden. Ich glaube, das ist so bisschen der Schlüssel, dass man wirklich transparent mit den Kindern ist und dass man offen mit ihnen darüber spricht und dann verliert man sich gar nicht so richtig dabei. Also ich glaube, dass wir hier alle in einem Boot sitzen und in eine Richtung rudern.
Thomas: Und welche Rolle spielt dein Partner dabei? Unterstützt er dich? Also ich weiß, er ist ja auch aktiv und ist quasi ein Teampartner von dir. Aber wie unterstützt er dich so aktiv? Noch nebenbei?
Rabea: Also so im Alltag kann er mich halt leider nicht viel unterstützen, da er halt tatsächlich auch komplett arbeiten ist. Er kommt abends um 20 Uhr nach Hause, um 21 Uhr gehen wir alle ins Bett. Also das ist jetzt quasi im Alltag ist schwierig mich da zu unterstützen. Aber am Wochenende ist es schon so, dass wenn ich auf eine Veranstaltung fahren möchte, dass er dann auch bei der Kleinen bleibt und genau, dass er dann den Babysitter macht quasi und...
Thomas: Ja. In der ganzen Zeit von Januar 2022, wo du angefangen hast, gab es Phasen, in denen du dachtest, ich weiß gar nicht, wie ich das alles schaffen soll und was hat dir letztendlich dabei dann geholfen, dran zu bleiben.
Rabea: Ja, die gab's auf jeden Fall. Ich hatte einen ganz, ganz großen Einbruch, wo ich wirklich auch kurz davor war zu sagen, ich schaff das nicht mehr und ich möchte das nicht mehr. Da war es tatsächlich so, dass ich eine Struktur aufgebaut habe, dass ich ein Team aufgebaut habe und dass ich gemerkt habe, dass es gerade ans Laufen kommt und dann ist mir diese komplette Struktur quasi zusammengebrochen. Das heißt, ich habe einen ganz großen Einbruch gehabt, was das System angeht, die Punkte etc. Es würde zu lange dauern, das zu erklären, aber das war für mich so ein Moment, wo ich quasi wirklich von einer Kurve nach ganz oben, nach ganz unten gefallen bin und gedacht habe, okay, das schaffe ich jetzt nicht mehr aufzustehen und da weiter zu machen. Und es hat dann auch ein paar Wochen gedauert, bis ich wirklich wieder mich gefangen hatte und gedacht habe so, ja okay, ich mache jetzt doch weiter. Und das war der Moment, wo ich mich wirklich hingesetzt habe und auch mit den Uplines oben mich quasi viel ausgetauscht habe und ich irgendwann verstanden habe, dass ich meinen Warum brauche. Warum und wofür mache ich das hier eigentlich? Und als ich dieses Warum für mich wieder hatte, war es einfacher wieder loszugehen und genau. Das war übrigens auch der Moment, wo wir uns kennengelernt haben.
Thomas: Magst du uns dein Warum verraten, was dich nach vorne treibt?
Rabea: Mein größtes Warum sind meine Kinder. Es ist einfach so. Mein größtes Warum ist, meinen Kindern wirklich eine Zukunft zu ermöglichen, die sie so halt einfach nicht kennen. Sie müssen immer zurückstecken, sie tragen halt wirklich gebrauchte Klamotten und Urlaube sind nur möglich, wenn wir von meiner Mutter irgendwie noch finanziell unterstützt werden. Und mein größtes Warum ist wirklich, meinen Kindern eine tolle Kindheit zu geben und einfach mal auf ihre Wünsche einzugehen. Ja, es ist sehr emotional. Wenn meine Kinder irgendwas haben möchten, ich möchte einfach irgendwann mal sagen können, jo, lass uns losgehen. Wir gehen in die Stadt, ihr könnt euch Klamotten aussuchen. Wir gehen shoppen oder wir können irgendwas unternehmen, sei es ein Freizeitpark oder, oder. Und das sind halt einfach die Sachen, wo das Warum ganz groß ist.
Thomas: Du hast eben gesagt, dass du ganz offen und transparent mit den Kindern umgehst, was das Thema angeht. Verstehen Sie die Situation? Also verstehen Sie, warum die Mama dieses zweite Standbein braucht?
Rabea: Am Anfang war es schwierig, weil es nicht greifbar war. Ich glaube, greifbarer wurde es ab dem Moment, wo wir umgezogen sind. Wir wohnen jetzt seit einem Jahr quasi in einem Haus. Und das wäre vorher nicht möglich gewesen. Das hat auch einfach was mit der Entwicklung bei mir zu tun. Und dass es mittlerweile möglich ist, sich wohnlich zu verbessern. Und dass ich mittlerweile keine Leistung mehr bekomme. Das sind Sachen, die bekommen sie mit, und deswegen wird es halt greifbarer. Sie merken einfach, dass das Wohnumfeld hat sich verbessert. Sie haben einfach viel mehr Platz. Sie haben größere Zimmer. Sie haben einen großen Garten. Bei meinem Sohn war es jetzt noch mal so ein Schlüsselmoment. Der hat die Schule gewechselt vor einem halben Jahr, weil er auf seiner alten Schule halt einfach wirklich sehr, sehr unglücklich war. Und er geht jetzt auf eine Privatschule und das alles wäre nicht möglich, wenn ich nebenbei kein zweites Standbein hätte. Und das sind die Sachen, die machen es greifbar für die Kinder. Und deswegen kommt da mittlerweile auch wirklich der Verstand mit.
Thomas: Ist das cool. Ja, wenn ich jetzt einen Tag lang auf deiner Schulter sitzen würde, wie würde ich, ja was würde ich sehen und wie würde ich dich dann fürs Business arbeiten sehen? Was sind so deine, deine Arbeitsweisen?
Rabea: Also erstmal würdest du auf jeden Fall einen sehr lustigen Alltag mit mir erleben. Du müsstest dich auf jeden Fall gut festhalten, damit du nicht abhanden kommst, weil es tatsächlich immer sehr turbulent ist. Ich würde mal sagen, du würdest mich auf jeden Fall erleben, wie ich zum Beispiel am Fußballplatz stehe, meinem großen motivierende Worte zurufe und nebenbei aber trotzdem mein Handy in der Hand habe und Nachrichten beantworte. Also das gehört zum Alltag bei mir einfach dazu. Ich arbeite überall, ich mache Stories, ich poste, ich bin überall vernetzt und ich glaube das ist halt einfach was, was einem liegen muss. Mir macht das unfassbar viel Freude. Also ich mache das einfach gerne, ich teile gerne mein Leben und das ist eine Arbeitsmethode, die garantiert nicht jedem. jedem liegt. Aber bei mir ist es halt einfach so, ich liebe das einfach. Und deswegen würdest du mit mir eigentlich durch den Alltag gehen und ganz normal mein Mama-Alltag miterleben, aber trotzdem würdest du, wenn du aufs Handy guckst, immer irgendwo sehen, dass mein Finger wieder eine neue Story macht oder dass ich dann doch mal wieder Fragen beantworte, für mein Team da bin, die auch immer wieder Fragen haben. Wo meine besten Ideen immer entstehen, das sage ich dir jetzt nicht. Aber...
Thomas: Ja, das weiß ich. Ja, wie organisierst du dich denn mit deinem Alltag zwischen Familie, Teamcalls und Kundenkontakten? Also, ich weiß, deine Kinder passen immer sehr schön gegenseitig auf sich auf und halten Mama den Rücken frei.
Rabea: Genau. Langweiligst würde dir nicht.
Thomas: Und das zeigt mal wieder, wie mega deine Kinder sind. Alle goldig, alle drei. Und wie versuchst du dich dann aber zu organisieren?
Rabea: Genau, also ohne meine Kinder wird das alles überhaupt gar nicht funktionieren. Das hast du gerade schon zum Ausdruck gebracht, weil meine Kinder sind wirklich super. Also, ich schlucke. Das ist nicht selbstverständlich, wirklich nicht. Also meine Kinder sind großartig. Meine große ist ja schon 17, sie ist wirklich super, mega verantwortungsbewusst. Und selbst wenn ich zum Beispiel mittags von der Arbeit nach Hause komme und es steht irgendwas an, was mit dem Business zu tun hat. Ich muss ein Telefonat führen oder, oder, kann ich ins Büro gehen, kann dieses Telefonat führen, komme raus und das Essen ist fast fertig. Also da brauche ich gar nichts mehr sagen. Das läuft einfach. Das ist so krass einfach, weil wir hier so ein cooles Team sind und auch abends, wenn, wenn irgendwelche Calls anstehen, dann passen die auf die Kleine auf und natürlich darf die auch dann abends mal ihre Sendung gucken. Gar keine Frage. Also das ist wirklich bei mir auch so, wo ich sage, die ist in einer Waldkita, die ist mindestens vier Stunden im Wald gewesen und wir haben den ganzen Tag Action gehabt. Für mich ist es auch überhaupt gar nicht verwerflich, wenn sie abends mal ein, zwei Stunden am Fernseher sitzt. Bin ich offen und ehrlich, weil ich weiß, wofür wir das alles machen und wofür ich losgehe und das Endergebnis ist einfach großartig und genau, ohne meine Kids. Das es nicht gehen. Tatsächlich.
Thomas: Und ja, wenn du dann quasi dein Business pflegst, mit welchen Tools und Methoden arbeitest du aktuell? Also eher digital oder, also du hast ja eben gesagt, dass du sehr oft am Handy bist und Stories machst und Nachrichten beantwortest. Aber gibt es auch analoge Methoden und Tools oder, also kombinierst du beides oder ist das eher die reine digitale Variante?
Rabea: Also es ist schon so, dass ich sehr viel digital arbeite, natürlich auf sozialen Medien. Aber ich muss auch sagen, dass wir zum Beispiel Präsentationen machen. Wir haben einmal im Monat einen Anwendertreffen vor Ort hier in Paderborn. Und da arbeiten wir auch mit analogen Präsentationen. Also da haben wir wirklich dann noch ganz klassisch eine Flipchart, wo wir entweder dran schreiben oder wir haben ausgedruckte Zettelchen. die wir quasi zur Präsentation mitnehmen und womit wir auch total gerne arbeiten, halt einfach mit Flyern, dass man einfach wirklich was Haptisches in der Hand hat und das halt da noch mal viel besser visuell auch einfach aufnehmen kann. Also ich würde sagen, ich kombiniere eigentlich beides miteinander. Ich habe übrigens auch noch was ganz viele nicht mehr haben. Ein Karteikasten mit Karteikarten von Kunden. Also ich bin auch analog noch unterwegs.
Thomas: Ach krass. Okay, das kommt nicht überraschend.
Rabea: Ja, ich mache das total gerne, weil ich schreibe ganz gerne und kann mir das dann besser merken.
Thomas: Und magst uns mal einen kurzen Einblick verschaffen? Also was steht Stunde auf so einer Karteikarte drauf?
Rabea: Äh, rausholen oder erzählen?
Thomas: Nur erzählen. Datenschutz und so.
Rabea: Also ich habe dann halt den Namen, dann quasi das Registrierungsdatum und arbeite mit diesen Karteikasten dann quasi, dass ich die Leute anrufe und entweder sammel ich Ja's oder Nein's und notiere mir das alles mit Datum und mache mir dann eine Wiedervorlage. Das heißt also, ich pack die dann quasi an die Stelle, wo ich sie dann irgendwann nach einem halben Jahr
Thomas: Hahaha.
Rabea: hole ich mir die noch mal nach vorne und weiß dann, ein halbes Jahr ist rum und frage dann da noch mal nach oder beschreibe mir dann auch die Herausforderungen von den Leuten auf, dass ich weiß, du hast mir vor einem halben Jahr erzählt das. Genau.
Thomas: Also ist das quasi deine Warteliste.
Rabea: Ja, so ungefähr, genau.
Thomas: Okay, auch speziell.
Rabea: Das hab ich mal von Franz Kripler gelernt.
Thomas: hab ich so auch noch nie gehört, dass man das... Ach, okay. Sehr schön, sehr schön. Ja, es kommt ja auch immer mal wieder vor, dass... Und ich glaube, eurem Alltag wahrscheinlich auch, dass man mal mehrere Baustellen gleichzeitig hat. Wie priorisierst du persönlich?
Rabea: ⁓ na? Jetzt muss ich aufpassen, was ich sage. Also Priorität immer Kinder, ganz klar. Ich denke, das wird man jetzt im Laufe dieses Gespräches ja schon festgestellt haben, dass meine Kinder einfach einen sehr hohen Stellenwert haben. Natürlich hat die Beziehung mit meinem Partner auch einen großen Stellenwert und wenn die Beziehung nicht läuft, läuft das Business nicht. Also das darf man halt auch nie vergessen. Also es ist wirklich auch die Priorität, dass es hier
Thomas: Also
Rabea: in der Partnerschaft läuft. Weil wenn da natürlich eine Disbalance ist, dann kann im Business halt auch einfach nichts wachsen. Und ansonsten muss ich aber sagen, meine Priorität und mein Stellenwert schon sehr hoch PM bei mir eingenommen. ich sage auch schon mal so ein Geburtstag ab oder eine Verabredung mit einer Freundin, weil ich einen Call habe oder weil halt einfach ein Kundengespräch ansteht, weil da meine Priorität schon wirklich sehr hoch ist. Und ich das sehr, sehr ernst nehme.
Thomas: Hm.
Rabea: Das hat auch nicht jeder Verständnis für, aber genau.
Thomas: Wie geht dein Umfeld damit, dass du das Business den Freunden und wahrscheinlich auch teilweise der Familie vorziehst?
Rabea: Also ich sag mal so, es sind natürlich viele auf der Strecke geblieben. Also es haben sich auch viele abgewandt. Ich hab zum Beispiel meine beste Freundin, hab ich schon ziemlich am Anfang von dem Start bei PM verloren, weil sie sich damit überhaupt nicht identifizieren konnte und sie auch mit meiner Entwicklung überhaupt gar nicht klar gekommen ist. Also ich war halt immer die Rabea, die Probleme hatte. die schwach war, die nach Hilfe gefragt hat. Und auf einmal war ich die Rabea, die wirklich gesagt hat, ich baue mir ein Business auf. Ja, meine Glaubenssätze haben sich verändert. Ich wurde positiv und ich hatte auf einmal Bock aufs Leben. Ich habe gemerkt, dass viele damit auch gar nicht mehr umgehen konnten. Und deswegen haben sich so ein paar Leute schon noch von mir abgewandt. Oder vielleicht habe ich mich auch von denen abgewandt. Es könnte auch gut sein, dass ich einfach auch gemerkt habe, ich brauche das nicht mehr. Aber ansonsten haben die schon. Verständnis dafür. Also meine Familie jetzt nicht so. Die belächeln das alles noch und... Genau. Mhm, immer noch.
Thomas: Immer noch. Krass. Wie schaffst du das bei dem ganzen Druck, authentisch und ruhig zu bleiben?
Rabea: Ja, unsere Rezeption. ⁓
Thomas: Also für mich ist, also ich empfinde das als großen Druck, wenn Außenstehende sich abwenden und negativ über das reden, wofür man brennt.
Rabea: Ja, am Anfang war das auch so. Also am Anfang muss ich sagen, hat mich das sehr verunsichert und manchmal auch zur Verzweiflung getrieben. Aber mittlerweile ist es so, dass ich einfach ja auch weiß, dass es funktioniert. Ich meine, ich weiß, wo ich stehe und ich glaube so richtig verunsichern lasse ich mich nicht mehr. Da bin ich, glaube ich, mittlerweile sehr stark geworden.
Thomas: Ja, also wir kennen uns jetzt relativ kurz dann erst und ich kenne dich eigentlich wirklich nur als sehr starke Person.
Rabea: Es dauert lange, mich zur Ruhe zu bringen. Ich bin eigentlich immer ein fröhlicher Mensch. Ich habe nie schlechte Laune. Wenn, dann kann ich sie ganz gut immer selber ausmachen, dass ich sie nicht nach außen raushängen lasse.
Thomas: Ja. Ja und ich hab's hingekriegt am Anfang.
Rabea: Ja.
Thomas: Ja, du bist ja mittlerweile stabile IMM. Also du führst ein wachsendes Team. Wie hat sich denn deine Rolle im Team so verändert?
Rabea: Also ich würde sagen, ich bin im Team von... Wie drückt man es am besten aus? Von einer guten Freundin? zu einer Leaderin geworden. Natürlich bin ich die Freundin auch immer noch. ich habe auch Freunde wirklich bei mir mit im Team, die ja, die natürlich auch damit klarkommen mussten, erstmal, dass ich jetzt dann quasi zu einer Führungskraft werde. Aber ich lasse das auch auf gar keinen Fall raushängen. Also ich gehe voran und ich stärke wirklich jeden hier. Und ich sage immer, ich mache vor und die anderen machen nach, aber ich baue keinen Druck auf im Team. Das ist mir ganz, ganz wichtig, dass ich da immer gucke, dass ich mich nicht verliere auf diesem Weg.
Thomas: Und hast du mittlerweile auch mal festgestellt, dass einige Freundschaften zu Teammitgliedern lockerer geworden sind? dass ihr euch da irgendwie freundschaftlich verloren habt? Oder versuchst du das immer irgendwie beizubehalten? Also, setzt du Teampartnerschaft und Freundschaft quasi gleich?
Rabea: Mh. Schwierige Frage. ich glaube, ich versuche das schon zu trennen, dass man wirklich auch, weil Freundschaft ist ja mehr als nur Business. Also da versuche ich schon, dass man sich auch zwischendurch einfach mal treffen kann, ohne über das Business zu sprechen. Ich glaube, das ist auch ganz, ganz wichtig. Also wenn man wirklich, ich sag mal, ich habe eine Teampartnerin, das ist wirklich eine gute Freundin von mir und
Thomas: Mhm.
Rabea: Da ist es manchmal so, dass wir dann auch wirklich sagen, so, Business ist jetzt Business, aber wir gehen jetzt erstmal eine Runde mit den Kindern raus oder mit dem Hund durch den Wald. Und da wird dann halt auch einfach mal nicht übers Business gesprochen. Das ist, ich, auch ganz, ganz wichtig, weil sonst bekommt es halt einfach auch irgendwann einen Beigeschmack, der dann halt auch einfach nicht mehr Freundschaft ist.
Thomas: Also du achtest schon darauf, dass diese Freundschaft, sage ich jetzt mal, zu der Person, die du dann auch als Teampartner hast, schon beibehalten wird.
Rabea: Auf jeden Fall. Also vor allem, wenn man sich vorher schon kannte. Vor PM.
Thomas: Ja und wie unterstützt du deine Teampartner, damit sie eigenständig werden?
Rabea: Ähm, kalte Wasser, nein. Also ich bin nicht immer Freund vom kalten Wasser, muss ich ganz ehrlich sagen, weil ich es selber nicht mag. Ich bin einfach auch ein Mensch, der Sicherheit braucht und werde schnell unsicher, wenn ich irgendwas nicht mehr kontrollieren kann. Deswegen bin ich nicht so der Freund vom kalten Wasser. Manchmal ist es nicht schlecht, aber was ich total gerne mache, ist, dass ich im Team Aufgaben verteile. Ich denke immer, wir sind ein Team, ich muss nichts alleine machen und deswegen gibt es bei uns immer eine Rollenverteilung oder eine Aufgabenverteilung. Das heißt, wenn ich zum Beispiel eine Offline-Veranstaltung habe über WhatsApp, dass wir da irgendwelche Informationen brauchen, dann verteile ich da auch einfach die Aufgaben und sage, du machst mir jetzt mal bitte deinen Erfahrungsbericht und schickst mir bis dann und dann läuft es eigentlich auch immer ganz gut. Oder wenn wir unsere Anwendertreffen haben, dann gibt es auch mal eine Aufgabenverteilung, dass ich vorher sage, hey, ne? Wenn du da bist, dann bereite ich schon mal darauf vor, dass du auf jeden Fall dann auf dein Erfahrungsbericht live sprechen kannst oder du bringst was mit, was du präsentieren kannst. Also ich bin eigentlich ein Freund davon, halt alle mit ins Boot zu holen, dass sich jeder ja auch wichtig fühlt.
Thomas: Also das heißt, du arbeitest sehr individuell mit den Menschen und deinen Teampartnern dann quasi zusammen oder hast du ein festes System?
Rabea: Überhaupt nicht. Also dadurch, dass ich selber ein sehr empathischer Mensch bin und mich gut in die Menschen reinfühlen kann, könnte ich überhaupt gar nicht mit jedem gleich umgehen. Das wird bei mir überhaupt gar nicht funktionieren, weil ich mich in die Leute reinfühle. Ich fühle auch mein Gegenüber sehr extrem und weiß eigentlich schon immer, was bei dem gut funktioniert. Und deswegen arbeite ich tatsächlich mit jedem Einzelnen individuell. Ob ich das irgendwann durchhalten kann, wenn ich dann wirklich mal ein Team von über... von 150 Leuten ab, weiß ich nicht. Aber es ist im Moment die Methode, die authentisch ist, die mir Freude bereitet und ich liebe halt einfach die 1 zu 1 Arbeit, die halt auch mal in die Tiefe geht.
Thomas: Jetzt eine ganz fiese Frage. Glaubst du, dass Menschen und deine Teampartner gerne mit dir zusammenarbeiten und warum glaubst du, dass sie das gerne tun? Also weil du empathisch bist und dich auf die Menschen einstellen kannst oder gibt es da noch was anderes?
Rabea: Ich finde die Frage gar nicht so fies, weil mir meine Teampartner tatsächlich ganz aus sagen, wie viel Freude sie einfach haben und wie dankbar sie sind, bei meinem Team zu sein. Ich glaube, früher hätte ich Schwierigkeiten gehabt, das anzunehmen. Heute ist es so, dass ich einfach ganz, ganz tiefe Dankbarkeit empfinde, wenn sie mir so was sagen. Ich glaube, es ist, weil ich keinen Druck ausübe. Ich habe keine Erwartungen an meine Teampartner. Ich gebe Möglichkeiten und sie können selber entscheiden, in welchem Tempo. und wie viel sie wollen. Und ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, dass man nicht irgendwelche Erwartungen hat, keine Limits setzt. Ich mag auch Challenges nicht, dass man jetzt irgendwie sagt, du musst in drei Monaten die und die Stufe erreichen. Das sind alles irgendwelche Sachen, die für mich unangenehm werden. Und alles, was für mich unangenehm ist, gebe ich nicht weiter an mein Team. Und ich glaube, das macht das Ganze dann einfach angenehm.
Thomas: In dem Zusammenhang, was hast du über dich selber gelernt in der Zeit so als Führungsperson?
Rabea: Dass ich mehr kann, als ich von mir selber erwartet habe oder gedacht habe, geglaubt habe. Also wenn du mich glaube ich vor vier Jahren gefragt hättest, Rabea kannst du dir vorstellen, irgendwann mal Führungskraft zu sein, hätte ich dir einen Vogel gezeigt. Ich weiß, dass zum Beispiel, ich habe ganz am Anfang schon mal gesagt, dass ich ja auch schon in meiner Klinik war und dass ich ja auch schon ganz viele Therapien erleben durfte. Früher war es eher Muster, aber heute sage ich, ich durfte das alles erleben. Da war mal eine Therapeutin, die zu mir gesagt hat, und irgendwann wirst du den Löwen in dir entdecken und merken, dass ganz, ganz viel Führungskraft in dir steckt. Und das war, glaube ich, Ich bin natürlich ganz schön alt, ne? Also war bestimmt schon vor 20 Jahren. Also 15, 20 Jahren. Das war... Dieser Satz, der ist für mich so hängen geblieben und jetzt, wo ich an dieser Stelle in meinem Leben bin, denke ich, dass sie hatte Recht. Weil sie einfach damals schon gespürt hat, was für eine Kraft in mir steckt. Diese... Ich habe ja gelernt, meine Grenze... Ich hatte ja sehr viel negative Kraft in mir und diese negative Kraft in positive umzuwandeln... Das war für mich so ein Moment, das hätte ich mir nie vorstellen können.
Thomas: Und du hast ja am Anfang gesagt, dass dir eine ganze Struktur weggebrochen ist. Und wie gehst du dann mit so Rückschlägen ⁓ gerade so in Phasen, wo es dann mal rückläufig ist oder Stillstand herrscht und du vielleicht auch gar nicht vorankommst.
Rabea: Also erstmal durfte ich lernen, dass Rückschläge Umwege sind. Also für mich gibt es nicht mehr wirklich Rückschläge, sondern für mich sind das wirklich einfach nur Umwege. Ich habe einfach angefangen, wenn ich merke, dass es gerade mit dem Business nicht weitergeht, dann geht es mit meinem Mindset weiter. Also das ist einfach was, wo ich sage, okay, ich kriege gerade keine neuen Kontakte oder irgendwie hapert es gerade mit dem Business, das Wachstum ist gerade nicht so da, wie ich mir das wünsche oder wie ich mir das vorstelle, dann erzwinge ich das aber auch nicht. Sondern das sind dann die Momente und die Phasen, wo ich tatsächlich mit dem Mindset weitermache, wo ich mir ein Buch nehme, wo ich einen neuen Podcast mir raussuche und wo ich mit meinem Wachstum weiter nach vorne komme.
Thomas: Ja und was war für dich denn der Moment, an dem du gemerkt hast, jetzt läuft es so richtig im Business? Gab es den?
Rabea: Auf jeden Fall. Und zwar war das der Moment, ich, also der erste Moment war, als ich eine E-Mail bekam, wo mir bestätigt wurde, dass ich mit nach Kroatien darf. Das war für mich so ein greifbarer Moment, wo ich dachte so wow, warte, stopp. habe ich nochmal in meinen Backoffice geguckt und habe geguckt, dafür muss man ja irgendwie dreimal hintereinander IMM sein und man muss es safe haben und bestätigt haben, war alles und ja dann habe ich halt tatsächlich irgendwie realisiert, hier funktioniert was. Also das ist ja diese Reiseincentive, die wir dann ja wirklich auch bezahlt bekommen von der Firma und das war der Moment, wo ich wirklich gemerkt habe, ich habe es hier an einem Punkt geschafft. Den schafft dann halt vielleicht nicht jeder, aber ich bin an dem Punkt angekommen und für mich war es jetzt einfach noch mal ein Schlüsselmoment, dass ich in ein paar Wochen mein eigenes erstes Auto abholen darf. Genau.
Thomas: Ja, Glückwunsch dazu!
Rabea: Vielen Dank. Genau, das war einfach noch mal der Moment. Ich habe gesagt, dass ich eine Neuigkeit auf jeden Fall mitbringen werde. Das war jetzt noch mal so ein Schlüsselmoment für mich, wo wir einfach im Urlaub saßen.
Thomas: Haha. Ja. Ja.
Rabea: zwar ein Auto, aber es ist so, dass mein Partner ja kein Auto mehr hat und er jeden Tag wirklich 20 Kilometer zur Arbeit strampelt mit dem Fahrrad und ich habe die Möglichkeit, das Auto über PM zu bestellen und ja, im Urlaub haben wir tatsächlich auf dem Balkon gesessen und haben uns dazu entschieden, das alles fix zu machen und jetzt darf ich in ein paar Wochen das erste Mal wirklich einen Neuwagen abholen. Ich kann es noch überhaupt gar nicht glauben.
Thomas: Und wenn du in der Situation jemanden machen müsstest oder könntest, der jetzt gerade in einer misslichen Lage ist und nicht weiß, wie es weitergehen soll, was würdest du dieser Person sagen wollen?
Rabea: Go! Kopf aus und losgehen. Also ganz ehrlich, man kann immer wieder nach Ausreden suchen, aber am besten ist es wirklich hier einfach eine Entscheidung für sich zu treffen und loszugehen. Es lohnt sich. Also... Ja.
Thomas: Okay. Gibt es denn für dich einen Satz, der dich begleitet, wenn es mal eine schwierige Situation gibt?
Rabea: Tatsächlich gibt es einen Satz, der sehr prägend für mich war, und zwar war das auch mal in einer Situation, wo ich festgehangen habe, wo ich dann Alexej Eisner angerufen habe und er mir diesen Satz wirklich gesagt hat und gesagt hat, Rabea, du bist kein Baum, geh los. Und das ist ein Satz, immer wenn ich festhänge.
Thomas: oder ist?
Rabea: Ja, also immer wenn ich festhänge und das Gefühl habe, es geht nicht voran, dann kommt mir dieser Satz von Alexei im Kopf und das ist halt wirklich, du bist kein Baum, geh los. So und das war für mich einfach Wahnsinn, also das ist so ein prägender Satz einfach gewesen, der hängt.
Thomas: Ja, aber das ist Alexej.
Rabea: Ehrlich, direkt, aber treffend.
Thomas: Ja, nicht immer die leichteste Kost, wenn man mit ihr telefonieren darf. Ja, wir kommen auch schon fast zum Ende. Und es gibt ja diese obligatorischen drei goldenen Nuggets, die man ja in irgendeiner Form in den letzten Jahren immer mal wieder gesammelt hat. Möchtest du uns deine drei verraten?
Rabea: Gerne. Und zwar ist der erste Golden Nugget. Starte da, wo du jetzt bist. Warte nicht auf den Moment oder auf den perfekten Moment. Also das ist zum Beispiel was, was für mich einfach ein absoluter Golden Nugget ist. Warte nicht bis irgendwas Perfektes, sondern starte einfach da, wo du jetzt gerade stehst. Genau. Der zweite Golden Nugget ist auf jeden Fall, dass das Mindset der stärkste Business Partner ist. Und das ist bei mir auch einfach so gewesen, dass die Glaubenssätze, die Affirmation, die man alle in dieser Zeit mit diesem Business wirklich sich verinnerlicht, das ist einfach für mich ein absoluter Golden Nugget. Das Erfolg beginnt im Kopf. Und genau, der dritte Golden Nugget ist, finde dein Warum. Da haben wir ja tatsächlich eben auch schon einmal drüber gesprochen, aber das ist für mich eigentlich so der wichtigste Golden Nugget, dass man wirklich sein Warum hat und ohne dieses Warum gibt es kein Fokus und kein Durchhaltevermögen.
Thomas: Krass, alle drei, richtig krass. Ja, kommen wir zu meiner letzten Frage. Und das ist mittlerweile eine obligatorische Frage. Genau, also wo siehst du dich in einem Jahr als Frau, als Mama, als Mensch, als Teampartnerin bei PM?
Rabea: Wow, ja, das ist eine krasse Frage. Also ich glaube in einem Jahr werde ich auf jeden Fall das Team, was ich jetzt gerade habe, gefestigt haben. Ich habe ein wundervolles Team, also ich habe gerade richtig tolle Teampartner, die richtig Bock haben und die richtig Gas geben und ich merke aber, dass sich alles noch eingrooven muss und... dass da noch viel Festigung wirklich sein muss. Ich glaube, in einem Jahr sind wir auf jeden Fall ein sehr gefestigtes Team. Als Mama würde ich sagen, werde ich auf jeden Fall viel mehr Leichtigkeit haben und mich viel freier fühlen und unabhängiger. Und deswegen werden wir in einem Jahr auf jeden Fall ein viel leichteres und vielleicht noch nicht ganz freies, aber auf jeden Fall unabhängiges Leben führen.
Thomas: Das klingt wunderbar. Das klingt cool. Ja, das glaube ich. Ja, wir sind am Ende angekommen von der Folge und ich danke dir vielmals, dass du dir die Zeit genommen hast, heute mein Gast zu sein. Und ja.
Rabea: Das fühlt sich auch richtig gut an. Vielen Dank.
Thomas: Ein Aufruf an euch noch, wenn ihr mal eure Geschichte erzählen wollt oder jemanden kennt, dessen Geschichte mal erzählt werden sollte, meldet euch gerne einfach und ja. Vielen lieben Dank fürs Einschalten und bis zum nächsten Mal. Vielen Dank.
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