Als Flüchtlingskind kommt sie nach Deutschland und muss lernen, mit Unsicherheit, Verlust und dem Gefühl umzugehen, plötzlich nicht mehr zu wissen, wo Zuhause eigentlich ist.
Der 13. Januar ist ein Datum, das Ana bis heute nennen kann. An diesem Tag saß sie nicht in ihrer achten Klasse in Bosnien, sondern in einer deutschen Sprachklasse und verstand kein Wort. Gekommen war sie über die Winterferien, für zwei Wochen, mit einer Sporttasche. Auf dem Balkan hatte sich in diesen Wochen so viel ergeben, dass eine Rückkehr nicht mehr möglich war.
Ana ist heute 48, stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien — „jetzt ist das Bosnien, wo ich herkomme“ — und hat kroatische Wurzeln. Acht Jahre lang, bis zum Abitur, hatte sie in Deutschland nur eine Duldung: „Das heißt, jederzeit konnte ich abgeschoben werden. Ich wusste nicht, wie lange kann ich überhaupt hier bleiben.“ In dieser Zeit begann das, was ihr Leben tragen sollte. Weil ihr nach der Schule langweilig war, ging sie mit 14 in einen Verein, entschied sich für Volleyball, weil sie das aus dem Garten ihres Vaters kannte. Es folgten ein Bundesliga-Vertrag in Hamburg, die deutsche Beachvolleyball-Tour und ein Weltmeistertitel in der Ü40.
Im Gespräch mit Thomas Müller geht es weniger um Titel als um die Frage, woran man sich festhält, wenn der Ort keine Sicherheit gibt. Ihre Antwort ist ein Satz, der schon im Vorgespräch fiel: „Mein Körper ist mein Zuhause.“ Was sie damit meint, erklärt sie über das Gegenteil — über das Gefühl, entwurzelt zu sein, und über einen Schultext, in dem stand, aus einem entwurzelten Baum werde nie wieder ein richtiger Baum. Über zwanzig Mal ist sie seit ihrer Ankunft umgezogen. Am längsten blieb sie in Meldorf, elf Jahre, mit eigener Praxis für Körperpsychotherapie.
Es geht außerdem um den Preis des Leistungssports, um zwei Jahre Skepsis gegenüber FitLine und PM-International, bevor sie sich eine eigene Meinung bildete, und um drei Sätze, die sie weitergeben würde — der erste davon: „Setz alles auf eine Karte und die Karte bist du.“
Über den Einzelfall hinaus interessant ist diese Folge wegen ihres Endes. Gefragt, wo sie sich in einem Jahr sieht, sagt eine Frau, die als stark, gut gelaunt und resilient beschrieben wird: „Ich habe immer noch sehr viele Zweifel an mir.“ Wer erwartet, dass eine Fluchtbiografie mit einem Ankommen abschließt, hört hier etwas anderes.
Kapitel
Aus den Fragen im Gespräch abgeleitet.
Transkript
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Ana: Ja, um mich herum ist ja alles veränderbar. kann also in mir war immer so dieses, es kann von heute auf morgen, kann das weg sein. Und wo finde ich Halt? Wo finde ich Sicherheit? Mein Körper ist mein Zuhause
Thomas: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge von LeichtLos. Es gibt Menschen, die wirken auf den ersten Blick unglaublich stark. Leistungssportlerin, Deutsche Meisterin, Weltmeisterin, Trainerin, Bewegungstherapeutin. Und wenn man das hört, denkt man schnell, okay, die hat einfach immer Vollgas gegeben. Aber manchmal sind genau die Menschen, die von außen am stärksten wirken, die, die im Leben schon am häufigsten wieder aufgestanden sind. Mein heutiger Gast hat früher erlebt, was es bedeutet, Heimat zu verlieren. Sie hat gelernt, mit Veränderungen umzugehen, mit Verlusten umzugehen und immer wieder einen Weg zurückzufinden. Und etwas hat sich durch ihr ganzes Leben gezogen. Bewegung. Nicht als Sport, sondern als Sprache. Als Kraft, als Ausdruck und vielleicht sogar als Im Vorgespräch hat sie einen Satz gesagt, der mir sofort hängen geblieben ist. Mein Körper ist mein Zuhause. Und ich glaube, hinter diesem einen Satz steckt deutlich mehr als nur Sport. Ich freue mich sehr, dass du heute hier bist. Herzlich Willkommen, Ana.
Ana: Hallo Thomas, vielen Dank. Wow, was für eine wunderbare Einführung. Ich bin ganz gerührt.
Thomas: Ja, schön, dass du dir die Zeit nimmst und ja, heute mein Gast bist.
Ana: Sehr, sehr gerne. Danke für die Einladung.
Thomas: Ana, wir haben im Vorgespräch schon gemerkt, dass wir wahrscheinlich Stoff für drei Podcastfolgen hätten. Aber wenn man dich jetzt zum ersten Mal trifft, wie würdest du dich selbst in wenigen Sätzen beschreiben?
Ana: Wow, gleich so tief. Ja, also ich würde mich so beschreiben, ich bin lebenszugewandt, ich bin menschenfreundlich, ich liebe Menschen und ich lerne gerne Menschen kennen und ich möchte Menschen gerne was Gutes tun.
Thomas: Wenn ich Menschen frage, was sie gerne machen, sagen viele, Filme, Urlaub, Lesen. Bei dir hatte ich eher das Gefühl Bewegung zieht sich irgendwie durch dein Leben. War das schon immer so?
Ana: Ja, also das habe ich tatsächlich peu à peu reflektiert und ich bin ein Mensch, der sich gerne bewegt. Ich bin Bewegung, wenn man so will. Also wenn ich zurückdenke an die Kindheit, an einfach dieses Spielen draußen auf Bäume klettern mit Tieren, durch den Garten rennen, mit den Kindern aus dem Dorf sich treffen und irgendwelche Spiele spielen. sich mit dem Ball abwerfen, mit meinen Brüdern, mit meinem Vater im Garten Volleyball spielen. das ist wirklich etwas, wo ich mich irgendwie gut aufgehoben fühle. Was mich glücklich macht, wo ich auch einfach so in meinem Element bin.
Thomas: Und du hast unglaublich viele Dinge gemacht. Also Sportlerin, Trainerin, Bewegungstherapeutin und noch einiges mehr. Gibt es etwas, das all diese Dinge gemeinsam haben?
Ana: Vielleicht Prozess, Entwicklung, irgendwie so was aus sich heraus holen, ein Potenzial oder was erleben. Und es hat auch also was damit zu tun, also diese vielseitigen Facetten des Menschseins auszuleben und die verschiedenen Gefühlslagen zu erleben. Also ich weiß, als ich mit dem sehr aktiven Sport aufgehört habe, dass mir das gefehlt hat, dieses Gewinnen, Verlieren, Frust, Freude. Das war alles so ein bisschen ja so normales Leben. Also verglichen zu der sehr aufregenden Zeit im Sport war das so langweilig fast. Also es fehlte mir so eine Bühne sozusagen, wie ich das sonst auf dem Volleyballfeld oder auf dem Beachvolleyballfeld sonst hatte. Da kann man richtig die Wut rausschreien oder sich mit dem Schiedsrichter anlegen oder mit der Mitspielerin abfeiern. Also dann ist mir wirklich bewusst geworden, als ich in die normale Welt sozusagen mir eingetaucht war, dass ich dachte, alles ist so ein bisschen... Es plätschert so dahin.
Thomas: Trist und grau.
Ana: Ja, so irgendwie, wo sind die alle, wo sind die Leute oder wo ist dieses, ja sowohl Freude, aber eben auch die Tränen nach so einem wirklich schlecht gelaufenen Spiel oder eine Verletzung, die einen wieder zurückwirft und dann auch wieder damit umzugehen. und dann natürlich als Trainerin auch die Menschen dort dann auch zu begleiten mit solchen Erlebnissen, jetzt hat ein Ball nicht geklappt oder so. Und die dann auch da in so einem auf und ab des Lebens zu begleiten auf unterschiedliche Art und Weise als Trainerin oder jetzt als Bewegungstherapeutin zum Beispiel.
Thomas: Es gibt wahrscheinlich jetzt ein paar Hörer, die ich wahrscheinlich noch gar nicht so richtig kenne. Stell dich doch einmal kurz vor. Wer bist du? Wo kommst du her? Wie alt bist du, wenn du es sagen möchtest?
Ana: Ja, natürlich, ich habe da kein Problem damit. Also ich bin Ana. Ich bin Ana mit einem N, muss ich immer dazu sagen. Ich komme ursprünglich aus dem ehemaligen Jugoslawien. Also das gibt es ja nicht mehr, Land. Also jetzt ist das Bosnien, wo ich herkomme. Ich habe aber kroatische Wurzeln und ich bin jetzt auch über 30 Jahre in Deutschland. Ich habe also auch jetzt Deutschland. auch als meine Heimat angenommen, sagen wir es mal so, lieben gelernt. Ich habe eine Tochter, die ist 19, ist vor kurzem ausgezogen. Das war auch eine sehr aufregende Phase oder ist es immer noch? Ja, wie du schon sagtest, ich arbeite als Bewegungstherapeutin und ich bin so bisschen Bewegungssportverrückt.
Thomas: Du hast ja gesagt Bewegung ist deine Sprache.
Ana: Mmh.
Thomas: Wann hast du das erste Mal gemerkt, dass Sport für dich mehr ist als nur Sport?
Ana: Ich muss mal kurz mal zurückblicken. Also es kam alles so natürlich, so dass ich gar nicht gemerkt habe, dass das irgendwie so meine Heimat ist oder meine Sprache oder so, dass ich es lange gar nicht erkannt habe, dass das meins ist. Und als ich dann nach vielen Jahren unterschiedlicher Berufswege dann gesagt habe, ich mache was mit dem Körper. Dann meinte mein Umfeld, meine beste Freundin, ja klar. Ich so wie, ja klar. Also das war etwa 2010 vielleicht, wo ich dann dachte, ja ich mache was mit dem Körper. Dabei habe ich eigentlich schon die ganze Zeit was mit dem Körper gemacht, aber es war bei mir. Manchmal sieht man halt den Baum oder den Wald vor lauter Bäumen.
Thomas: Wald voll Auto.
Ana: Das war tatsächlich so 2010, als ich dann entschieden habe, nur Sport, also nur Leistung und sich irgendwie immer das Beste aus dem Körper rausholen, ist es nicht. Hat noch mal so eine andere Reise begonnen. Da habe ich gesucht, was noch, was gibt es noch? Und bin dann zur Körperpsychotherapie gekommen und bin Therapeutin eben auch geworden. Und da habe ich gedacht, boah krass, ja Körper, Bewegung und darüber Menschen begleiten, zu sich bringen, in ihre Kraft bringen, an ihre Ressourcen wieder zurückführen. Ja, da habe ich das gemerkt. Und da habe ich dann angefangen zu gucken, wie kann ich denn beide Welten verbinden. Also dieses Leistungssport, was ja auch echt geil ist. Also es ist wirklich super, zu gucken, was kann der Körper, das ist ja krass, was man ihm abverlangen kann, wie man ihn auftrainieren kann. Und das ist schon cool zu erleben. Und dann aber auch irgendwie, Mensch, aber irgendwie ist er ja auch nicht nur eine Maschine. der Körper, irgendwie ist das ja auch so ein Quell an Sinnes, wie soll ich sagen, so Sinneseindrücken oder ein Quell an Sinnlichkeit in jeglicher Hinsicht. Sowohl was Romantisches vielleicht, aber eben auch einfach die Welt zu erspüren und zu erleben. Das war für mich eine große Erkenntnis. Ich mache etwas mit dem Körper. Das war echt interessant. Mein Umfeld wundert sich. Für mich war das so ein Augenöffner. Dass das mein Talent ist. mein... Wo ich mich wohlfühle. Ein Ausdruck. Es ist einfach mein Ausdruck.
Thomas: Aber gibt es bei dir auch ein Leben neben dem Sport, neben der Bewegung? Und wenn ja, wie sieht das aus?
Ana: Also Leben ist ja Bewegung, wenn es keine Bewegung gibt, ja, war es das dann auch mit dem Leben. Also ich habe darüber tatsächlich auch nachgedacht, weil du mich das im Vorgespräch auch gefragt hast und dann habe ich gemerkt, so, nee, eigentlich gibt es das nicht. Ich bin Das ist wirklich mein Ausdruck, also Ausdruck meiner inneren Wahrheit, so würde ich das sagen. Und ich weiß, dass einige schon versucht haben, mich da hinzukriegen, Mensch, Ana, jetzt bleib doch mal ein Wochenende auf dem Sofa. Jetzt einfach mal ein Wochenende chillen, Netflix gucken oder was anderes, einfach mal nichts tun. Also das schaffe ich nicht. Das sage ich nicht. Also ich sorge schon inzwischen dafür, dass ich auch mal so was Ruhiges mache. Ja, mal ein bisschen meditieren, mal atmen. Oder einfach mal den Geräuschen des Alltags lauschen, so ein bisschen innehalten. Aber, nee, das ist auf unterschiedliche Art und Weise in unterschiedlichen Facetten. ist das einfach total meins. Also ich hab's versucht. Ich hab tatsächlich eine Phase in meinem Leben gehabt, wo ich gesagt hab, nee, ich boykottiere jetzt und Volleyball und Sport, Leistungssport, nix. Ich mach gar nichts. Ja, das gab es tatsächlich, weil ich irgendwie dachte, wer bin ich denn noch? So. Das war auch die Phase, die Körpertherapie in mein Leben kam, aber auch das war ja mit Bewegung und über den Körper. Also die Antwort ist nein.
Thomas: Wenn du heute mal so zehn Jahre zurückschaust, was hat sich bei dir denn in den letzten zehn Jahren am meisten verändert?
Ana: Letzten zehn Jahre. Also ich bin ja jetzt 48 und das heißt 38. Ja, okay, also ich würde sagen, bin immer mehr in meinem Leben angekommen. Also ich habe viele Herausforderungen gehabt, habe viel so gesucht, so wo gehöre ich hin. Stadt oder Land, also sowas zum Beispiel auch. Und seitdem merke ich richtig jetzt mit 48 habe das Gefühl, ist es so richtig meine Zeit. Also ich bin, ich weiß, was ich mag und was ich nicht mag und was mir gut tut und nicht gut tut. ja, also und ich, ja. Ich merke gerade, ich muss da tatsächlich nochmal mehr drüber nachdenken. Also ich würde sagen, habe mich mehr aufgebaut. Mich als Mensch, als Ana. Dass ich mehr zu mir stehe, dass ich selbstbewusster bin. Sowas, würde ich sagen. Ja, habe mich mehr gefunden.
Thomas: Ist schon mal was Gutes.
Ana: Das ist schon mal was. Mir fällt gerade noch ein, ich habe mich schon früher tatsächlich sehr viel über Sport und Leistung identifiziert und dieses Besserwerden, höher springen, doller auf den Ball hauen. und ich bin jetzt ein bisschen tiefer, glaube ich, bei mir so eingetaucht. Mich mehr angenommen.
Thomas: Du hast ja Bundesliga gespielt. warst auf deutscher Beach Volleyball Tour und später sogar Weltmeisterin Ü40. Wann wurde aus ich spiele Volleyball plötzlich für dich Leistungssport? Wie war dein Weg dahin?
Ana: Das kam einfach... Also ich habe mit Volleyball wie gesagt schon im Garten gespielt mit meinen Brüdern, meinem Vater, das war irgendwie schon so, das gehörte dazu. Und erst in Deutschland mit 14 kam ich in einen Verein, weil es mir langweilig war nach der Schule. Also ich kam ja nach Deutschland mit 14, ich konnte kein Deutsch. Ich war erstmal in so einer Sprachklasse und dann kam ich... auf eine Hauptschule und hatte da dann Gott sei Dank auch eine ganz engagierte Lehrerin, gesagt hat, dieses Mädchen, die würde in ihrer Heimat irgendwie auch so viel erreichen quasi, also würde auch Gymnasium besuchen oder sowas. Also da war ich halt auch sehr schnell in der Schule und habe innerhalb von drei Monaten oder so schon Deutsch gelernt und konnte an der normalen Unterricht teilnehmen. Und dann war ich aber auch gelangweilt nach der Schule und da hat die Familie, die uns damals aufgenommen hat, gesagt, hier willst du nicht mal irgendwie im Verein was machen. Und dann habe ich so geguckt, was gibt es denn da? Ich so, ach Volleyball, das habe ich schon mal gemacht. Und dann mache ich mal das. Und so kam das. Dann habe ich gemerkt, ach Mensch, es macht Spaß. Ja, und hat auch gut geklappt. Und ich bin immer irgendwie relativ schnell immer so vorangekommen. Aber so wirklich zu sagen, so jetzt ist es Leistungssport. Ich habe das immer so umschrieben. Ich habe gesagt, ich will... Spiele gewinnen. Ich will nicht, dass wir einfach spielen, damit jeder spielt, sondern ich will die Spiele auch gewinnen und ich will in eine Mannschaft, die die Spiele auch gewinnen will. Und dann kam erst dieses Wort Leistungssport. Also es haben dann Trainer gesagt, okay, dann gehen wir da und da hin. Die trainieren leistungsorientiert. Ich so, okay, das nennt sich leistungsorientiert. Aber für mich ging es eher dieses einfach besser werden zu merken, irgendwie da ist was in mir und das will ich rausholen. irgendwann entstand der Wunsch in mir, ich will mal erste oder zweite Liga spielen, warum auch immer, das weiß ich nicht, das kam einfach. Ja und dann hat das Universum mir das scheinbar irgendwie auch alles geliefert. wurde ich zum Training eingeladen von der ersten Bundesliga in Hamburg und dann habe ich da auch einen Vertrag bekommen und konnte dann da spielen. ich wurde da dann auch tatsächlich, was mich selber auch gewundert hat, als Talent dann entdeckt, wie du hast erst mit 14 angefangen. da, ich dann den Vertrag gekriegt habe in dieser Bundesligamannschaft, das war dann so okay, jetzt. Jetzt ist es so richtig Volleyball und so richtig Leistungssport.
Thomas: Und was hat der Leistungssport dir gegeben? mental, psychisch, also für dein Leben?
Ana: Ja, ganz viel, unheimlich viel. Also ich kann jeden nur raten, mach Sport, mach Leistungssport. Also das ist auch Persönlichkeitsentwicklung natürlich. Teamwork, im Team, sich zurechtfinden. Da lernt man einfach alles fürs Leben. Frust, was ich schon sagte, auch so mit Frust umzugehen. mit deiner Ungeduld uns umzugehen. Ich bin so ungeduldig. Ich mag das gerne, wenn Dinge sich schnell entwickeln und wenn ich auch schnell mich entwickle. wenn das dann mal so stockt oder wenn es nicht so richtig vorangeht, da werde ich so richtig irgendwie grantig oder so. Und damit halt auch umzugehen. Mir hat das ganz viel Halt gegeben. Also wenn man sich das damals vorstellt, war ja so 16, 17, 18, 19, 20, das war so das Alter, wo ich dann intensiver Volleyball gespielt habe. Da war ja auch, müsste ich jetzt noch mal bisschen rechnen, da war ja auch noch Krieg, oder? Ich bin ja ein Kriegskind, ich bin ja als Flüchtling nach Deutschland gekommen und ich meinen Weg gesucht in Deutschland. Wir hatten ganz lange, acht Jahre, bis zum Abitur hatte ich nur so eine Duldung. Ich wurde geduldet in Deutschland, das war der Status. Das heißt, jederzeit konnte ich abgeschoben werden. Ich wusste nicht, wie lange kann ich überhaupt hier bleiben. Und der Sport hat mir ganz viel Halt gegeben. Gemeinschaft und Halt. Und hat mich zusammengehalten, könnte man so im Nachhinein sagen. Also und auch das Athleten-Mindset. Einfach wirklich in dem Moment sein. Dieser Ball jetzt zählt. Der letzte Ball zählt nicht mehr. Das ist schon vorbei. Ob man Fehler gemacht hat oder einen Punkt gemacht hat. Also immer wieder, okay, jetzt der nächste Ball zählt. Das übertrage ich auch aufs Leben oder versuche es immer. Es gelingt mir auch nicht immer.
Thomas: Für jemanden wie mich, jetzt versucht, dreimal die Woche ins Fitnessstudio zu gehen, sich so ein bisschen fit hält, spazieren geht, bisschen Fahrrad fährt. Wie ist das? Hattest du auch neben dem ganzen Training Angst, dass du irgendwas verpasst?
Ana: Ja, zwischendurch schon. Und dann habe ich gesagt, okay, dann gehe ich jetzt auch mal auf so eine Party. Und dann war ich da, aber es hat mich halt nicht so erfüllt. Also es hat mich nicht so erfüllt wie Training oder mit meiner Mannschaft unterwegs sein und was zu erleben. Also ich habe auch gerne zum Beispiel nach so einem Punktspieltag oder nach dem Turnier dann mit den Volleyballern auf eine Party. Das habe ich schon gerne gemacht und auch natürlich wieder gerne getanzt. wieder Bewegung. Aber jetzt, ich wusste tatsächlich nicht welcher Film im Kino läuft und habe dann schon mich gefragt, verliere ich vielleicht auch den Kontakt irgendwie zur normalen Welt. Aber... letztendlich habe ich dann später gemerkt, so nee, ich habe eigentlich nichts verpasst. Also ich hatte meine Leute, ich habe immer noch meine besten Freunde, ich habe welche tatsächlich, gar nichts mit Volleyball zu tun haben, aber die meisten sind immer noch in meinem Leben auch aus dem Volleyball und Beachvolleyball. Ja, das ist wirklich ein unheimlicher Schatz. Und ein Trainer noch hat immer gesagt, hat so ein Volleyball gezeigt und gesagt, schaut mal, dieser Ball kann zaubern. Überall wo ihr hinkommt, findet ihr Freunde. So, und das ist wirklich so. Ja, und es ist immer noch erstaunlich, wen man noch kennt oder wo man sich immer noch trifft und begegnet. so wie mit Maike, mit meiner Upline. Ja, also da kreuzen sich immer wieder die Wege, das ist ein unheimlicher Schatz. Nein, also das war ein Gewinn. Ich muss zugeben, zwischendurch habe ich schon damit gehadert und ich verpasse schon wieder irgendwie mehr Veranstaltungen oder Geburtstag meiner Nichte oder sowas. Ich musste zum Beispiel auch sehr darum kämpfen, dass ich zur Hochzeit meines Bruders fahren oder fliegen durfte, weil wir ein Punktspiel hatten. Also das war schon krass. Das habe ich mir dann aber auch erkämpft, aber ich bin wirklich wieder rechtzeitig zurückgeflogen, damit ich am Punktspiel teilnehmen konnte. Also ich meine, klar, ich habe ja auch einen Vertrag unterschrieben, ich kriege da ja auch etwas Geld dafür. Und trotzdem würde ich sagen, das ist ein unheimlicher Schatz und Volleyball gibt es immer noch in meinem Leben.
Thomas: Kommen wir mal so ein bisschen auf das Thema Heimat. Du kommst ursprünglich aus Bosnien und bist durch den Krieg nach Deutschland gekommen. Erzählt uns mal, was macht das mit einem Menschen, der plötzlich nicht mehr weiß, wo eigentlich sein Zuhause ist?
Ana: Also ich hatte, ne, ne, mit 14, da war das in Bosnien gerade so, ja, Jungs fingen an mich abzuholen und komm wir fahren mal ne Runde Fahrrad ums Dorf. Und dann landete ich, wir kamen ja erstmal nur eigentlich geplant, waren nur zwei Wochen über die Winterferien. Ich war da achte Klasse und Ja, und dann hat sich da ja alles irgendwie so gegeben auf dem Balkan, dass wir dann nicht zurück konnten. Also ich bin gekommen mit einer Sporttasche, natürlich für zwei Wochen. Ja, und dann hieß es, ja, na wir können ja drei Monate als Touristen ja erstmal hier bleiben, mach doch mal ein bisschen Schule lernen, ein bisschen Deutsch, das schadet ja nicht, noch eine Sprache zu können. Und dann... Dann fahren wir wieder zurück. In dieser Zeit hat sich so viel da ergeben, dass wir nicht zurück konnten. Dann saß ich da, dann war ich gestrandet sozusagen als junger Mensch mit 14. Ich wollte gar nicht hierbleiben. Ich wollte zurück zu meinen Freunden in meine Schule. Das fordert einem ganz schön was ab. Dann hieß es ja... Dann, wir haben dich in der Schule angemeldet, du gehst da jetzt am 13.01. Das weiß ich noch. 13.01. war dann statt in Bosnien wieder in meiner Klasse zu sitzen, saß ich dann in so einer Sprachklasse, wo ich kein Wort verstanden habe. Und ja, also das hat, ich weiß, dass ich dann später auch in der Schule mich auch wieder gefunden habe in so einem Text. Da war da hieß das so was wie und wenn ein Baum entwurzelt wird, dann wird nie mehr ein richtiger Baum draus. irgendwie so. war, ich kann das bestimmt noch nachtragen. Ich weiß nicht, Homo Faba oder so? Das ist doch so ein bekannter, ich komm jetzt nicht drauf. Das ist jetzt auch bisschen, ich komm da jetzt nicht drauf. Aber so hab ich mich gefühlt, entwurzelt und das Gefühl, es wird nie wieder ein richtiger Baum draus. Das hat es gemacht. mit mir.
Thomas: Du hast dann aber im Vorgespräch gesagt, dass du ganz schnell gelernt hast, dass dein Körper dein Zuhause ist. Was bedeutet
Ana: Mh.
Thomas: dieser Satz für dich?
Ana: Ja, um mich herum ist ja alles veränderbar. kann also in mir war immer so dieses, es kann von heute auf morgen, kann das weg sein. Und wo finde ich Halt? Wo finde ich Sicherheit? Ja, das hat mich ganz lange beschäftigt. ich habe das zwar im Außen schon so gelebt, das Volleyball oder eben diese Bewegung und sich spüren, die Muskeln spüren. Das hat mir diesen Halt gegeben, aber ich habe das noch nicht so für mich verarbeitet. Okay, das ist dann meins, das kam später. das war letztendlich doch ein langer Weg, das für sich zu erkennen. Mein Körper ist mein Zuhause und dieses Entwurzeltwerden oder Umziehen quasi tut nur das erste Mal weh. Das war so. Das war für mich so meine Erkenntnis. Es tut nur das erste Mal weh. Deswegen, jetzt seit ich in Deutschland bin, bin ich über 20 mal umgezogen. es war so, es hält mich dann quasi auch fast nichts irgendwie, dass ich sage, okay, da ist jetzt dieser Ort oder ich hänge jetzt an diesem Ort oder so. Wieder so unterschiedliche Lebensphasen bei mir, die dann das erfordern, dass ich mal in der Stadt wohne oder auf dem Land, Meer, in dem kleinen Städtchen Meldorf zum Beispiel. Das war auch eine ganz wundervolle Zeit. 11 Jahre war ich an einem Ort. Das ist wirklich, da kann sich Meldorf was darauf einbilden. Obwohl ich innerhalb Meldorf mehrmals umgezogen bin.
Thomas: Ich wollte gerade fragen, also wenn du elf Jahre in Meldorf gewohnt hast und jetzt 30 Jahre in Deutschland bist, dann waren das sehr umzugsreiche Jahre. Aber wenn du sagst, dass
Ana: Ja.
Thomas: du in Meldorf auch schon ein paar Mal umgezogen bist, dann...
Ana: Ja, genau.
Thomas: Relativiert sich das.
Ana: Da bin ich dann recht leichtfüßig. Wenn ich dann merke, etwas passt nicht mehr oder ich habe mich entwickelt, verändert und dann möchte ich auch gerne das anders dann zum Beispiel auch wieder im Außen gestalten.
Thomas: Hast du denn jemals das Gefühl gehabt, dass du angekommen bist? Irgendwo? Also für jemanden, der so oft umgezogen ist und auch damals sein Land verlassen musste, na klar, du warst sehr jung, aber hast du irgendwann diesen Moment gehabt, wo du für dich gesagt hast, ich bin angekommen?
Ana: Also es gibt vielleicht so Momente, wo ich dann denke, ach so, jetzt. Aber im Grunde genommen eigentlich nicht. jetzt, Moment ist es so, was ich eingangs gesagt habe, ich habe mich mehr angenommen, ich bin irgendwie mehr Ich oder das ist vielleicht auch einfach dieses Alter, ne, mit 48 oder so. Carl Gustav Jung hat auch gesagt, dass man die ersten 40 Jahre eigentlich eher noch so sucht und lernt und dann die zweiten 40 Jahre, dann ist man der Mensch, man eigentlich ist. So und so fühlt sich das für mich an. Dass ich jetzt quasi so in mir angekommen bin, aber jetzt an einem Ort oder so. kann ich das nicht wirklich festmachen. ja, Meldorf hat mir schon sehr viel Erdung gegeben. Also das habe ich auch immer gesucht aufgrund meiner Geschichte, so wirklich dieses, wo gehöre ich hin und ankommen. Da war das so, das waren aber auch die Menschen, die so sehr verbindlich waren und die sehr auch selber geerdet waren und aufgeregt. Und da war ich so verbandelt im Ort und mit den Menschen. Ich habe da auch viele Kurse gegeben und Pilates und Trampolin und habe da auch, was ich halt zu geben habe, gegeben und reingetragen. Ich hatte da meine Praxis für Körperpsychotherapie. Ich habe da den Ort mitgestaltet. das war vielleicht so ein Ankommen im Außen, aber innerlich war ich eigentlich immer wie auf der Suche. Und jetzt tatsächlich kommt so was wie aha jetzt irgendwie aber vielleicht einfach weil ich mich gefunden habe oder immer mehr finde, dass es so ein Gefühl ist von vielleicht vielleicht jetzt vielleicht kommt jetzt die Phase ich bin angekommen mal schauen
Thomas: Ja, bleibt da so spannend.
Ana: Ja, ja.
Thomas: Kommen wir mal zum Thema PM.
Ana: Ja, da kribbelt es gleich. Das ist echt verrückt.
Thomas: Du hast erzählt, du warst fast zwei Jahre lang stille Beobachterin.
Ana: Ja.
Thomas: Warum hast du dich so lange nicht drauf eingelassen?
Ana: Aus unterschiedlichen Gründen. Einmal war ich so sehr in meinem Ego, dass ich so gesagt habe, das brauche ich nicht. Also ich habe so viel Leistungssport gemacht und ich habe nie irgendwelche Supplements oder so genommen. Dann hatte ich auch negative Äußerungen gehört über über, sagen wir, FitLine,
Thomas: Ja, darfst du.
Ana: da waren dann so kritische, sage ich mal, Äußerungen von Personen, denen ich vertraut habe und wo ich dann gesagt habe, nee, dann will ich das auch nicht. ja, das war, letztendlich hat diese eine Person mich da so muss ich sagen, abgehalten, das auszuprobieren, weil ich ihr vertraut habe und weil sie eben diese so drei, vier Sachen gesagt hat, wo ich gesagt habe, okay, nee, dann ist es wohl nichts. Also jetzt im Nachhinein wünschte ich, ich hätte es früher einfach für mich ausprobiert. Hinterher ist man ja immer schlauer.
Thomas: Mhm.
Ana: Aber ja, also das waren letztendlich andere. andere Meinung oder so, auf die ich vertraut habe.
Thomas: Und was hat dich letztendlich dann doch dazu gebracht, irgendwann zu sagen, jetzt bilde ich mir meine eigene Meinung?
Ana: Ja, also ich hatte so große Herausforderungen letztes Jahr und der Leidensdruck war dann wohl einfach so groß und ich war verzweifelt und ich keine Lust, alle möglichen Ärzte, Ärztinnen abzuklappern oder irgendwie irgendwelche Therapie oder so anzufangen, da habe ich gesagt, okay, jetzt probiere ich das und wenn dann noch was übrig ist, kann ich ja immer noch zum Arzt gehen. Aber ich versuche jetzt erstmal so eine leichte Lösung. Und dann habe ich gesagt, okay, mich nervt das hier alles, dass die einen sagen das, die anderen sagen jenes. Da möchte ich jetzt einfach mal, also es war einfach so ein Entschluss, ich bilde mir jetzt einfach meine Meinung. Unabhängig davon, was rum erzählt wird. Das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Einfach mal zu sagen, ich teste das oder erforsche das. Nicht nur, dass ich das einnehme, sondern auch insgesamt. Ich gucke mir das jetzt alles an und spüre mal rein, was mein Körper dazu sagt. wie er reagiert.
Thomas: Wann war der Moment, wo du dann festgestellt hast, hier verändert sich was?
Ana: Als ich da die Produkte genommen habe, meinst du? Das kam relativ schnell bei mir. Also mein Körper scheint nur darauf gewartet zu haben. Also ich glaube, dass ich schon nach zwei Wochen gemerkt habe, boah, so meine Augen gingen morgens auf und ich so, ich habe mich erholt. Ich habe erholsam geschlafen. Boah. Also das war ein geiles Gefühl. Also da habe ich gedacht, Wahnsinn, da passiert ja was. Und etwa ein Jahr zuvor, ein Jahr etwa, hatte ich so große Herausforderungen mit dem Schlaf. Sowohl einschlafen als durchschlafen oder morgens aus dem Bett kommen und in den Tag starten und ich liebe... das Leben, ja, und ich kam nicht aus dem Bett. Das war für mich, also das hat mich ganz schön auch aus der Bahn geworfen, das zu spüren. Ich, die sich eigentlich morgens auf den Tag normalerweise freut, dann nicht aus dem Bett kommen und dann wieder diese zwei Wochen, eine Tüte morgens, eine Tüte abends und dann Er holt auf Wachen da habe ich gedacht, boah, yes! Ups, sorry. Das ist...
Thomas: ist schon manchmal echt bisschen strange, was so eine Kleinigkeit letztendlich dann im Körper bringen kann.
Ana: Ja, also das war wirklich wie Zauberei. ja, ich konnte es selber nicht fassen. Also manchmal denke ich auch jetzt noch, also es ist noch gar nicht so lange, das war ja September letztes Jahr, denke ich immer noch, nicht dass das wieder weggeht, dieses Gefühl, So, vielleicht war das nur eine Einbildung oder? Vielleicht wirkt das nur kurzzeitig und dann gewöhnt sich mein Körper dran und dann funktioniert das nicht mehr oder so.
Thomas: Du hast dann ja, also gerade gesagt, du hast im September gestartet die Produkte zu nutzen und hast dich dann schon im November dazu entschieden das Business zu machen. Du hast
Ana: Ja.
Thomas: im Vorgespräch erzählt, dass du einen Monat später schon die Position des IMMs erreicht hast. Woher kommt dieser Ehrgeiz? Was war der Grund dazu?
Ana: Also die Produkte haben ja bei mir so richtig gezündet und ich habe auch schon etwas länger nach etwas gesucht, wofür ich brenne, wofür ich es so richtig brenne. Und das hat dann so gezündet und dann habe ich so gemerkt, boah, Das ist es, das ist es. Auch als ich auf dem Power Day in einem Saunen war und dann diese Menschen da erlebt habe und mein Körper war nur am irgendwie vibrieren und jetzt auch jetzt habe ich auch wieder Gänsehaut und ich habe so geweint vor Rührung und da habe ich gemerkt, das ist alles echt und ja und habe da einfach diese Chance erkannt. Also ich habe Ich ganz viel schon probiert in meinem Leben, wie gesagt, diese Selbstständigkeit mit meiner Praxis oder Kurse aufnehmen, online. Ich wollte mich befreien aus dem Hamsterrad und wollte nicht Zeit gegen Geld tauschen. Ich habe irgendwie vieles schon probiert, auch einige Workshops gemacht und so weiter. Wie schaffe ich das, dass ich ... Teilzeit arbeite, aber Vollzeit verdiene. Also das war so. Und da habe ich das jetzt geschnallt. Das ist es. Das kann man hier mit PM machen. Und ich wusste das zu schätzen, weil ich eben diese anderen Modelle schon durchprobiert habe. ich habe auch ein Trampolin-Business aufgebaut. Ich habe ja erstmal so viel Geld investiert in die Trampoline. So ein Trampolin kostet 1000 Euro. Ich hatte selber 11 Stück. Und dann noch zusätzlich noch Redondo-Bälle, Therabänder, Gymnastik-Stäbe, Kurzhanteln. Ich habe ein kleines quasi Fitnessstudio. So und hier kann ich mit einem Optimal-Set und es ist alles da. Ich muss eigentlich auch nicht meine eigene Website bauen, die habe ich ja auch. Also und zahle auch immer noch monatlich was dafür. Das hat total bei mir Klick gemacht und natürlich dieses Athleten-Mindset, wenn ich dann merke, ich brenne für was, dann geht es los. Dann zündet das halt auch da einfach.
Thomas: Du hast ja ein Ziel. warum... Also du hast ja gestartet und hast mit Maike ein Thema gehabt. Warum hast du dann im Dezember so durchgestartet?
Ana: Das, genau! also meinen ersten Power Cocktail habe ich am 9.9. mit Maike getrunken, letztes Jahr. Und ich war hier zu Hause, ich stand auf meinem Trampolin und Maike war in Kroatien. So. Und dann haben wir angestoßen und waren selber so berührt davon, wir haben gespürt, irgendwas Magisches passiert hier, irgendwas... Irgendwas beginnt hier. Auch wieder Gänsehaut. Und dann hat sie in dem Zuge erst geschnallt, dass ich einen Bezug zu Kroatien habe. Und dann meinte sie, das ist ja verrückt und ja, komm nächstes Jahr bist du dann auch in Kroatien. Ich hab dann auch gesagt, ich will auch nächstes Jahr direkt nach Kroatien und nicht erst übernächstes Jahr. Und das war so der Ansporn und dafür musste ich ja in Dezember IMM werden, damit ich schon mal mir diese Chance offen halte. Man muss den dann ja noch bestätigen und so weiter, aber erstmal die Qualifikation. Das kenne ich ja aus dem Sport, qualifizieren. Man muss sich für ein Turnier qualifizieren. Das war der große, große Ansporn für mich. Einfach nach Kroatien. zu fahren mit dieser Community. Ich bin ja sowieso eigentlich jedes Jahr in Kroatien, aber jetzt in diesem Zusammenhang mit den tollen Menschen und auch mit diesen, ich habe das geschafft, das hat wirklich so diesen Kick gegeben, sich neben dem Fulltime-Job sich da nochmal hinzusetzen, mit Menschen telefonieren. sich alles aneignen. Das hat mich irgendwie auch wieder das Business quasi überholt oder das Leben mich so überholt. habe gar nicht alles geschafft. Ich habe, muss ich jetzt mal zu meiner Schande gestehen, immer noch nicht die Saga-App durchgearbeitet, weil das war keine Zeit. Die Leute wollten alle FitLine. Da musste ich erst mal lernen, wie registriere ich Leute. Ja, das hat richtig die Rakete ist dann richtig abgehoben.
Thomas: Ja, IMM wird man ja nicht einfach so. Wie
Ana: Nee?
Thomas: hast du es gemacht? Also innerhalb von wenigen Wochen diese Position zu erreichen, da gehört ja ein bisschen was zu.
Ana: Ja. Ja.
Thomas: Nimm uns mal mit. Wie bist du an die Sache für dich
Ana: Ja.
Thomas: rangegangen und wie hat das Ganze dann gefruchtet?
Ana: Also ich habe im Oktober, ich glaube genau im November hatte ich einen Bonus von 200 Euro, also im November war auch schon, ich weiß nicht ob das Sales Manager oder keine Ahnung, aber genau im Dezember dann IMM. Wie ich gestartet bin, ich habe einfach gemerkt, das muss unter die Leute. Mein erstes Ziel war, eigenen Produkte und die meiner Tochter zu refinanzieren. Das war so der erste Ansporn. Und dann habe ich erstmal Menschen angerufen, wo ich dachte, die möchte ich gerne dabei haben. Ich habe Menschen angesprochen aus meinem Umfeld, die wollte ich auch wirklich als Teampartner haben. Ich bin erstmal tatsächlich auf Teampartner so losgegangen. habe gesagt, ey, geil. lass uns das Business gemeinsam machen. Ich will mit dir auf dem Weg. Ich habe auch so eine Vision, dass ich so meine Menschen habe und wir laufen so gemeinsam und bauen eine neue Welt. Also das war schon immer, nicht schon immer, sondern auch in den letzten Jahren so was wie, ja. Und das habe ich so in mir getragen, wenn ich die Menschen angesprochen habe. Und einige haben gesagt, ja, mache ich mit. passt für mich auch. Einige haben auch gesagt, nee, ich teste nur die Produkte oder so. Aber einmal bin ich wirklich ganz aktiv auf Teampartnerjagd gegangen, Menschen, die mit mir das Business aufziehen wollen. Dann habe ich auch geguckt, so, kenne halt viele Menschen dadurch, dass ich schon viele Kurse gegeben habe. Über die letzten Jahre kenne ich schon so bisschen ihre Themen. Und ich weiß, dass ich damals schon gedacht habe. wenn ich meinen Trampolin Kurs durchgeführt habe und die Leute haben gesagt, ich habe so Krämpfe oder so, ich hatte nichts, außer ja, den mal ein bisschen und ein bisschen Magnesium hatte ich nicht. Und die habe ich dann zum Beispiel auch jetzt kontaktiert. Also ich habe schon ein Fundus, sag ich mal, schon an Menschen, die ich mir über die Jahre durch meine Arbeit auch und durch mein sein in der Welt über die Bewegung aufgebaut habe und die habe ich kontaktiert in erster Linie. also Maike hat gesagt, ruf sie am besten alle an und dann habe ich das gemacht, obwohl ich tatsächlich selber nicht so gerne telefoniere. Das kostet mich Überwindung. Ich schicke lieber WhatsApp Nachrichten oder so. Ja, so habe ich das gemacht. Dann einfach, was die Upline sagt. Ja, dann halt. Sie weiß ja, sie ist ja da, wo ich hin will und wir wollen noch weiter gemeinsam. Also habe ich das gemacht. Mit Menschen gesprochen, angerufen. Mit Begeisterung auch aus diesem Feuer heraus. Ja.
Thomas: Was fällt dir schwerer, Menschen mitzuziehen oder die Geduld zu haben?
Ana: Menschen mitziehen, das hat ja auch was mit Geduld zu tun. Also Geduld haben fällt mir schwer. Also für andere Menschen habe ich mehr Geduld, also sonst wäre ich auch nicht Bewegungstherapeutin oder auch Trainerin, da muss man auch ganz viel Geduld haben, jemandem zum Beispiel eine bestimmte Bewegung beizubringen oder so. Aber Menschen mitnehmen. Ja, da gehe ich halt einfach voran und gucke, wer mitkommt.
Thomas: Wenn jetzt jemand gerade zuhört, der das Gefühl hat, sich selbst verloren zu haben, was würdest du dieser Person sagen?
Ana: Also, was sonst? Als Bewegungs- und Körpertherapeutin würde ich erstmal sagen... Bewege dich ein bisschen, spüre dich ein bisschen, erde dich, vielleicht einfach bisschen stampfen, schütteln. Trampolin ist auch ein super probates Mittel, bei sich anzukommen. Da schwingt jede Zelle. Keiner kann sich der Schwerkraft auf dem Trampolin entziehen. Das ist ja ein Spiel mit der Schwerkraft und das heißt, jede Zelle schwingt mit. Und das ist so eine gute Möglichkeit bei sich anzukommen, sich erstmal zu spüren. Also wirklich auch in die Stille gehen, in die Ruhe auch gehen und nach innen fragen. Und dann kommen meistens schon so ein paar Antworten. Manchmal kommt sowas einfach wie, ja, jetzt gerade kannst du nichts tun. schlaf jetzt einfach und dann schaust du morgen. Also ich würde da wirklich empfehlen über den Körper wieder sich zu finden, weil im Körper alle Antworten stecken. Der Körper hat alles, ja wir haben alles in uns und wir kommen dahin über den Körper.
Thomas: Ich stelle direkt die nächste Frage, die auch glaube ich in die gleiche Richtung geht. Und zwar sind das die obligatorischen drei goldenen Nuggets. Also die drei Dinge, die du jedem Menschen mitgeben würdest. Was wäre das?
Ana: Setz alles auf eine Karte und die Karte bist du. Also setz alles auf dich. So, das ist mir wirklich in meiner großen Herausforderung, die ich hatte, also dieser schwere Schicksalsschlag jetzt, der letzte schwere Schicksalsschlag von einigen, wirklich klar geworden. Ich habe anderen viel mehr so Credits gegeben als mir selber. Ich habe auf andere gesetzt und habe irgendwie gedacht, denen mache ich das oder mit denen baue ich das und das auf oder so und habe mir nicht so viele Credits gegeben. Also deswegen setz alles auf eine Karte und diese Karte bist du selber. Also setz alles all in auf dich. Dann habe ich auch gelernt und lerne auch immer mehr. nichts persönlich zu nehmen. Also... Also es hat einfach wirklich gar nichts mit mir persönlich zu tun. Jetzt bei PM, ob jemand nein sagt, ob jemand ja sagt. Also das waren jetzt auch für mich so große Learnings. Als ich angefangen habe, war das schon manchmal schmerzhaft, wirklich eine meiner besten Freundinnen dann weder was liket, was ich poste vom Business, noch irgendwie überhaupt sich das anhören will oder sagt, ich bin jetzt hier nur bei so einem Verkaufskanal gelandet. Ich will ja meine Ana erleben und ich denke, ja, deine Ana baut sich gerade ihr Business auf. Das hat schon auch wehgetan und dann habe ich aber immer mehr gemerkt, die haben auch ihre Themen damit. Also es hat wirklich nichts mit mir persönlich zu tun. Und das gibt einem enorm Freiheit. Also nichts persönlich nehmen. Das wäre also mein zweiter Golden Nugget. Und auf der anderen Seite passt vielleicht auch dazu. Ja, in die ähnliche Richtung auch. Das ist mir ganz wichtig, dass ich das, was ich vorhin aufgeschrieben habe, Es hat nicht alles mit dir zu tun. Ich habe mitbekommen, jetzt bei PM, dass es häufig heißt, auch bei der Persönlichkeitsentwicklung oder die Menschen, das ist ein Spiegel oder da musst du wohl noch irgendwas lernen oder so. Da möchte ich, das ist mir ganz wichtig, das auch noch mal reinzubringen. Es gibt auch einfach Menschen, die doof sind und die dir schaden. oder schaden wollen auch. Und das heißt nicht, dass du nochmal mehr wieder in dich hineinhorchen musst und noch mehr an dir arbeiten musst. Weil das ist der Fehler, ich auch, also für mich ist es im Nachhinein Fehler. Ich hätte viele Situationen viel früher verlassen müssen. Ich habe mich so abgerackert, gerade auch als Therapeutin, wo ich denke, ja und ne. Ich habe da wohl noch ein Thema und das muss ich noch aufarbeiten. wirklich das auch im Hinterkopf behalten. Es gibt einfach böse Menschen und toxische Menschen oder toxische Situationen und das hat nichts mit dir zu tun. Da musst du es nur erkennen und diese Situation verlassen und dich abgrenzen. Also Abgrenzung. Megathema. Abgrenzung. Ja. Ja, genau, nicht persönlich nehmen und Abgrenzung. Ja. Ja.
Thomas: Also ich persönlich musste mir jetzt das erste Nuggets auf jeden Fall aufschreiben,
Ana: Mmh.
Thomas: weil das finde ich gerade für mich persönlich sehr sprechend. Also setz alles auf eine Karte und das bist du selber. Das hat mich jetzt persönlich gerade etwas berührt und deshalb musste ich mir das mal aufschreiben.
Ana: Schön, das kreut mich. Danke, dass du das sagst.
Thomas: Ja, gerne. Kommen wir zum Schluss. Schon ist gut.
Ana: So, schön!
Thomas: Und das ist meine obligatorische Frage zum Schluss. Wo siehst du dich in einem Jahr als Mensch?
Ana: Hmm. als Mensch, also... Ich möchte in einem Jahr auch innerlich da ankommen, wo ich wahrscheinlich äußerlich schon viel, glaube ich, ausstrahle. Also ich bin eine große Frau, ich bin 1,81, ich bin meistens gut gelaunt, ich strahle und bin stark und bin... resilient. Aber innerlich bin ich ja bin ich noch nicht so da. Also ich ich möchte noch selbstbewusster sein, ich möchte mich innerlich selber noch mehr wertschätzen. So ein Gefühl wirklich von Queen. I'm the Queen. Ich habe immer noch sehr viele Zweifel an mir und da möchte ich in einem Jahr noch, wie nennt man das denn, einfach noch ein stärkeres Selbstwertgefühl, Selbstwertschätzung mir gegenüber haben. Vertrauen, mir noch mehr Vertrauen.
Thomas: Ein schönes Vorhaben.
Ana: Danke.
Thomas: Und wir wären am Ende. Wir sind am Ende angekommen.
Ana: Wir sind am Ende.
Thomas: Ich danke dir vielmals für diese Stunde, die wir zwei jetzt gut verbracht haben. Ich hoffe, dir hat es gefallen.
Ana: Vielen Dank. Es war eine neue Erfahrung und es ist schon wirklich aufregend, so als Mensch mit den eigenen inneren Erkenntnissen gefragt zu werden. Es geht wirklich mich. Vielen, vielen Dank dafür.
Thomas: Sehr gerne. Ja, vielen lieben Dank, dass du da warst und ich denke mal, wir werden uns mit Sicherheit das eine oder andere Mal nochmal über den Weg laufen und
Ana: Auf jeden Fall.
Thomas: ja, bis dahin eine sehr schöne und erfolgreiche Zeit wünsche ich dir.
Ana: Vielen Dank, das wünsche ich dir auch und ich hoffe, ist etwas dabei, dass die Zuhörer und Zuhörerinnen profitieren können für sich.
Thomas: Genau und an euch möchte ich mich auch jetzt noch mal Vielleicht ist es die erste Folge von LeichtLos, die ihr gehört oder gesehen habt. Vielleicht seid ihr jetzt auch schon ein bisschen was länger dabei. Das freut mich natürlich umso mehr. Nicht desto trotz hast du mit Sicherheit jemanden bei dir im Umfeld, wo du sagst, diese Person müsste unbedingt mal hier seine Geschichte erzählen Ja, deshalb möchte ich dich dazu bitten, dass du dich doch bitte bei mir meldest und mir diese Personen einfach mal vermittelst. Und ja, ich würde dann gucken, ob das mit uns passt und wie die Geschichte aussieht und würde mich dann sehr freuen, diese Personen dann in nächsten Folge begrüßen zu dürfen. Bis zur nächsten Folge. Vielen Dank fürs Zuhören oder Zuschauen. Auf Wiedersehen.
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