Eine schiefe Wirbelsäule ist mit neun Jahren noch kein Drama, sondern ein Termin. Dann der nächste. Orthopäden, Fachkliniken, Physiotherapie, dazu Ballett und Schwimmen, um die Krümmung in den Griff zu bekommen. Mit zwölf wird Jasmin an der Wirbelsäule operiert — über 26 Jahre ist das her. Sie möchte heute nicht wissen, wie sie ohne diese Operation dastehen würde.
Was danebenherlief, war die Schule. Dinge, die sie nicht mitmachen konnte. Blicke, weil ihr Körper anders aussah. Sätze von Menschen, die sie für Freundinnen gehalten hatte. „Sobald ich aus der Schule nach Hause kam, ja, bin ich dann halt auch angefangen zu weinen“, erzählt sie. Der Panzer, den sie sich dagegen zugelegt hat, kommt im Gespräch mehrfach vor — auch Jahrzehnte später.
Beruflich steht sie heute auf der anderen Seite: seit über 20 Jahren medizinische Fachangestellte, 16 Stunden die Woche in einer Praxis. Dass sie sich bei einer Blutabnahme zwei Minuten mehr Zeit nimmt, ist keine Haltungsfrage, sondern Erfahrung: Sie hat Untersuchungen erlebt, bei denen es zack, zack gehen musste und die Medikamente noch gar nicht wirken konnten.
Der zweite Bruch kommt nach der Geburt ihres zweiten Sohnes. „Ich konnte das Kind nicht in eine Trage tragen. Das ging halt einfach nicht. Ich hab das körperlich nicht geschafft. Ich saß jeden Mittag da nachmittags und habe vor Schmerzen wirklich geweint und ich wusste nicht, wie es weitergehen sollte.“ Die Klinik, in der sie als Kind operiert wurde, macht ein Angebot, dessen Erfolg ihr niemand zusagen kann. Sie lehnt ab und geht zurück in die Physiotherapie und ins Krafttraining — angefangen mit 10 bis 15 Kilo, heute vier- bis fünfmal die Woche.
Der zweite Teil der Folge handelt von ihrem Nebengeschäft mit FitLine und PM-International: vom ersten Kontakt an Silvester über den Gegenwind in der eigenen Familie bis zu dem Monat, in dem sie 15 Menschen gewann und im Folgemonat acht oder neun wieder verlor. Ihre Reaktion darauf hat sie nicht geglättet: „Das kann ja gar nicht funktionieren. Gott, wo habe ich mich da hin verrannt?“
Über den Einzelfall hinaus interessant ist die Folge, weil sie zwei selten gemeinsam erzählte Dinge zusammenbringt: einen Körper, der seit der Kindheit Bedingungen stellt, und eine Frau, die beruflich täglich mit den Körpern anderer arbeitet. Gelöst ist nichts. Die Rückenkurse sind ein Vorhaben, und für das kommende Jahr wünscht sie sich, dass es finanziell „ein bisschen stabiler“ wird.
*Gesundheitliche Aussagen in dieser Folge sind persönliche Erfahrung, kein medizinischer Rat.*
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Kapitel
Aus den Fragen im Gespräch abgeleitet.
Transkript
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Thomas: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von LeichtLos. Schön, dass du heute wieder dabei bist. Egal ob du gerade im Auto bist, beim Spazierengehen, im Gym oder auf dem Sofa liegst. Oder halt irgendwo anders im Alltag bist. Hier geht es nicht um den perfekten Lebenslauf, große Bühnen oder Menschen, die schon längst am Ziel angekommen sind. Hier geht es um echte Geschichten, ⁓ Menschen mitten im Leben. ⁓ Zweifel, Veränderungen, kleine Siege und den Weg Und genau deshalb freue ich mich, dass du heute wieder dabei bist. Los geht's! Manche Menschen kämpfen nicht gegen das Leben. Sie kämpfen jahrelang gegen den eigenen Körper. Nicht, weil sie ihn hassen, sondern weil sie früh gelernt haben, dass dieser Körper irgendwie anders ist, dass er auffällt, er Grenzen setzt und dass er Dinge nicht einfach so mitmacht, wie man es gerne hätte. Mein heutiger Gast kennt genau dieses Gefühl. Sie ist Mama von zwei Jungs, Ehefrau arbeitet in einer Arztpraxis, steht regelmäßig am Fußballplatz, liebt Sport und baut sich nebenbei ihren eigenen Plan B auf. Aber das ist eine Oberfläche. Denn hinter dieser ehrgeizigen, disziplinierten, manchmal ungeduldigen Frau steckt eine Geschichte, die viel früher beginnt. Mit einer Wirbelsäulen-OP, mit einem Korsett, mit Einschränkungen, mit dem Gefühl, nicht richtig dazuzugehören. Und mit einer Schulzeit, über die man vermutlich nicht einfach mal eben spricht. Im Vorgespräch habe ich gemerkt, Jasmin ist nicht einfach jemand, der Gesundheit wichtig findet. Sie ist jemand, der am eigenen Körper lernen musste, wie wertvoll Gesundheit, Bewegung und eigene Verantwortung wirklich sind. Und vielleicht ist genau das der spannende Punkt an dieser Folge. Ich freue mich sehr, dass du heute da bist. Herzlich willkommen, Jasmin.
Jasmin: Ja, danke schön, lieber Thomas, für deine Einladung, hier in deinem Podcast sprechen zu dürfen. Und genau, auch ein herzliches Hallo an alle Zuhörer.
Thomas: Jasmin, wenn man dich im Alltag erlebt, bist du eher Team erst machen, denken oder Team ich hab schon drei Pläne im Kopf bevor andere überhaupt loslegen?
Jasmin: Ich bin auf jeden Fall, ich habe einen Plan im Kopf. Ich brauche Struktur im Alltag, ansonsten funktioniert das nicht. Also dieses Unvorhergesehen ist überhaupt nicht mein Ding. Also ich brauche einen klaren Tagesplan.
Thomas: Du bist ja Mama von zwei Jungs und hast im Vorgespräch erzählt, dass du am Fußballplatz inzwischen auch ordentlich mit Fieberst. Wie laut wird Jasmin, wenn sie ihre Jungs auf dem Platz sehen.
Jasmin: Also am Anfang war das immer erst, ich weiß nicht ob wir können, aber mittlerweile feuern wir unsere Jungs tatkräftig an, also den Kleinen beim Fußball, den Großen beim Schwimmen. Und meine Philosophie im Leben ist halt immer, wenn man irgendwas macht, man möchte ja, ich sag mal auch gewinnen und dementsprechend dürfen auch alle Teams immer sehr lautstark von uns angefeuert werden, um ihr Bestes rauszuholen.
Thomas: Ja, ich habe jetzt schon viel von dir preisgegeben in der Einleitung, aber trotzdem, für alle, die dich noch nicht kennen, wer bist du als Mensch, als Mama, als Frau mitten im Leben?
Jasmin: Genau, also ich bin Jasmin, ich bin 38 Jahre jung, verheiratet, habe zwei Jungs, die sieben und fünf Jahre alt sind. Vom Beruf bin ich medizinische Fachangestellte, schon seit über 20 Jahren und genau, habe mir jetzt auch einen Plan B erarbeitet, aber da kommen wir dann gleich später noch drauf. Genau, meine Hobbys sind der Sport, ich liebe die Bewegung, male auch, bin sehr kreativ noch. und verbringe sonst die Zeit mit meiner Familie, mit den Kids, beim Sport, beim Fußball oder im Schwimmen. Also bei uns ist immer Action angesagt.
Thomas: Und du hast dich im Vorgespräch beschrieben als ehrgeizig, diszipliniert, ungeduldig, liebenswert und Familienmensch. Welcher dieser Werte beschreibt dich aber am besten?
Jasmin: Ich bin absolut diszipliniert. Es gibt für mich, ohne Disziplin funktioniert mein Tag nicht. Ich hatte das jetzt auch am Wochenende. Es ist einfach diese Struktur von, ich sag mal, morgens der Sport, auch die Zeit mit den Kindern. Ich plane mir das ganz bewusst ein, strukturiere meinen Tag und wie gesagt, also Disziplin, das ist das, was mich am besten beschreibt.
Thomas: Und ich gehe mal davon aus, dass dein Alltag dann sehr, sehr strukturiert ist. Wie sieht dein Alltag denn aus zwischen Kindern, Praxis, Sport und dem Plan B?
Jasmin: Genau, also meistens morgens stehe ich immer so eine gute dreiviertel Stunde vor den Kindern auf, dann wird halt erstmal alle Sachen für die Schule und für den Kindergarten vorbereitet und bis die Kids dann aus dem Haus sind, entweder fahre ich dann selber Richtung Praxis oder wenn ich einen freien Tag habe, also ich bin 16 Stunden in der Praxis tätig, das heißt ich habe zwei Tage in der Woche frei, wird entweder morgens das Sportprogramm absolviert oder es folgt dann halt am Abend. mit irgendwelchen Kursen, die ich jetzt im Studio immer gerade so aktuell mir aussuche. Genau bis zum Vormittag, ich sag mal so oder mittags so 12, 1 Uhr habe ich dann die Zeit für mich. Genau, bin ich in der Praxis, wird natürlich da gearbeitet und unseren Patienten geholfen und bin ich halt zu Hause heißt es nach dem Sport halt ein wenig Hausarbeit und Teamaufbau. Und dieser Teamaufbau sieht dann meistens so aus, dass ich Ja, Kontakte mache, dass ich mit Leuten ins Gespräch komme über unsere einzigartige Möglichkeit, dass wir im Team betreuen, wo gerade der Schuh drückt, planen Info-Abende, ja, Vital-Abende, wir füllen oder wir beraten Leute im 1 zu 1-Gespräch, also immer so, was gerade so am Tag anfällt. Genau, und der Nachmittag ist dann halt für die Kinder reserviert. Da geht es dann auf den Spielplatz oder jeden Hobbys wird halt nachgedacht. Man spielt auch sehr gerne Taxi als Mama, ich glaube, da können viele Recht geben. und am Abend ist dann meistens immer Familienzeit. Wenn man dann von der Arbeit kommt, dann wird noch was gemeinsam mit den Kids gemacht. Genau, danach geht's ins Bett und abends ist dann meistens auch wieder Team Zooms angesagt, wo die nächsten Incentives geplant werden. Genau, das ist so mein Alltag.
Thomas: Das klingt sehr vollgepackt. Was würde ich denn über dich lernen, wenn ich einen Tag lang dir über die Schulter gucken würde?
Jasmin: Ciao! Ja, also dass er halt diszipliniert und durchstrukturiert ist, dass ich mit unheimlich viel Ehrgeiz daran gehe, aber auch, dass mein Team von mir absolute Rückendeckung bekommt. Also wenn irgendwo mal Herausforderungen sind, sei es mit Kunden oder es keine Ideen gibt, dass ich da eigentlich zu 100 Prozent stehe und sie begleite, unterstütze und dass man sich halt auf mich verlassen kann.
Thomas: Du hast früher erlebt, dass dein Körper nicht einfach funktioniert. Wann hast du zum ersten Mal gemerkt, ich bin irgendwie anders als die anderen?
Jasmin: Das habe ich mit ca. neun Jahren festgestellt, als ich die ersten Untersuchungen oder sehr viele Arztbesuche anstanden. Für alle, die es noch nicht wissen, ich habe eine Skoliose. Das ist quasi eine Verkrümmung der Wirbelsäule. Bei mir war es in Kindheitstagen so, dass es nicht eine leichte Krümmung war, sondern dass die schon sehr schief war. Meine Eltern mit mir Ja, zu sehr vielen Arztpraxen, Orthopäden, Fachkliniken gefahren sind, aber auch sehr viel Physiotherapie bei mir im Alltag stand. Ich habe es immer damals noch versucht, mit Ballett oder mit dem Schwimmen auch, ich sag mal, in den Griff zu bekommen. Genau, aber so im Alter von neun Jahren ist der Prozess quasi so in die Wege geleitet worden. Genau.
Thomas: Du hast gesagt, du hattest Wirbelsäulen-OPs, musstest ein Korsett tragen, hattest starke Einschränkungen in der Schulzeit. Was hat das damals mit dir gemacht?
Jasmin: Es hat halt unheimlich viel mit mir gemacht, dass ich halt anders bin, anders war als meine Mitschüler. Es waren halt immer so Sachen, dass ich gewisse Sachen nicht mitmachen konnte, dass ich Hilfe, Unterstützung halt im Alltag auch gebraucht habe. Und ich sag mal, die OP ist dann mit zwölf hat die stattgefunden. Das ist jetzt über 26 Jahre her und genau auch so diese dass man halt Sachen nicht mitmachen konnte, dass man halt auch anders aussieht. Es gab Blicke nachher, weil mein Körper natürlich auch dementsprechend anders aussah. Ja, das war eigentlich so dieser Kernpunkt. was es dann letztendlich mit mir gemacht hat, halt, ich sag, ja, Trauer, Enttäuschung, Wut auch, warum mir das Ganze hier passieren muss, warum ich nicht einfach normal sein kann, so wie alle anderen auch. Warum es mich... quasi getroffen hat.
Thomas: Hat dich denn diese Zeit eher stark gemacht oder eher verletzt und du hast angefangen dich zu schützen?
Jasmin: Also ich würde sagen, es ist so eine Kombination aus beiden. Ich bin oder ich musste stark werden, weil ich so oft verletzt worden bin durch, ich sag mal, Schulfreunde, die angeblich früher meine Schulfreunde waren, was es dann teilweise dann doch nicht war. Genau, also ich bin dann quasi oder musste dann halt stark werden, nicht alles an mich ranzulassen. Ja, mir halt einfach auch so eine Art gewissen Panzer. Ich sag mal, überzuziehen, dass es mich dann halt nicht trifft, weil ich sag mal, sobald ich aus der Schule nach Hause kam, ja, bin ich dann halt auch angefangen zu weinen. Es war ganz viel Trauer und ja, einfach auch dieses nicht Verstehen von meinen Mitschülern oder dieses Verständnislose, das hat mich halt unglaublich traurig gemacht. Dann Worte, die auch gefallen sind oder dass ich halt ausgelacht worden bin für das, was mir passiert ist, wofür ich ja noch nicht mal was konnte. Das hat mich unheimlich verletzt, dann auch wiederum stark gemacht, dass ich so etwas dann nachher nicht mehr mich reingelassen habe.
Thomas: Jetzt arbeitest du ja selber im medizinischen Bereich und warst gleichzeitig oft Patientin. Wie hat das deinen Blick auf die Gesundheit verändert?
Jasmin: Also erstmal ist es so, ich also für mich als MFA kann ich nur sprechen, wenn Patienten zu mir in die Praxis kommen oder zu uns in die Praxis kommen und ich halt mit denen zu tun habe. Ich nehme die Beschwerden total ernst, weil ich finde, es gibt nichts Schlimmeres als wie wenn man sagt so ja ja und man wird halt ich sag mal. nicht so richtig ernst genommen. Also das ist erst mal das eine und ich gehe halt mit unheimlich viel Mitgefühl, mit Empathie da rein. Ich sag, ich finde, man kann alles, ich sag mal auch so diese klassische Blutabnahme, man kann das mit Ruhe und Zeit machen, man muss nicht sofort, ich sag mal, die Butterfly in den Arm stechen und dann, ups, ich hab jetzt leider nicht getroffen, weil ich einfach nicht die Zeit hatte. Also ich nehme mir bewusst diese Zeit. Einfach mal gerade diese zwei Minuten länger gucken. Mal eben gucken, wie es den Patienten geht. Ein aufmunterndes Wort, auch wenn Patienten häufiger kommen, die haben teilweise längere Krankengeschichten. Das nehme ich für den Job als MFA mit, weil ich es anders kennengelernt hab, dass keine Zeit da war, wenn Untersuchungen anstanden, dass es zack, zack gehen musste und Medikamente gar nicht richtig wirken konnten und ich in der Untersuchung Schmerzen ohne Ende hatte. Und das Zweite ist, dass man sich auch immer noch wenn man sich unsicher ist, eine Zweitmeinung einholen sollte. Oder auch darf. Das ist ja nichts Verwerfliches. Ich meine, klar, Ärzte sind da, die helfen auch. Und ich finde, das, was sie bei mir geleistet haben, das ist auch wirklich gut geworden. Ich möchte nicht wissen, wie ich jetzt körperlich dastehen würde, wenn diese Operation nicht gelaufen wäre. Das muss ich auch mal ganz klar sagen. Aber ich finde auch eine Zweitmeinung, sich von einem Mediziner zu holen oder auch zu sagen, jetzt wie in meinem Fall, zu einem guten Osteopathen zu gehen, zu einem Physiotherapeuten zu gehen, dass man auch ruhig solche Mittel noch ausschöpfen sollte und auch könnte.
Thomas: Also hattest du in deiner Zeit dann den Moment, wo du für dich selber gesagt hast, ich muss für meinen Körper selbst die Verantwortung übernehmen, weil die Ärzte die ich nicht ernst genommen habe im Zweifel?
Jasmin: Also ich sag mal so, die Ärzte haben mich schon ernst genommen. Also sie haben ja teilweise auch gemerkt oder man sah das dann auch teilweise, wenn die Schmerzen da waren, dann habe ich wirklich so richtig heftige Verspannungen gekriegt und die sieht man halt auch von außen oder auch durch Abtasten haben die das ja dann auch gemerkt. Also was natürlich im Vorfeld immer laufen muss, ist eine Bildgebung, wenn natürlich gewisse Beschwerden da sind, nichts Akutes oder was anderes noch auszuschließen. Aber jetzt in meinem Fall, kann jetzt zum Beispiel von der oder nach der Geburt unseres zweiten Kindes sprechen. Also ich hab dann da gestanden und ich wusste halt einfach nicht mehr, wie ich es körperlich kompensieren sollte. Ich hatte einfach Rückenschmerzen vom Kind tragen. Ich konnte das Kind nicht in eine Trage tragen. Das ging halt einfach nicht. Ich hab das körperlich nicht geschafft. Ich saß jeden Mittag da nachmittags und habe vor Schmerzen wirklich geweint und ich wusste nicht, wie es weitergehen sollte und war dann halt auch bei Ärzten und Auch wieder in der Fachklinik, wo ich damals operiert worden bin. Und es gab dann halt nur so, ja, wir können Ihnen da gerne was veröden, aber wir wissen auch nicht, ob es dann wirklich Erfolge erzielt. Und da hab ich dann irgendwann gesagt, stopp, das möchte ich nicht. Ich weiß ganz genau, was ich mit einem guten Training hinbekommen kann. Und in meinem Fall war es dann halt die Physiotherapie, also sprich, Krankengymnastik, Massagen, bisschen manuelle Therapie, die mir dann halt geholfen hat, ich sag mal, wieder beschwerdefrei zu werden.
Thomas: Welche Rolle spielt Bewegung dann jetzt heute in deinem Alltag?
Jasmin: Eine riesengroße. Ich sag mal so mein Körper liebt die Bewegung, wie ich es immer so schön sage. Also ich habe mir jetzt halt wirklich auch Trainingspläne erarbeitet. Ich bin dann vor 15 Jahren, 13, 15 Jahren circa durch einen Osteopathen ans Personal Training gekommen. Im ersten Moment habe ich gedacht, oh Gott, was soll ich denn jetzt hier? Ist so gar nicht meins. Ich hatte damit vorher gar keine Berührungspunkte, habe zwar immer ein bisschen Ich sag mal Krankengymnastik und auch Ausdauer gemacht, aber nie gezieltes Krafttraining. Und ja, durch meinen damaligen Trainer, den mich auch jetzt sehr zu dank verpflichtet bin, bin ich da halt einfach reingerutscht. Ich habe gemerkt, was es körperlich mit der Haltung macht, aber auch vom Beschwerdebild her und das einfach, dass man seinem Körper auch wirklich was zutrauen darf auch. Ich sag mal jetzt in meinem Fall, die wirklich eine sehr herausfordernde Operation hinter sich gebracht hat. Dass man einfach merkt, wenn man jemanden dabei hat, wirklich weiß, was man dem Körper zumuten kann. Das war jetzt auch nicht sofort, dass man gesagt hat, du hebst jetzt 70 Kilo hoch. Also wir sind dann mit 10, 15 Kilo angefangen und haben das dann immer höher, gesteigert. Und zu was der Körper eigentlich auch in der Lage ist. Genau. Und habe dann halt auch gemerkt, was es mit einem körperlich macht. Und jetzt, wie gesagt, sieht mein Alltag eigentlich so aus, dass ich vier bis fünfmal die Woche wirklich Ja, Bastur in Form von Krafttraining oder man macht mal Ausdauerkraftsport, Schwimmen, aber auch, was mir unheimlich wichtig geworden ist, auch immer nicht nur Powern, sondern vielleicht auch mal Meditation, Yoga, Unterkommen für sich, Atmung. Denn ich glaube, ich habe immer einen sehr stressigen Alltag und das hatte man mir auch reflektiert, dass ich auch vielleicht mal abends so 15 Minuten innehalten soll und einfach mal zu mir kommen darf.
Thomas: Und trotzdem denkst du darüber nach, selbst Kurse im Bereich Rückenprävention und Bewegung zu geben. Das hast du im Vorgespräch mal erzählt. Warum ist dir genau dieses Thema so wichtig?
Jasmin: Genau, also im Prinzip haben mich da auch ganz tolle Freunde auf die Idee gebracht. Hätte ich mir da mal oder ehrlich gesagt gar nicht so richtig zugetraut. Ich habe dann auch wieder sehr lange überlegen müssen und mittlerweile hat sich da eigentlich so ein Gedanke raus verquält oder verfestigt, will ich mal sagen, dass ich einfach sagen kann, mit das, was ich schon alles, ich sag mal hinter mir habe, also mein ganzes eben will ich ja oder Der größte Teil meines Lebens drehte sich ja quasi immer um Physiotherapie, Sport, Bewegung und ich hatte schon so viele Sachen miterleben dürfen und dass ich einfach auch sagen kann, was mir immer sehr gut getan hat und was mir vielleicht auch nicht so gut getan hat. Und ich sag mal so, wenn man mal im Bekanntenkreis fragt, jeder Zweite hat irgendwie Herausforderungen mit seinem Rücken, auch für Frauen, auch viele Probleme mit der Skoliose oder in der Schwangerschaft vom Kind tragen. Da möchte ich jetzt einfach meinen Nährwert dabei geben, dass man einfach sagt, ich werde jetzt vielleicht ein oder zwei Kurse, wenn es denn so klappt, geben die Woche und werde dann einfach auf die Resonanz warten.
Thomas: Kommen wir mal zum eigentlichen Hauptthema. Wie bist du überhaupt das erste Mal in Kontakt mit den FitLine-Produkten bekommen? Du hast im Vorgespräch eine Geschichte erzählt, die sich um Silvester herum abgespielt hat. Magst du mal erzählen, was da passiert ist?
Jasmin: Mhm. Genau. Also wir hatten gute Freunde von uns da, die Karola und den Christian sind halt schon langjährige Freunde von uns und wir wollten einen netten Silvesterabend zusammen verbringen und die hatten ja schon was kennengelernt. Die Karola wollte ganz gerne in Form von einer Stoffwechselkur ein paar Schwangerschaftskilos verlieren und die haben uns dann mal so eine nette kleine rote Dose mitgebracht, haben uns aber auch gar nicht so richtig gesagt, was sie uns da ins Glas tun. Bei meinem Mann. Das war der Erfolg Semi. Bei mir war es so, dass ich nach 10 Minuten angefangen bin, dass meine ganze Haut angefangen ist zu kribbeln, dass mir warm wurde. dachte, so was habt ihr mir denn dazu Trinken gegeben? Und dann sagte der Christian so, ja, das ist unsere Activize, unsere Sauerstoffdusche von innen. Und ich dachte, okay, hört sich sehr interessant an. Genau, also das war im Prinzip der erste Berührungspunkt. Also ich habe die halbe Silvesternacht dann überhaupt nicht schlafen können. Ich hatte so viel Energie, ich wusste überhaupt nicht wohin. Ich wäre super gerne tanzen gegangen, aber da unsere Kids hier oben alle geschlafen haben, war das leider nicht drin. Aber wie gesagt, mein Mann hatte zum Beispiel noch einen Einsatz. Ich habe gesagt, du, du musst los, dein Melder geht. Und ich war dann, ich, schon am Silvestermorgen ⁓ sechs morgens bei uns mir im Keller und habe dann die letzte Energie noch verbrannt. Also ja. So, das war mein erster Berührungspunkt mit den FitLinern.
Thomas: Dann ging es ja weiter, aber warst du grundsätzlich dem Produkt gegenüber offen oder eher zurückhaltend skeptisch?
Jasmin: skeptisch. Also ich hab gedacht, ja ich sag das ist jetzt ganz nett, aber ich sag ganz ehrlich, ich bin jung, ich bin sportlich, wir ernähren uns gesund. Also ich hab da ehrlich gesagt überhaupt keinen Nährwert drin gesehen, warum wir jetzt was verändern sollten. Ich dachte so als Mutter von zwei Kindern gehört ein kurzer Mittagsschlaf, einfach kurz dazu ein kurzes Powernap, auch dass man abends zusammen mit den Kids im Bett einschläft, das dachte ich, das ist komplett normal.
Thomas: Hahaha
Jasmin: Und die anderen Herausforderungen, die man so hat, die hat man halt. Ja, es ist nicht toll, aber es gehört ja irgendwie auch dazu. Mein Mann hat dann gesagt, du sagst, es gibt eine 30-tägige Zufriedenheitsgarantie. Ich bezahle das, wir testen das einfach. Und hätte er nicht gesagt, weil es ja auch, ich sag mal, neues Jahr war, man hat ja immer gute, gesunde Vorsätze fürs neue Jahr, hab ich dann gedacht, okay, wenn du diesen ganzen Spaß bezahlst, dann mach ich das gerne mit. Aber ich hätte definitiv kein Geld dafür ausgegeben.
Thomas: Und wann kam dann der Moment, du gemerkt hast, das könnte was mit den Produkten werden?
Jasmin: Ja, ein genaues Datum kann ich jetzt nicht sagen. Das muss irgendwie so Richtung Sommer gewesen sein. Also wir sind dann im Januar gestartet, Januar 23, und im Sommer saßen mein Mann und ich dann irgendwann mal einen Abend zusammen, als die Kids im Bett waren und wir nicht mehr zusammen bei den Kids eingeschlafen sind. Das hat sich ja schon verändert. Man hat ja schon was gemerkt. Und da kam eigentlich so im Gespräch raus, man hat sich mal unterhalten so, hey, was hat es denn eigentlich bei mir gemacht oder auch bei meinem Mann und bei mir war es halt so, dass diese Mittagstiefs halt gar nicht mehr da waren. Ich hatte plötzlich Zeit mit unseren Großen zu spielen, Lego zu bauen. Der wollte zwar eigentlich auch mal ganz gerne die Mittagspause nutzen, Fernsehen zu gucken, aber Mutti war plötzlich wach. Dann brauchte er den Fernseher nicht mehr. Und auch abends bin ich halt mit den Kids nicht mehr zusammen im Bett eingeschlafen. Und die zweite Herausforderung, die ich eigentlich hatte, ist so im Frühjahr, Sommer alles, was durch die Gegend fliegt und ja. Ich hatte halt immer rot geschwollene Augen, die Nase lief und juckte. Ja, das hab ich halt nicht mehr. Wir sind dann auch Medikamente in die Hand gefallen, die ich bis dato schon längst hätte wieder nehmen müssen. Und das habe ich halt einfach nicht. Und da war so für mich der Punkt, oh, könnte das jetzt wirklich an diesen Produkten liegen? Habe dann mit meinem Mann gesprochen. Der hatte die gleiche Herausforderung. Er sagte, ne, ich hab da auch nichts genutzt. Mein Energielevel, er ist top. Der arbeitet auch für eine Firma, die Kaffeeautomaten produziert. Also er sagte, ich trinke jetzt gerne einen Kaffee, einfach als Genussmittel, aber nicht mehr, weil es mich pusht. Und er hatte noch eine Herausforderung mit gewissen Obst- und Gemüsesorten. Und er sagte, du, ich trinke und esse mittlerweile alles. Ich habe keine Bauchschmerzen, keine Blähungen, gar nichts mehr. Und das war so für mich der Punkt, dass ich dann gesagt habe, okay, Caro, Christian, was ist das jetzt hier eigentlich? Jetzt möchte ich ganz gerne mehr erfahren.
Thomas: Und dann warst du ja mit Caro auf einer großen Veranstaltung. Was hast du dort erlebt?
Jasmin: Genau. Weil ich gemerkt habe, dass das ganze Produktkonzept zu wirken scheint, habe ich dann gesagt, okay. Ich hatte sie im Status beobachtet, sie waren häufiger auf Veranstaltungen. Sie hatte immer gesagt, Jasmin, komm bitte mal mit. Dann bin ich ihr zuliebe einen Samstag mitgefahren. Ich war natürlich wieder mal total skeptisch, hatte meinen innerlichen Panzer aufgebaut, so wie ich es aus Kindertagen kenne. Und ja, was soll ich sagen? Also mich hat das echt sehr begeistert, wie viele Leute ja zu ihrem Hauptjob sich mittlerweile schon eine Alternative aufbauen, einfach ein Plan B, solange wie Plan A noch funktioniert. Diese Herzlichkeit, wie man da in Anführungsstrichen als Neue begrüßt wurde. Also alle haben sich ja total interessiert. Schön, dass man da ist. Ein Willkommen geheißen und auch dieses ganze Thema Ehrungen, was diesen Tag da stattgefunden hat. Das wirklich auch, ich sag mal, die das Ganze schon jahrelang machen. Ich sag mal, eigentlich müssten sie nicht mehr aufstehen. Sie könnten auch sagen, ich bleib jetzt hier sitzen, ich klatsche nett. Das ist ja ganz nett. Aber sie sind alle aufgestanden und haben sich total für einen gefreut. wenn man die erste Karriere-Stufe geschafft hat oder auch weiter. Das hat mich maximal fasziniert, auch die Geschichten dahinter, die Erfahrungs- und Erfolgsberichte, aus welchen Segmenten teilweise die Leute kamen. Zwischenzeitlich dachte ich immer, vielleicht sind die ja auch irgendwie eingekauft, man weiß das ja nicht. Aber dann habe ich gemerkt, wenn die da vorne steht, kannst du das ja vielleicht auch.
Thomas: Also du warst zurückhaltend, vorsichtig, war das dann eher fremd für dich oder was hat das direkt in dir ausgelöst?
Jasmin: Also klar, war halt eine Fremde, weil sowas, finde ich, kennt man nicht. Ich meine, bei solchen Veranstaltungen sind rund 4.000, 5.000 Leute, die alle ausstehen, die eine super Energie den ganzen Tag haben. Man hört niemanden, der da großartig am Meckern und am Nörgeln ist, finde ich. Vom Hauptjob kenne ich sowas nicht, da wird immer mal ganz gerne genörgelt und alles. Aber da war so Kribbeln in einem, so ein Gänsehautmoment, wo man dachte so, wow, toll. Dass so viele Leute geschafft haben, was könnte ich denn hier erreichen? Das hat mich einfach nicht losgelassen.
Thomas: Und was bedeutet dieser Plan B für dich heute persönlich?
Jasmin: Also dieser Plan B ermöglicht mir einfach eine gewisse finanzielle Freiheit, dass man einfach sagt, man hat auch mal am Monatsende noch einfach ein bisschen Geld on top. Ich sag mal für die Familie aber auch, dass ich jetzt sagen kann, okay, ich würde ganz gerne wirklich noch mal im Sportbereich, ich würde mich da ganz gerne noch weiter aufstellen wollen, dass ich einfach sagen kann, okay, ich mache das jetzt. Weil ich einfach dieses Geld zur Verfügung habe, dass ich in mich, in meine Persönlichkeit, ja, einfach investieren kann und das ermöglicht es mir halt einfach. Und dieser Plan B bedeutet natürlich auch, dass das, was ich mir schon erarbeitet habe mit meinem Team, dass da halt unheimlich viele Menschen hinterstecken, denen wir halt auch schon helfen konnten. Und das finde ich eigentlich immer dieses schönste Geschenk, wenn dich dann Leute anrufen und sagen, du, meine Beschwerden XY, die sind weg. oder sie haben sich minimiert. Also das finde ich halt immer, wo ich so denke, okay, und nur weil ich dran geblieben bin und nochmal einfach ja vielleicht auch ein bisschen hartnäckiger nachgebracht habe.
Thomas: war PM für dich am Anfang eher nur ein Produkt, ein Nebenjob oder ein Order, in dem du gemerkt hast, da ist noch mehr drin.
Jasmin: Ich würde sagen, es ist bisschen gewachsen. Es war am Anfang ein Produkt, das wir genutzt haben. Dann war es durch den Nationalen Kongress, es könnte jetzt ein Plan B werden. Und als ich dann im August 2024 den International Marketing Manager erreicht habe, wo ja dann quasi auch noch ein größeres Bonusprogramm geöffnet wird, also von Reisen, Auto, Rente, da habe ich dann gemerkt, hier ist doch noch mehr drin.
Thomas: Was hat das dann damals mit deinem Umfeld gemacht? Also wie haben die Leute reagiert, du mit den Produkten und dann mit dem Geschäft gestartet bist?
Jasmin: Also so von meinem, also mein Mann hat mir immer schon sofort die Rückendeckung gegeben. Er war ja auch derjenige, der die Produkte bestellt hat. Also der darf sich jetzt hier nicht beschweren. Aber so aus der Familie war es schon sehr viel Gegenwind. Einfach dieses, man braucht keine Supplements. Wenn man sich gesund ernährt, dann braucht man das einfach nicht. Und das hat mich dann schon sehr, sehr traurig gestimmt. ⁓ Das ist auch was, wo ich einfach sage, es gab dann auch sehr viele Gespräche mit meiner Ablein, dass ich einfach teilweise auch nicht verstanden habe, warum die Leute so skeptisch reagieren, weil die Produkte können ja so viel Gutes und ich mir einfach mal gewünscht hätte, dass sie sich nicht von mir, aber vielleicht von unserer Ablein mal einmal angehört hätten, was diese Produkte wirklich können und ja, was da überhaupt für eine Möglichkeit hintersteckt. Das ist leider nicht Das ist sehr schade, aber ich bekomme zumindest von meinen Eltern die Unterstützung, dass sie am Wochenende oder letztes Jahr zu der Kroatienreise, wo mein Mann und ich eingeladen wurden, dass sie sich um die Kinder gekümmert haben, uns die Woche ermöglicht haben, dass wir einfach hin zusammen reisen konnten. Da bin ich schon dankbar, dass die Unterstützung dann auf jeden Fall seitens meiner Familie da ist.
Thomas: Gab es denn einen Moment, dem du dachtest, vielleicht lasse ich es lieber? Und was hat dir dann geholfen, trotzdem weiterzumachen?
Jasmin: Ja, also ich glaube, die Herausforderung hat jeder mal, weil es ist ja gerade so im Network auch so, dass man mit sehr viel Ablehnung, sehr vielen Neins umgehen muss. Und ich sag mal so, ich meine, ich hab mein ganzes Leben lang Ablehnungen erfahren dürfen. Das war dann aber immer was Persönliches. Also damals ging es ja dann wirklich an mich persönlich, wenn einer gesagt hat, ne, mit dir will ich nichts zu tun haben oder Gott, wie siehst du denn aus? Das war was Persönliches. Hier durfte ich dann lernen, wenn jetzt einer Nein zu mir sagt, dann hat es nichts mit mir persönlich zu tun, sondern es geht gerade im Moment, dass die Menschen nicht bereit sind für dieses ganze Geschäftsmodell oder auch für die Produkte. Und ich hatte das in einem Monat, ich glaube, wo ich dann wirklich richtig Gas gegeben habe, das war dann im Januar 24, da habe ich immer sehr viele Vitalpartys und Info-Abende gemacht. Und ich glaube, ich habe in einem Jahr, ach, im ein Jahr, im einem Monat 15 Leute oder so gesponsert. Und im nächsten Monat sind dann, glaube ich, acht, neun Leute wieder rausgefallen. Das kann ja gar nicht funktionieren. Gott, wo habe ich mich da hin verrannt? Da habe ich dann einfach, ich bin dann wieder auf eine Veranstaltung gefahren. Ich weiß nicht, was der Sprecher da gesagt hat, es hat mir auf jeden Fall gesagt, mach einfach weiter. Wie gesagt, und das wird ja auch immer wieder gesagt, dass man im Network wirklich mal fünf bis zehn Jahre wirklich investieren sollte. Sachen, die zu tun sind, regelmäßig macht, dann halt auch Erfolge zu sehen. Und das ist einfach so das, wo ich mich halt auch dran festhalte, dass ich einfach sage, ich mache hier einfach weiter, lasse immer die Tür auf, wenn jemand doch nochmal möchte. Manchmal ist es für viele gerade nicht der richtige Moment. Ich kenne es selber auch mit Familienalltag, Hauptjob, da kommt halt immer viel dazwischen, aber dass man halt immer noch diesen Fokus trotzdem noch aufs Geschäft hält. Ja, das ist eigentlich so das. was ich mitgehen möchte.
Thomas: Was willst du dir von Menschen, mit denen du zusammen arbeitest?
Jasmin: Vertrauen und Ehrlichkeit und immer tolle Gespräche und wertvolle Gespräche, dass man halt wirklich auf Augenhöhe kommunizieren kann und dass da auch ein gegenseitiges Vertrauen auf jeden Fall da ist.
Thomas: Bist du der Typ für den schnellen Kontakt zwischen Tür und Angel?
Jasmin: Ich habe es gemacht. Also klar, wenn sich eine Gelegenheit ergibt. Ich meine, ich warte dann immer meistens bis zu diesem allerletzten Moment so, jetzt musst du noch mal gerade ran. Ich habe es gemacht, aber ich habe für mich daraus gesehen, dass es nicht der richtige Weg ist, wie ich gerne arbeiten möchte. Weil ich einfach denke, ich glaube, das basiert jetzt auch die nächste Frage drauf, dass man einfach, also ich habe festgestellt, dass ein Vertrauensaufbau mir einfach besser liegt, dass man einfach sagt, ich komme mal mit den Leuten ins Gespräch, was sie für Beweggründe haben, wieso, weshalb, warum und komme dann, ich sag mal auch zum Ziel, ich sag mal ihren Kontakt zu holen, aber dass ich erstmal die Menschen überhaupt dahinter kennenlerne.
Thomas: Wie entsteht bei dir heute ein Gespräch? Also zum Beispiel im Fitnessstudio.
Jasmin: Also meistens gehe ich ins Fitnessstudio. Ich meine, man macht ja seinen Workout da, man hat immer kurz seine Pausen dazwischen und ich meine, man scannt natürlich dann auch immer so ganz gerne die Leute ab, die so im Raum sind oder nicht und für mich ist es meistens mit einem Lob. Ich sag, boah tolles Training, wie viel Kilos hast du da, wie lange bist du schon hier, was weiß ich, machst du auch Kurse mit und ach, für was ist denn die und die Übung gut? Also wirkliches Interesse zeigen und meistens öffnen sich die Leute dann und dann frage ich auch meistens so, was sie im Hauptjob machen und sehr häufig sind das dann auch Berührungspunkte, dass sie auch alle aus dem gesundheitlichen oder gesundheitlichen Rahmen kommen. Genau so starte ich meistens immer meine Kontaktaufnahme.
Thomas: Was ist dir heute wichtiger? Schnell Menschen zu gewinnen oder die richtigen Menschen zu gewinnen?
Jasmin: Die richtigen definitiv. Also ich habe für mich festgestellt, ich finde es auch nachher einfacher in der Teambetreuung, wenn ich Leute habe, mit denen es matcht. Wo man einfach überhaupt nicht überlegen muss, sondern einfach den Hörer in die Hand nimmt, anruft und es ist sofort ein tolles Gespräch. Bei manchen habe ich das, dann sitze ich da und mache mir vorher so ein kleines Gesprächsprotokoll, was ich denn dann sagen könnte. Ich finde das dann immer sehr verkrampft und deswegen, also für mich ist es eher, dass die richtigen Menschen im Team zu
Thomas: Und was bedeutet für dich heute Leichtigkeit?
Jasmin: Ja, also Leichtigkeit bedeutet für mich eigentlich, dass ich mich nicht verstellen muss. Dass es mir einfach Spaß macht, dass ich mit Freude an dem rangehe, was ich tue. Genau, dass ich einfach die Person sein kann, die ich bin. Und ja, diese Version möchte ich auch ganz gerne an meine Kinder weitergeben, dass man einfach sagt, ihr braucht euch nicht verstellen, ⁓ anderen zu gefallen. Also, man diese Nährwerte... dass man das einfach als Nährwert weitergibt.
Thomas: Und kommen wir mal zu meiner obligatorischen Frage, die Frage, ich jedem meiner Gäste, jedem meiner Gäste, ja, ne? Okay, kommen wir mal zur obligatorischen Frage und zwar die Frage, die ich jedem meiner Gäste stelle. Was sind deine drei goldenen Nuggets? Also die drei Dinge, die du jedem Menschen ja mitgeben würdest, der sie gerade
Jasmin: Ja. Ja. Genau, im Prinzip meine drei goldenen Nuggets sind auf jeden Fall Durchhaltevermögen. Es wird immer Ups und Downs geben, dass man sich auch wirklich an die schönen Momente zurückerinnert. Das hatten wir die Tage auch zum Beispiel bei den Sportlern. Also wenn die irgendwie Erfolge gefeiert haben, da erinnern die sich ja auch super gerne zurück, dass sie dann einfach in ihrem täglichen Training einfach sich daran zurück in den Sinn und einfach weitermachen. Das ist auf jeden Fall das. Vertrauen in sich selbst, dass man das auch schafft, immer eine gewisse Lernbereitschaft. Das ist im Prinzip schon der goldene Nugget. Der dritte goldene Nugget. Ich hoffe du kannst schneiden. Also der dritte goldene Nugget ist Vertrauen. Ja, dass man einfach ⁓ sich auch Inspiration bei den Leadern holt, die da sind, wo man gerne selber hin möchte. Weil ohne dem, ich sag mal, sie haben uns den Weg geebnet, sie wissen, ich sag mal, wie es funktioniert und das habe ich auch im privaten Rahmen kennengelernt. Ich habe mich einfach auch mal wirklich an Leute gewandt, die da sind, die auch gewisse Dinge entscheiden können und das macht es im Leben oftmals einfacher, wenn man sich einfach mit den richtigen Leuten unterhält, was man... einfach in bestimmten Situationen erreichen möchte.
Thomas: Wenn heute ein junges Mädchen vor dir sitzen würde, was körperliche Einschränkungen hat, was würdest du ihr sagen?
Jasmin: Ich würde ihr auf jeden Fall, also als erstes Mal würde ich mir überhaupt die Zeit nehmen, ihr zuzuhören. Vielleicht hat sie zwar körperliche Einschränkungen, sieht das Ganze aber gar nicht so, es ist ihr gar nicht, ich sag mal so schlimm. Und wenn sie wirklich Lösung von mir haben möchte, ist es eigentlich, glaube ich, der Satz, dass der Körper viel, viel stärker ist, als man denkt und dass man wirklich in sich vertrauen darf. Und mit guter Unterstützung sei es jetzt von der Familie, von Freunden oder auch von Ärzten oder Therapeuten, dass man wirklich in sich hineinhören sollte und auf sich vertrauen darf.
Thomas: Kommen wir zu meiner letzten Frage. wo siehst du dich in einem Jahr als Frau, als Mama, als Mensch und als Unternehmerin?
Jasmin: Also als Mama sehe ich mich ganz klar, dass ich noch mehr Zeit mit meinen Kids verbringen kann, dass es vielleicht doch noch eine Stundenreduktion geben wird, dass ich meiner Familie minimum zwei Urlaube im Jahr erfüllen kann, dass wir einfach für meine Kinder neue Länder bereisen können, dass sie einfach die Welt kennenlernen oder aufstädte. Als Unternehmerin klar, dass ich ein tolles Team führen kann mit tollen Frauen oder auch Männern, die Bock haben sich einen Plan B zu erarbeiten, mit denen ich vertrauensvoll, leichte, ja, ehrliche Gespräche führen kann. Das wäre mir natürlich wichtig, dass es finanziell ein bisschen stabiler sein kann. Genau. Und als Frau, also ehrlich gesagt, ich bin mit mir happy. So darf es gerne weitergehen. Oder dass meine körperlichen Beschwerden, dass es jetzt so bleibt, wie es ist. Also ich finde gerade so, wie es am Anfang des Jahres war. Und jetzt muss ich sagen, ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, aber auch einfach, weil ich selber gehört habe oder mich mit mir selber beschäftigt habe und das kann ich eigentlich nur jedem raten, mal in sich hinein zu hören. Es gibt ja auch verschiedene Kommunikationswege, was man machen kann. Ob man sich einen Coach dazu nimmt, der einen berät oder Human Designs oder sich möglich mit einer guten Freundin dahinsetzt. Man kann natürlich auch ChatGPT fragen, aber dass man überhaupt sich mal anfängt zu beschäftigen, wer ist man, wer möchte man gerne sein. Genau. Und sollen dann auf jeden Fall nächstes Jahr auch mindestens zwei Sportkurse dazukommen. Die dürfen gerne sein.
Thomas: Also es steht einiges andere bei dir.
Jasmin: Ja, ja.
Thomas: Eine Frage hätte ich doch noch. Wenn die junge Jasmin von damals heute vor dir stehen würde oder sich die Folge im Zweifel sogar von dir anhören würde, was glaubst du, würde sie dir sagen?
Jasmin: Dass ich wahnsinnig stolz sein kann, was ich in meinem Leben erreicht habe. sag mal, von diesem Moment, wo diese ganze Operation, diese ganze Odyssee, sag ich mal, im Krankenhaus gestartet hat und jetzt finde ich, das ist so ein schwarz-weiß-Bild. Also das ist jetzt absolute Powerfrau. Ich sage, gesunde Kinder wusste ich auch nicht, ob ich das überhaupt schaffen werde, eine Schwangerschaft mit dem Beschwerdebild überhaupt auszutragen. Das hat alles wunderbar funktioniert. Ich habe einen tollen Job, der mich erfüllt. Ich konnte mir mittlerweile einen tollen Plan B erarbeiten, da für Menschen zu finanzieller oder auch gesundheitlicher Freiheit helfen. Habe einen tollen Mann gefunden, der mich liebt und auch meinen Backen... zeptiert, was manchmal vielleicht im Alltag auch nicht immer so ganz so einfach ist. Ja, und wie gesagt Eigenheim. Ja, und ich finde, da darf man eigentlich wirklich dankbar sein. Und auch so dieses ist vielleicht jetzt nicht wie die Jasmin, aber einfach auch mit Vision Boards zu arbeiten. Also das hat mir jetzt in den letzten Jahren auch unheimlich viel geholfen, mich quasi auch klarer zu bekommen und mich selber zu akzeptieren und stolz darauf sein zu können, was ich eigentlich in den letzten zweieinhalb, drei Jahren schon geschafft habe. Weil es sind immer so kleine Puzzlestückchen, die sich geschlossen haben. Und ich finde, darf die Jasmin ganz, ganz stolz auf sich selber sein.
Thomas: Sehr schön. Ich hätte, glaube ich, noch ein paar Fragen stellen können, aber leider ist unsere Zeit jetzt zu Ende. Und ich bedanke mich vielmals, dass du diesen Spaß hier mitgemacht hast, dass du mein Gast warst heute. Und ja, damit ist die Folge dann auch quasi am Ende angekommen. Vielen Dank, dass du heute wieder dabei warst, wenn dich die Geschichte berührt hat, wenn du dich an der einen oder anderen Stelle wiedergefunden hast oder jemanden kennst, der genau diese Folge gerade hören sollte, dann teile sie gerne weiter. Und falls du gerade zuhörst oder zuschaust und denkst, eigentlich habe ich auch eine Geschichte zu erzählen, dann melde dich gerne bei mir. Ich suche keine perfekten Lebensläufe, keine Bühnenmenschen und keine großen Titel. Ich suche echte Menschen mit echten Geschichten. Danke, dass du heute dabei warst und Bis zur nächsten Folge von LeichtLos.
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