„Ich konnte es mir nicht leisten, Kind krank zu machen“
Als alleinerziehende Mama, berufstätige Frau und Mensch mit hoher Eigenverantwortung erzählt sie von Zweifeln, innerem Wachstum und einem Wendepunkt, der ihr gezeigt hat, dass…
Der Urlaub war aufgebraucht, die Ferien schon verplant, und ein Tag Kind-krank hätte am Monatsende gefehlt. Also hat Mema den Laptop ins Krankenhaus mitgenommen, sich neben ihrem Sohn stationär aufnehmen lassen und gearbeitet, wenn er schlief. „Ich saß da am Laptop, Krankenbett und dachte, was mache ich hier eigentlich? Bin ich dann völlig bescheuert? Das kann es doch irgendwo nicht sein.“ Das war im Mai, Juni. Danach hat sie beschlossen, dass sie so nicht weitermachen will.
Mema heißt eigentlich Sabrina — Mema ist der Name, den ihr Cousin erfunden hat, weil er „Sabrina“ als Kind nicht aussprechen konnte, und bis heute nennt sie fast jeder so. Sie ist 40, lebt in Schleswig-Holstein, arbeitet 32 Stunden die Woche als Gebietsleiterin im Vertrieb und ist seit knapp zweieinhalb Jahren alleinerziehend. Ihr Sohn ist zehn. Er lebt seit seinem ersten Lebensjahr mit einer Erkrankung, die im Gespräch nicht näher benannt wird, aber den Familienalltag mit zusätzlichen Terminen und Klinikaufenthalten prägt.
Was diese Folge von einer Neuanfangserzählung unterscheidet, ist ein Widerspruch, der im Gespräch nebeneinander stehen bleibt. In Minute zwei sagt Mema über sich: „Ich war eigentlich schon immer so. Nee, nicht eigentlich, ich war schon immer so. Also dafür bin ich tatsächlich auch bekannt, dass ich einen Grund auf positive Einstellungen habe.“ Vierundzwanzig Minuten später beschreibt sie die Zeit nach der Trennung so: „Der Selbstwert, der sinkt von hier bis ganz tief in den Keller.“ Und weiter: „Ich habe mich vorher schon gar nicht wirklich selbst geliebt und nach dieser Trennung erst recht nicht.“
Beide Sätze stammen von derselben Person, an einem Nachmittag, über dieselben Jahre. Sie werden im Gespräch nicht miteinander verrechnet. Wer die Folge hört, kann zusehen, wie jemand seine öffentliche Rolle — die Positive, die, die den Kopf nicht in den Sand steckt — und die eigene Innensicht nebeneinander hält, ohne dass eine die andere auflöst.
Im zweiten Teil geht es um das Geschäft: drei Jahre bei PM-International, eine zweieinhalbjährige Pause, der Neustart im Juni, Vitalpartys am eigenen Esstisch, Veranstaltungen. Und um zwei Stellen, an denen es gerade nicht rundläuft: die fremden Menschen, die sie noch nicht ansprechen kann („Das ist für mich auf jeden Fall noch eine Challenge, die sich aktuell für mich noch befremdlich anfühlt“), und die Phase, in der sie gerade steckt: „jetzt habe ich zum Beispiel gerade so eine Phase, da kassiere ich auch viele Neins.“
Kapitel
Aus den Fragen im Gespräch abgeleitet.
Transkript
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Mema: Ich saß da am Laptop, Krankenbett und dachte, was mache ich hier eigentlich? Bin ich dann völlig bescheuert? Das kann es doch irgendwo nicht sein. Und das war für mich so ein einschneidendes Erlebnis, dass ich für mich gesagt habe, das will ich so nicht mehr.
Thomas: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge von LeichtLos. Es gibt Menschen, die bringen Licht in den Raum, auch wenn es bei ihnen selbst mal dunkel war. Mein heutiger Gast ist genauso jemand. Wir kannten uns vorher nicht, aber schon bei unserem ersten Telefonat vor ein paar Wochen habe ich gemerkt, da es so viel positive Energie, dass sie selbst durchs Handy kam. Und das, obwohl der Tag für sie eigentlich alles andere als ruhig war. Die Mischung aus Stärke, Ruhe und ehrlichem Lächeln, das hat mich sofort gepackt. Sie hat in den letzten Jahren viel erlebt, vieles gemeistert und ganz viel über sich selbst gelernt. Heute steht sie mit beiden Beinen im Leben. Offen, ehrlich und mit einem klaren Blick nach vorne. Ich freue mich riesig, dass du heute hier bist. Herzlich willkommen, Sabrina!
Mema: Hallo und vielen lieben Dank für die Einladung.
Thomas: Ja, schön, dass du hier bist. Sabrina, alle nennen dich Mema und ich finde das passt total gut zu dir. Erzähl mal, wie ist dieser Spitzname eigentlich entstanden und was bedeutet er dir heute?
Mema: Mhm. Ja, also ich bin mit dem Namen Sabrina auf diese wunderschöne Erde gekommen, aber mein Cousin, der ist ein Jahr älter als ich, der konnte diesen Namen partout nicht aussprechen und hat sich dann auf wunderbare Weise den Namen Mema ausgedacht und seitdem nenne ich eigentlich fast alle in meinem Umfeld so, also einschließlich meine Eltern, mein Bruder. Ich glaube nur in meinem Hauptjob werde ich Sabrina genannt und ein, zwei Freundinnen, die irgendwann aber später erst in mein Leben getreten sind. Ansonsten bin ich die Mema.
Thomas: Ja, wir kannten uns ja vorher gar nicht, aber schon bei unserem ersten Telefonat, was für mich eigentlich nur eine Viertelstunde gehen sollte, aber letztendlich dann eine Dreiviertelstunde lang wurde, hast du mich total abgeholt. Und selbst an einem stressigen Tag hattest du einfach ganz viel positive Energie. Woher kommt diese Leichtigkeit? Und warst schon immer so oder hast du das erst mit der Zeit gelernt?
Mema: Mhm. Vielen Dank. Ich war eigentlich schon immer so. Nee, nicht eigentlich, ich war schon immer so. Also dafür bin ich tatsächlich auch bekannt, dass ich einen Grund auf positive Einstellungen habe und egal wie bescheiden es manchmal läuft und da kann ich manchmal weiß Gott ein Lied davon singen, stecke ich den Kopf nicht in den Sand. Ich versuche trotzdem immer irgendwas Positives auch aus schwierigen Situationen zu ziehen. wieder nach vorne zu schauen. Woher ich das habe? Von meinen Eltern definitiv.
Thomas: Ja, du hast mir erzählt, dass der Juni in diesem Jahr für dich ein Wendepunkt war. Der Moment, dem du gesagt hast, ich will mehr vom Leben. Was hat sich da in dir verändert? Was war der Auslöser wirklich neu zu starten?
Mema: in Im Prinzip gab es mehrere Auslöser. Die Lebenssituation bei mir hat sich in den letzten zweieinhalb Jahren noch mal komplett verändert. Ja, auch im Prinzip hat sich bei meinem Sohn auch noch mal so einiges getan. Er hat eine Herausforderung, mit der er seit seinem ersten Lebensjahr kämpfen muss, was uns immer sehr begleitet hat und auch immer noch begleitet. Aber aufgrund der Veränderung meiner Lebenssituation habe ich für mich dann eben nochmal eine Entscheidung getroffen, etwas zu verändern zu wollen, mehr vom Leben auch haben zu wollen.
Thomas: Ja, und mich interessiert ja erstmal nicht, was du tust, sondern wer du bist. Und das ist auch die Idee hinter LeichtLos, die echten Menschen sichtbar machen. Also, wer ist Mema? Und für alle, die dich noch nicht kennen, schreib dich mal ein bisschen selbst.
Mema: Also Mema ist 40 Jahre jung, lebt im schönen Schleswig-Holstein hier oben im Norden. Ich habe einen zehnjährigen Sohn an meiner Seite, bin jetzt seit knapp zweieinhalb Jahren alleinerziehende Mama und habe auch einen Hauptjob, der mich begleitet. Ich arbeite im Vertrieb als Gebietsleiterin und ja. Nebenbei mache ich das Ganze mit PM, baue mir da eben auch ein zweites Standbein mit auf. Und ja, wer bin ich? Ich bin ein positiv eingestellter Mensch. Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch. Sehr empathisch, würde ich sagen. Und ja, ich bin jemand, der das Leben auf jeden Fall genießt und für jeden Tag sehr dankbar ist.
Thomas: Du hast ja schon erzählt, bist Mama eines zehnjährigen Sohnes. Was hat dich diese Rolle über dich selbst gelehrt? Als Mama.
Mema: Als Mama, ich glaube, wenn man Mama wird, dann krempelt das das Leben nochmal komplett und auf positive Art und Weise. Ich fühle mich durch meinen Sohn noch vollständiger und auch wenn er diese Herausforderung hat, die ihn begleitet, ist er für mich der mutigste und stärkste Mann auf dieser großen, weiten Welt, den ich jemals kennenlernen durfte. Und das gibt mir unfassbar viel. Ich meine, das ist ein zehnjähriger kleiner Junge, der noch das ganze Leben vor sich hat und der schon so unfassbar viel durchmachen musste und erlebt hat. Trotzdem hat auch er einen Grund auf sehr positive Einstellungen. ein sehr liebenswerter Mensch und geht durch diese Tiefen manchmal mit einer Kraft und einer Selbstlosigkeit, was mir wiederum zeigt, dass wir als Eltern und auch ich als Mama auch alles richtig gemacht habe und meinem Sohn oder wir unserem Sohn auch die richtigen Werte mitgegeben haben, mit solch einer Herausforderung auch genauso umgehen zu können.
Thomas: Und wenn du an dich persönlich zurückdenkst vor ein paar Jahren, was hat sich in dir verändert und vielleicht auch an deine Haltung am Leben?
Mema: Ich meine, wir gehen alle durch Höhen und Tiefen, wir haben alle unsere Themen und das schließt mich nicht aus. Also da kann ich noch so positiv eingestellt sein. Auch ich habe in meinem Leben schon Situationen die mich manchmal herausgefordert haben und in denen ich mich auch wieder komplett neu sortieren und aufstellen musste. Und gerade vor zweieinhalb Jahren, als ich dann eben auch in diese neue Rolle der alleinerziehenden Mama schlüpfen musste. Das heißt, ich habe ja dann auch eine ganz andere Verantwortung in dem Moment, aber auch finanziell. Da muss man auch erst mal reinwachsen und setzt sich mit sich selber auch nochmal ganz, ganz anders auseinander. Ich habe ja mit diesem Menschen auch die Hälfte meines Lebens verbracht und wir sind immer ein Team gewesen. Nun war ich ganz auf mich allein gestellt in dem Sinne und durfte mich aber nochmal komplett neu entdecken. Bin mit mir selber durch Höhen und Tiefen gegangen und durfte erstmal herausfinden, wer bin ich eigentlich und was möchte ich überhaupt.
Thomas: Und was gibt dir im Alltag die Energie, wenn es mal anstrengend wird?
Mema: Mein Sohn. ist ganz großer Teil meines Sohnes. Der Tag kann manchmal noch so bescheiden sein, aber wenn ich dann in die Augen meines Sohnes blicke und er dann vielleicht auch noch... Ich meine, Kinder sind nicht doof und die spüren das auch, wenn Eltern vielleicht mal gestresst sind oder genervt sind oder vielleicht auch mal einen schlechten Tag hatten oder sie auch irgendwas bedrückt. Und dann kommt dieser kleine Mensch die Ecke und sieht dich einfach nur an, strahlt dich an oder sagt irgendwie auch noch, Mama, du bist die Beste, Mama, ich hab dich lieb oder so. Wie jetzt, sitzen beide hier. Mein Sohn sitzt oben in seinem Zimmer und ich habe ihm natürlich auch davon erzählt, dass wir diese Podcast-Folge aufnehmen und er sagte, Mama, ich drück dir die Daumen, aber ich weiß sowieso, dass das richtig klasse werden wird und dass du das ganz, ganz toll machen wirst. Ich mein... Ja, einfach mega.
Thomas: Ja krass. Kommen wir mal so ein bisschen auf deinen Alltag zwischen Job, Familie und Business. Du arbeitest ja Vollzeit im Vertrieb und bist alleinerziehend, baust in dem Moment dein Business auf. Wie bekommst das alles in Zeiten, du dich selbst zu verlieren?
Mema: Eine gute Frage. Das weiß ich manchmal selbst nicht so. Ja, also ich arbeite Vollzeit nah mit 32 Stunden die Woche und ja, hab natürlich auch meinen Alltag. Ich kümmere mich natürlich ⁓ meinen Sohn, Haushalt, ⁓ drei Katzen. Aber dann hat man auch hier und da noch Termine.
Thomas: Hahaha
Mema: Durch meinen Sohn haben wir auch nochmal diverse andere Termine, die zusätzlich so in diesen Alltag mit reinfallen. Ja, wie bekomme ich das alles unter einen Hut? Also ich glaube, ich kann mich sehr gut organisieren. Ich plane sehr gern und versuche aber trotzdem, mir vorzugsweise auch jeden Tag immer ein bisschen Zeit für mich frei zu schaufeln. ⁓ auch eine gewisse Balance zu schaffen, einen Ausgleich zu schaffen. Bei mir ist es meistens der Sport. Und wenn es nur 20 Minuten sind, einfach 20 Minuten für mich, ein bisschen Ausgleichssport oder ich höre einen Podcast oder lese in meinem Buch. Das kann ich natürlich auch, weil mein Sohn jetzt kein ganz kleines Kind mehr ist, was ich permanent jetzt im Auge behalten muss. Mit seinen zehn Jahren setzt er sich dann auch gerne in der Zeit irgendwie hin und malt oder hat eine Spielverabredung oder was auch immer. Aber das versuche ich halt schon auch, mich selbst nicht zu vergessen, nicht zu verlieren, da auch eine gewisse Zeit immer für mich so ein bisschen mit einzubringen.
Thomas: Was machst du so für Sport für dich?
Mema: Joggen, Yoga oder ich roll hier zu Hause meine Fitnessmatte aus und dann wird eine Fitness-App mit dazu gerufen. Die begleitet mich seit Corona tatsächlich. Man musste damals so bisschen erfinderisch sein. Ja, das ist natürlich dann so bisschen das Schöne. Wenn ich zu Hause Sport machen kann, dann bin ich ja wiederum auch recht flexibel. Ich bin trotzdem für mein Kind da und ja.
Thomas: Okay. Du sagst selber von dir, dass dein Umfeld dein größter Rückhalt ist. Welche Rolle spielt das für dich?
Mema: Mhm. Eine ganz große. Eine ganz, ganz große. Also ich bin sowieso ein extremer Familienmensch. Ich habe ein sehr enges und ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern und auch zu meinem Bruder und bin so unfassbar dankbar für diese Menschen in meinem Leben. Meine Eltern sind für mich die größte Stütze schon immer gewesen. Meine Eltern haben mich schon in jungen Jahren damals immer unterstützt und sind für mich da gewesen und auch immer die Menschen gewesen, die auch fest an mich geglaubt haben. Wenn ich gesagt habe, ich möchte das und das machen und das ist mein Ziel, ja, das schaffst du auch. Da gab es auch gar keine Zweifel oder da wurde auch gar nicht in Frage gestellt, Mensch, Mema, bist du dir sicher? Meinst du, das ist so der richtige Weg? Das gibt es bei meinen Eltern nicht. Ja, ich habe einen unfassbar tollen Freundeskreis. Das kann ich nicht anders sagen. Ich bin mit sehr, sehr vielen lebenswerten Menschen in meinem Leben gesegnet und habe auch da immer sehr großen Halt erfahren und habe Menschen um mich herum, die an mich glauben.
Thomas: Also gab es bei dir gar nicht den Moment, du gesagt hast, boah, ich weiß gar nicht, wie ich das schaffen soll? Oder gab es den bei dir persönlich schon?
Mema: Den gibt es auch und den gibt es auch immer mal wieder. den Heil.
Thomas: Was hat dir geholfen, dann weiterzumachen?
Mema: Genau, die Menschen um mich herum. Letztendlich natürlich auch irgendwo meine eigene Einstellung, aber Wir können ja manchmal noch so stark sein. Auch ich zeige natürlich mal Schwäche. Und auch ich habe Tage, wo ich an meine Grenzen komme. Und gerade wenn so ganz viele Sachen, ganz viele Dinge auf einen einprasseln, dann stoßen wir automatisch irgendwann auch an unsere Grenzen. Und dann ist es auch in Ordnung. völlig legitim auch mal Schwäche zu zeigen. Und das sind die Momente, die eben zeigen, wer an deiner Seite ist. Und da kommt halt meine Familie und meine Freunde ins Spiel, die mich dann wieder auffangen und die mir wieder die nötige Stärke und den nötigen Halt geben, wieder nach vorne zu schauen.
Thomas: Kommen wir nun so ein bisschen zum Thema PM. Du bist seit drei Jahren im Business, wenn ich das richtig im Kopf habe. Hast aber im Juni neu gestartet für dich selbst. Was war der Auslöser für diesen Neustart?
Mema: Ja. Ja. Mmh. Was war der Auslöser? Warum habe ich eigentlich damals aufgehört? Ich bin damals eigentlich nur als Happy Drinker angefangen und habe dann aber eben von der Möglichkeit gehört, dass man sich das Ganze auch refinanzieren kann. Und ich dachte, wenn ich mir meine eigenen Produkte refinanzieren kann, umso besser. Ich kenne auf jeden Fall Menschen in meinem Umfeld, für die
Thomas: da gibt es keine.
Mema: den ich mir auch mehr Lebensqualität zuschreiben könnte. So kam das Ganze dann vor drei Jahren nach und nach ins Rollen, auch relativ schnell. Und habe dann irgendwie auch Gefallen daran gefunden, dass es macht ja total Spaß und ich finde die Produkte klasse. Ich habe selber tolle Resultate. Ich teile das gerne mit anderen Menschen. Und wenn du dann Menschen in deinem Umfeld hast, die du auch noch kennst und die selber Mehrwert erfahren dürfen durch die Produkte, dann macht das ganz viel mit einem. Und na ja, wie gesagt, dann vor zweieinhalb Jahren hat sich dann ja mein Leben komplett verändert. Ich bin in diese neue Rolle geschlüpft und PM war für mich erstmal, lag für mich erstmal auf Eis. Ich habe das in dem Moment nicht gefühlt. Ich war nicht in der richtigen Energie. und musste erst mal diese Reise zu mir selbst antreten. Und die hat gedauert. Die hat lange gedauert. Und das war auch richtig so. Und natürlich ist dann im Business das Ganze so ein wieder abgeschwächt, sag ich mal. Trotzdem waren meine Produkte die ganze Zeit refinanziert. Das hat mir natürlich auch irgendwo den Druck rausgenommen, weil ja nun auch finanziell bei mir eine komplett neue Ausgangslage vorlag. Und dann war es in diesem Jahr so, dass wieder Menschen aus meinem Umfeld auf mich zugekommen sind und gefragt haben, Mensch, machst du das eigentlich mit FitLine noch? Ja, ja, ja, mach ich noch. Ja, kannst du da irgendwie uns mal eine Beratung geben, weil wir hätten da total Interesse dran. Wir kennen auch noch zwei andere Leute, die das machen. Aber wenn, dann würden wir bei dir starten wollen, weil dich kennen wir. Es genauso lange wie die anderen beiden, aber zu dir haben wir vollstes Vertrauen. Und dann hatte ich diesen Termin bei den beiden und das hat so viel Spaß gemacht und die sind dann auch beide gestartet und meine Passion war wieder so ein bisschen entfacht. Das Feuer war wieder da und ich habe gedacht, warum habe ich eigentlich aufgehört?
Thomas: Feuer war da.
Mema: Naja, so kam das Ganze langsam wieder ins Rollen und ich bin dann auch mit meiner Ablei wieder ins Gespräch gekommen und Mensch, ich glaube, ich habe wieder richtig Bock. Ich nehme mal auch die nächste Veranstaltung mal wieder mit. Ich meine, ich habe vor drei Jahren auch auf Veranstaltungen die Produkt- und Geschäftspräsentation auf der Bühne gemacht. Ich weiß noch, meine erste war damals im DSC Norderstedt und dann hieß es, ja, unser Special Part ist heute Abend Björn Müller und ich, Björn Müller? Wie? Und ich spreche dann davor und lerne den dann kennen. Und das Ganze muss noch per Live-Übertragung, weil der Raum ist voll. Wir sind 150 Leute, glaube ich. Und bei der Live-Übertragung kannst du dir ja vorstellen, bei Björn Müller, da waren einige hundert Leute, die da zugeguckt haben. Und ich stand das erste Mal vorne auf der Bühne und sollte die Produkt- und Geschäftspräsentation machen.
Thomas: Geiler Moment!
Mema: Für die, die es nicht wissen, ich bin nur 1,55. Ich war da genauso groß wie Björn Müller mit einmal. Also das hat mir unfassbar viel gegeben damals. Ich habe gemerkt, da hätte ich auch wieder Bock drauf. Das macht mir total Spaß. Und dann gab es ein ganz einschneidendes Erlebnis im Mai, Juni. Mein Sohn hatte insbesondere in diesem Jahr eine sehr schwere Zeit durch eben seine Erkrankung, durch seine Herausforderung und er musste ins Krankenhaus mal wieder und ja, im Prinzip, fast jedes Kind möchte dann auch seine Mami dabei haben und natürlich bin ich dann auch immer mit ins Krankenhaus, hat mich immer mit stationär aufnehmen lassen. Nun war das aber so, dass ich konnte es mir nicht leisten. Kind krank zu machen. Das bedeutet ja auch immer eine finanzielle Einbuße und das war einfach zu dem Zeitpunkt nicht drin, nicht machbar. Urlaub hatte ich aber auch nicht mehr. Das war ja ist ja auch alles genau getaktet und aufgeteilt hinsichtlich der Ferien etc. Was habe ich also gemacht? Ich habe den Laptop mit ins Krankenhaus genommen und immer wenn mein Sohn geschlafen hat, habe ich gearbeitet. Ich saß da am Laptop, Krankenbett und dachte, was mache ich hier eigentlich? Bin ich dann völlig bescheuert? Das kann es doch irgendwo nicht sein. Und das war für mich so ein einschneidendes Erlebnis, dass ich für mich gesagt habe, das will ich so nicht mehr. Ich möchte mehr vom Leben. Ich möchte zeitlich flexibel sein. Ich möchte aber auch finanziell abgesichert sein. vielleicht auch sorgenfreier in gewisser Hinsicht. Und das war für mich so der einschneidende Punkt, wo ich gesagt habe, ich gehe wieder los. Und diesmal gehe ich für mich bzw. für uns beide los, für meinen Sohn und für mich.
Thomas: Ich will mehr vom Leben. Was bedeutet für dich dieses mehr heute?
Mema: Ich möchte meinen Sohn die Welt zeigen. Ja, das ist es eigentlich. Ich möchte ihm zeigen, was da draußen alles noch vor uns liegt, was auf uns wartet, was es für Möglichkeiten gibt. Ich weiß ja auch nicht, wo seine Reise mal hingehen wird. Auch beruflich wird er bis zum Rentenalter einen Beruf ausüben können, aufgrund dieser Herausforderung. Und alles, was ich mir mit PM aufbaue, wird mein Sohn ja irgendwann einmal erben. Und das war für mich auch mit ein Grund, wo ich gesagt habe, das, das Das wird mein Weg hier sein. Und das wird vielleicht auch nochmal ein Türöffner für weitere Dinge in meinem Leben sein. Ich glaube nicht, dass es das Einzige sein wird. Ich glaube, da kommt noch so viel mehr. Und das ist das Spannende, das darf ich jetzt einfach herausfinden. Und auf diesem Weg befinde ich mich.
Thomas: Und was hat sich denn seit dem Neustart für dich verändert? Also in deiner Energie, in deinem Denken, in deinem Alltag?
Mema: Ich bin in so eine ja wie soll ich das sagen, so eine ganz andere Energie irgendwie gekommen und plötzlich war es dann auch so, dass ich habe die Menschen angezogen. Ganz viele Menschen haben mich angesprochen und sind neugierig geworden. Viele Menschen, die mich jahrelang beobachtet haben oder die mir sonst immer ein Nein gegeben haben, sind plötzlich auf mich zugekommen. Und so hat sich das Ganze dann immer weiter und immer weiter entwickelt. Und natürlich, das Universum testet uns ja auch. Und jetzt habe ich zum Beispiel gerade so eine Phase, da kassiere ich auch viele Neins. Und die Mema vor zwei Jahren konnten mit einem Nein sehr schwer umgehen. Das fühlte sich für mich immer so viel totale Ablehnung an. Und ich habe immer gedacht... Was habe ich denn falsch gemacht? Liegt das an mir? Und man stellt sich selber dann auch so ein Stück weit in Frage. Heute, wenn ich ein Nein bekomme, denke ich, okay, das ist vollkommen in Ordnung und das hat überhaupt rein gar nichts mit mir oder meiner Person zu tun. Und das zeigt mir, dass ich in diesen letzten Jahren, also in dieser Pause, die dazwischen lag, so enorm gewachsen bin und viel mehr zu mir selbst wiedergefunden habe. Und das ist für mich gerade so die größte Stärke.
Thomas: Und wenn dein Alltag voll ist, was motiviert dich dann trotzdem dran zu bleiben? Bei PM. Am Business.
Mema: Ja. Mir hat mal irgendjemand bei PM gesagt, gerade wenn du auch einen schlechten Tag hast, gerade dann tu erst recht was fürs Geschäft für PM. Das gibt dir auch einen gewissen Mehrwert und das habe ich mir so ein bisschen ja eingeprägt und habe selbst wenn ich Tage hatte, wo ich dachte, heute Es war so stressig und ich hatte so viel die Ohren und dann ist das Kind vielleicht noch krank geworden, dann war noch dies und das und jenes. Man muss sich aufraffen, ja. Aber ich habe dann trotzdem was gemacht und wenn es nur ein bisschen war, ich war trotzdem aktiv. Und am Ende des Tages dachte ich, ach cool, ich bin richtig stolz und froh, dass ich das getan habe. Wenn dann daraus sogar noch wieder weiter was entstanden ist, umso besser. Oder manchmal erntet man ja auch erst später die Lorbeeren und freut sich dann umso mehr. dass man zu dem Zeitpunkt dann eben doch aktiv gewesen ist. Auch die Veranstaltung. Ich glaube, Jan-Henrik Topmüller hat das mal gesagt, wenn es dir schlecht geht, dann brauchst du die Veranstaltung umso mehr. Und letzte Woche waren wir ja auf der Business Academy in Braunschweig und den Tag davor hatte ich keinen guten Tag. Hatte ich wirklich keinen guten Tag. Und ich habe echt überlegt, fahre ich da morgen hin? Da fahre ich jetzt erst recht hin, weil das ist so eine geile Community und da sind so viele positive Menschen und es war genau die richtige Entscheidung. Ich bin am Ende des Tages so dankbar und so beseelt nach Hause gefahren und an dem Tag habe ich gelacht und habe geweint und ich habe tolle Gespräche gehabt und ich habe ganz viele Menschen aus dem Team wieder getroffen und auch aus anderen Teams, aber ich habe auch so unfassbar neue Menschen kennengelernt, woraus sich eben auch dann weitere Verbindungen entstanden sind. Ja, das gibt einem dann doch auch immer wieder neue Kraft.
Thomas: Du hast früher oft gesagt, dass du Zweifel hast, ob du deinem Sohn gerecht wirst. das heute und was hat sich in dem Fall in dir verändert?
Mema: Ich glaube, dass es völlig normal ist, egal ob als Mama oder als Papa, dass man Phasen hat, in denen man auch mal an sich zweifelt und sich die Frage stellt, werde ich meinem Kind, meinen Kindern gerecht? Und natürlich habe ich das auch heute manchmal noch, dass ich mir diese Frage stelle, werde ich dem Ganzen, werde ich ihm gerecht, werde ich aber auch mir gerecht? Das ist ja auch ganz wichtig, ne? Es bringt mir ja nichts, immer nur zu funktionieren. Und am Ende des Tages brechen wir dann irgendwie zusammen und es geht dann gar nichts mehr. Zweifel sind völlig normal und die gehören auch dazu. Und das darf auch sein und auch Ängste dürfen sein und das darf auch gefühlt werden. Aber wichtig ist es dann auch wieder mit einer gewissen Stärke daraus zu gehen. Ja, wieder nach vorne zu schauen, weiterzumachen.
Thomas: es dann Momente, denen du selbst daran, also dass du dich selbst daran erinnern musst, dass du gut genug bist.
Mema: Im Prinzip muss ich mich da gar nicht selbst daran erinnern, weil ich ganz tolle Menschen um mich herum habe, die mich dann teasern und sagen, Mema, also jetzt mal ganz im Ernst, warum hast du solche Gedanken? Und in solchen Momenten sind die richtigen Menschen an meiner Seite, die mich dann wieder auffangen und mir genau die richtigen Worte sagen, die sie aber auch vom Herzen so meinen und das nicht nur sagen, mich irgendwie aufzubauen, sondern die das auch wirklich von Herzen so meinen und ja, und das baut einen dann auch wieder auf.
Thomas: Wenn du an die letzten Jahre zurückdenkst, was war denn dein persönlich größter Wachstums-Schnitt?
Mema: eigentlich die kompletten letzten zwei Jahre. Also ich kann gar nicht genau sagen, das war jetzt der Tag X, sondern mein größter Wachstum war mein persönlicher Wachstum in den letzten zwei Jahren, weil ich mich da ganz intensiv mit mir selbst auseinandergesetzt habe. Nach so einer Trennung, nach so langer Zeit, fängt man auch da an, sich in Frage zu stellen, zu zweifeln. Der Selbstwert, der sinkt von hier bis ganz tief in den Keller. Das ist auch völlig normal. Aber damit muss man sich halt auch erst mal auseinandersetzen und wieder zu sich selbst finden können und auch wieder anfangen, sich selbst lieben zu lernen. Und das habe ich damals gemerkt, dass Ich habe mich vorher schon gar nicht wirklich selbst geliebt und nach dieser Trennung erst recht nicht. Und das hat mir gezeigt, dass ich einfach noch einen Weg vor mir habe und zwar den Weg mit mir selber. mich persönlich mit mir selbst auseinanderzusetzen, mich selbst wieder lieben zu lernen. Und das war ein Prozess über zwei Jahre.
Thomas: Was hat dir dabei geholfen?
Mema: Ich habe mir ganz bewusst Zeit mit mir selbst genommen. Viele Menschen ertragen es ja heutzutage gar nicht mehr alleine zu sein. Alleine Zeit mit sich alleine zu verbringen und das habe ich ganz bewusst getan. Ich habe viel Zeit mit mir alleine verbracht und mich mit mir selbst beschäftigt. Ich habe gejournelt, habe Bücher gelesen. bin draußen in der Natur unterwegs gewesen. Ich habe an Coachings teilgenommen. Ich habe mich mit Energiearbeit beschäftigt, aber eben ganz bewusst mit mir selber.
Thomas: Und gibt es etwas, wofür du heute dankbar bist?
Mema: In diesem Prozess oder allgemein?
Thomas: Und letztlich. Also es muss ja, also gibt es diese Situation, wo du sagst so, deswegen bin ich so, wie ich heute bin? Dafür bin ich dankbar.
Mema: Alles was in unserem Leben passiert, bringt uns ja dahin, wo wir heute sind oder wo wir noch hinkommen. Und manchmal beinhaltet das im Leben auch Situationen, die wir so vielleicht nicht wollten, die schmerzhaft sind, die uns durch unsere tiefsten Tiefen bringen. Und wo wir noch gar nicht erkennen können, wozu soll das eigentlich alles gerade gut sein. Und das braucht seine Zeit und das ist auch ein Prozess. Und heute kann ich sagen, das sollte alles genauso passieren, wie es passiert ist. Weil letztendlich hat es mich noch stärker gemacht. Es hat mich wieder in meine Wahrheit gebracht, zu mir selbst zu finden, mich selbst wieder so annehmen zu können, wie ich bin. Und ich bin gut so, wie ich bin. und wieder für all das, was ich in meinem Leben habe, auch dankbar zu sein. Ich glaube nicht an Zufälle. All die Menschen in meinem Leben, die da sind und die immer geblieben sind, die sind nicht aus Zufall da. Und die Menschen, die gekommen und gegangen sind, das waren auch keine Zufälle. All diese Menschen prägen uns in gewisser Weise. Und die einen begleiten uns ein Leben lang und die anderen sind halt eben vielleicht auch nur eine Lernstation.
Thomas: Thema Lernen. Wenn ich deinen Sohn später mal frage, was du aus dieser Geschichte, aus deiner Geschichte, aus der Vergangenheit gelernt hast, was würdest du ihm sagen?
Mema: Dass ich meinem Herzen und meinem Bauchgefühl gefolgt bin und nicht mehr aus dem Verstand heraus gehandelt habe. Früher habe ich gewisse Dinge entschieden oder getan, weil ich dachte, das muss man ja so machen und das ist so der richtige Weg. Und heute handle ich aus dem Bauchgefühl, aus dem Herzen heraus und tu Dinge, die sich für mich gut anfühlen und mit denen ich mich identifizieren kann, die mit meiner Mema-Energie konform gehen. Und alles, was ich an Tools und an Learnings vom Außen bekomme, da pick ich mir das raus, was sich für mich gut anfühlt und was in Summe zu meiner Mema-Energie gut dazu passt. Aber ich gehe nicht mehr nach Schema F. Und das mache ich in allen Bereichen so. Das mache ich nicht nur bei PM so. Das mache ich auch in meinem Hauptjob so und das mache ich aber auch in meinem Privatleben so. Ich folge viel, mehr wieder meinem Herzen. Und das wünsche ich mir für meinen Sohn auch und das versuche ich ihm auch zu vermitteln. Er darf so sein, wie er ist. Er muss sich für nichts und niemanden verbiegen. Nur weil die Gesellschaft das vielleicht von einem erwartet, dass man genau den Weg so geht. Mein Sohn ist ein total kreativer, musikalischer Mensch und hat da wirklich eine ganz, ganz tolle Gabe in beiden Bereichen. Und ich weiß, dass er auch in den Bereichen irgendwann mal später was machen wird. Und da wird er seinen Weg gehen und da bin ich mir sicher und da werde ich ihn auch definitiv nicht aufhalten. Im Gegenteil, ich werde ihn mit allem, was ich kann und was ich ihm mitgeben kann, unterstützen, damit er seinen ganz persönlichen Weg gehen darf.
Thomas: Kommen wir nochmal in den Juni. Du hast entschieden. So, jetzt gebe ich nochmal richtig Gas. Was waren da deine Schritte? Wie bist du da losgegangen? Ja, was war dein Antrieb? Deine Arbeitsweise eventuell auch.
Mema: Also ich, im Prinzip habe ich gar keine feste Arbeitsweise. PM ist mein alltäglicher Begleiter und ich mache jeden Tag etwas fürs Geschäft und das kann aber jeden Tag auch anders aussehen. Was habe ich gemacht? Also zum Teil hatte ich ja Menschen, die dann plötzlich auf mich zugekommen sind. Ich mache hin und wieder Vitalpartys. Das ist auch so das, was mir total Freude bereitet. Und ich mag den Austausch mit den Menschen. In der Regel mache ich das hier auch bei mir zu Hause. Das ist einfach eine lockere Atmosphäre. Ich fühle mich hier zu Hause ja auch einfach super wohl. Ich lade die Menschen gerne zu mir nach Hause ein. Und es wird sehr gut angenommen. Ich mache aber auch 1 zu 1 Beratung. Das ist ganz unterschiedlich, ganz individuell, je nachdem, mit wem ich da auch ins Gespräch komme. Ist ja, nicht jeder kann sich mit einer Vitalparty identifizieren. Der eine mag es dann lieber, wenn man eins zu eins Gespräch miteinander macht.
Thomas: Wie gehst du denn dann auf die Leute zu? Also machst du auch Kaltkontakte oder sind das alles Warmkontakte? Also bist du eine Person, die keine Ahnung ob die Kassiererin zugeht und sie eiskalt zum nächsten Vitalabend einlädt?
Mema: Noch nicht. Das Thema Komfortzone. Ich habe das gerade neulich auch im Team gesagt. Du kannst mich auf einer Business-Akademie auf die Bühne stellen. Ich schwing dir da die Produkt- und Geschäftspräsentation vor. Kein Thema. Ich wäre trotzdem aufgeregt und mir würde der Arsch auf Grundeis gehen.
Thomas: Okay. Hm?
Mema: Aber ich würde mir das zutrauen und wenn mich jemand fragt, hast du Bock, das zu machen, bin ich die erste, die sagt, ja klar, kein Problem. Ich habe das auf dem Power Day, habe ich das ja hier in Elmshorn auch schon gemacht. Oder ich bin im DSC dann auch mal schon mal eingesprungen, ganz spontan. Das war dann irgendwie eine Stunde vorher Anruf, kannst du heute einspringen? Da fällt jemand aus, kein Thema. Aber Kaltkontakte. Das ist für mich auf jeden Fall noch eine Challenge. die sich aktuell für mich noch befremdlich anfühlt. Und auch das alles ist ja ein Prozess. Vielleicht sprechen wir in drei Monaten nochmal und ich sag dir, heute ist das gar kein Thema und ja, ich hab die Kassiererin eingeladen, angesprochen, wie auch immer. Das ist noch so mein Prozess, den ich gehen darf, aber da bin ich noch nicht und den Druck mach ich mir auch nicht. Das habe ich für mich halt auch gelernt. Es gibt ja auch gerne dann mal innerhalb anderer Teams auch Challenges, die ausgesprochen werden. Und das ist auch alles schön und gut. Und es gibt auch Menschen, die brauchen das. Na, die brauchen eine Challenge, die brauchen diesen Druck, nochmal weiter voranzukommen. Ich für mich bin jetzt in einem Zeitpunkt, wo ich sage, das geht mit meiner Mema-Energie gerade noch nicht so hundertprozentig konform. Ich nähe mich dem Stück für Stück an. Ich arbeite da Stück für Stück dran. Aber ich kann das nicht von heute auf morgen den Schalter umlegen und sagen, Bäm, jetzt gehe ich so raus. Das wird sich entwickeln. Das ist ein Prozess bei mir.
Thomas: Also sind die Gäste auf deinen Vitalabenden alles Freunde, Bekannte, die gesagt haben, ich höre mir das mal an?
Mema: Es sind überwiegend bekannte, genau Freunde, Familie, bekannte Nachbarn.
Thomas: Sind alle schon aktiv oder okay?
Mema: Nein, es gibt auch Leute, die nachher Nein sagen. Auch das ist vollkommen in Ordnung. Aber es sind auch Leute dabei, die ich nicht kenne, die dann eben von Teampartnern von mir kommen, die auch weiterempfohlen haben. Sagen, ich komme, aber ich bringe noch jemanden mit. Und so wächst das dann ja auch in die Tiefe.
Thomas: Und wie schnell, also ich bin jetzt Gast auf eurem Vitalabend, sitze jetzt bei dir zu Hause auf Couch und habt ihr einen speziellen Ablauf für den Vitalabend?
Mema: Ja, also ich mache das immer so. Ich habe einen sehr großen Esstisch hier. Ich decke das Ganze dann auch so bisschen mit ein paar gesunden Snacks ein, dass es auch einfach nett aussieht, dass man auch sich wohl und willkommen fühlt. Dann fange ich, also ich stelle mich natürlich dann einmal vor für die Leute, die mich dann eben noch nicht kennen, wie ich zu den Produkten damals gekommen bin und ich versuche das Ganze so kurz und wie möglich zu halten. Wenn wir so 1 zu 1 Gespräche machen, sind die Gespräche auch nicht länger wie 10, 15 Minuten. Und in dem Rahmen versuche ich mich auch zu bewegen. Ich erzähle ein bisschen was über die Firma, bisschen was über die Main-Produkte und was hinter dem ganzen Leben steckt und welche... Startmöglichkeiten es gibt. Wenn ich Teampartner dabei habe, die eben neue Leute mitbringen, dann lasse ich die Teampartner auch gerne deren eigenen Erfahrungsberichte nochmal in der Runde teilen, dass nicht nur mein Erfahrungsbericht auf dem Tisch liegt, sondern man auch nochmal so von anderen Menschen hört, so, Mensch, ich habe ja wieder ganz andere Themen als andere und das lockert das Ganze auch dann immer nochmal auf und Ja, dann Produkte dürfen dann auch probiert werden. Meistens mache ich das dann in kleinen Schnapsgläsern, weil wenn wir alles einmal so bisschen durchprobieren von Power Cocktail, Restorate, Joghurt, dann vielleicht nochmal Beauty und Saleshoots, dann das kann dann schon mal viel werden. Deswegen gibt es das dann alles so bisschen in Schnapsgläschen. Ja, und dann wird im Prinzip die Abschlussfrage gestellt, wer Bock hat zu starten und wie er dann starten möchte.
Thomas: Welchen Stellenwert haben Veranstaltungen für dich? Also BAs, Power Days...
Mema: Ja, also ich bin ja vor drei Jahren dann das ein oder andere Mal im DSC auch auf Veranstaltungen gewesen. Ich war damals auch zu dem 30-jährigen Firmenjubiläum und habe das Thema Veranstaltung eigentlich mal gar nicht so im Fokus gehabt und auch gar nicht so ernst genommen vielleicht. Und mittlerweile sehe ich das aber anders. Also wenn ich hier auf dem Power Day gewesen bin oder im DSC gewesen bin oder so wie jetzt auf der Business Academy, was ich vorhin ja auch schon sagte, da dein Tag kann manchmal noch so bescheiden gewesen sein. Warst du auf so einer Veranstaltung mit all diesen positiven Menschen, dann befördert dich das wieder auf ein total anderes Energie Level. Und mittlerweile. Ich gehe da einfach total gerne hin, weil ich weiß, danach komme ich mit. neuen Learnings wieder nach Hause. Ich habe super tolle neue Menschen kennengelernt. Ich habe alte, bekannte Gesichter wieder getroffen und einen wertvollen Austausch mit diesen Menschen gehabt. Und ich weiß, ich hatte einfach einen geilen Tag. So, und da ist es mir auch völlig gleich, ob mich da jemand begleitet hat oder nicht. Natürlich ist immer umso schöner, wenn da auch Leute aus dem eigenen Team mit dabei sind. Aber diese Veranstaltungen geben mir persönlich einen gewissen Mehrwert und deswegen gehe ich da auch mittlerweile total gerne hin.
Thomas: Ist es für dich etwas, wo du dann auch Unentschlossene mit hinnehmen würdest, zu solchen Veranstaltungen?
Mema: Ja, ja, gerade da. Es ist ja doch oft so, macht der dritten Person. Und da sehe ich so die Veranstaltung als die dritte Person, sage ich mal. Weil manchmal kannst du ja deinen eigenen Erfahrungs- und Erfolgsbericht teilen, wie du willst. Oftmals ist es so, wenn du dann von komplett anderen fremden Menschen deren Geschichten hörst, dass dich das nochmal ganz anders catcht. Und das merke ich selber auch, wenn ich da sitze und von anderen Liedern deren Geschichte höre, gerade welche, die ich dann vielleicht auch vorher noch nie gesehen und gehört habe, das catcht mich so ungemein. Ja, doch, also gerade für Menschen, die sich ein Bauchgefühl abholen möchten, finde ich, sind diese Veranstaltungen goldwert.
Thomas: Und wenn du jetzt jemandem Mut machen könntest, der an einem Punkt ist, wo er nicht mehr weiter weiß, ob er vielleicht starten soll oder wie er weitermachen soll, ob er weitermachen soll, was würdest du dieser Person sagen?
Mema: Den Austausch hat man tatsächlich oft auch mit anderen Menschen, die genau wie ich auch den Weg gegangen sind. Weil wir kommen alle, früher oder später mal an diesen Punkt, wo es vielleicht nicht so läuft, wie man sich das wünschen würde. Und wo man anfängt, das Ganze in Frage zu stellen, lohnt es sich weiterzumachen, ja oder nein. Und ich würde diesen Menschen immer dazu raten, schau erstmal bei dir selbst hin. Wie gehe ich mit der Situation um? Warum kommt das gerade so in mein Leben, wie es ist? Was will mir das Leben, das Universum vielleicht auch widerspiegeln? Was ist für mich auch aus dieser Situation nochmal mein persönliches Learning, wo ich genauer hinschauen darf? Ich würde nicht, nur weil es gerade mal kacke läuft, gleich alles in den Eimer schmeißen und sagen, ja gut, dann lass ich es halt sein. Das ist ja das, was die meisten Menschen machen. Sie geben zu früh auf oder sie haben gar nicht erst gestartet. Und manchmal, so wie es jetzt bei mir auch war, ich habe dann auch meine Pause, meinen Weg gebraucht. Und ja, der hat länger gedauert als geplant, aber der war auch wichtig und richtig für mich persönlich, daraus wieder was Neues wachsen lassen zu können, mit einer ganz anderen Energie und Einstellung da rangehen zu können. Hätte ich das Wissen, was ich heute habe, damals gehabt, vor drei Jahren, ich glaube, dann wäre ich ganz anders durch die Decke gegangen. Aber auch das darf sein. Das ist mein Weg. Das ist am Ende meine Geschichte. Irgendwann stehe ich da auf der Bühne und erzähle genau diese Geschichte.
Thomas: Und dann gibt es ja immer diese obligatorischen drei goldenen Nuggets. Was sind deine drei, die du weitergeben würdest?
Mema: Meine drei Golden Nuggets verlieren nicht den Glauben an dich selbst, selbst wenn du ganz viel Gegenwind bekommst. Weil das sind die Momente, die ... die ganz viel Stärke nötig haben, auch bei sich zu bleiben. Ich würde neben dem auch immer schauen, dass man auch seinen eigenen Weg geht, dass man auch immer nochmal auf sich selber schaut und nicht immer nur im Außen sucht und immer nur Ja, sich nach Schema F bewegt, sondern bleib bei deinem persönlichen Weg. Bau ganz viel von dir selber mit ein, weil dann wirkt es auch authentisch. Ja und als dritten Golden Nugget gehe da mit Leichtigkeit ran. Leichtigkeit, Spaß und positive Energie. Das ist es, was es am Ende ausmacht.
Thomas: Bedeutet das für dich Leichtigkeit, Spaß, Energie oder was bedeutet für dich Leichtigkeit?
Mema: Leichtigkeit bedeutet für mich, dass ich mich damit identifizieren kann. Und wenn ich mich damit identifizieren kann, weil es mir und anderen einen persönlichen Mehrwert gibt, das was ich tue, das was ich in die Welt raustrage, das was ich anderen Menschen mitgeben kann. Und das kann ja in vielerlei Hinsicht sein. dann ist es das Gefühl von Leichtigkeit für mich. Und dadurch entsteht automatisch auch eine positive Energie und Spaß und Freude an dem, was wir tun.
Thomas: Kommen wir zur letzten Frage. Wo siehst du dich in einem Jahr? Als Frau, als Mama, als Businessfrau und vor allem als Mensch?
Mema: In einem Jahr bin ich immer noch die Mema, die ich bin, aber... Ich werde auf jeden Fall weiter wachsen. Ich werde weiter... Ich weiß, dass ich meinen Weg gehen werde. Wie genau der aussehen wird, das kann ich dir eigentlich gar nicht so genau sagen, weil ich weiß, dass mein Weg mit PM weitergehen wird und dass ich, dass ich auch meine Ziele über die Zeit auch erreichen werde. Ich weiß aber auch und das spüre ich ganz tief in mir drin, dass es mir noch weitere Türen zu etwas anderem öffnen wird. Und weil ich glaube, dass in mir noch mehr schlummert als das, was ich gerade sehen oder wahrnehmen kann. Und das ist so meine Reise weiterhin, die ich gehen darf. Und ich werde in meiner Position als Mama, als die Mema, die ich bin, aber auch im Geschäft, in meinem Beruf, ich werde weiterhin wachsen und an ganz viel Stärke noch dazu gewinnen. Und... dann werden wir sehen, wo ich in einem, zwei oder drei Jahren stehe.
Thomas: Ich bin davon überzeugt, dass ich deinen Weg verfolgen werde. Dann sind wir am Ende angekommen. Ich danke dir vielmals für dieses wunderbare Gespräch, für deine Zeit, die du dir genommen hast. Es war mir wirklich eine Freude.
Mema: Ich dann auch. Garantiert. Mir auch. Vielen, vielen Dank auch für diese tolle Möglichkeit.
Thomas: Gerne. Ja und wenn du auch denkst, okay ich habe eine Story, die muss unbedingt mal erzählt werden oder ich kenne jemanden, dessen Story erzählt werden sollte, dann melde dich bei mir. Entweder über meine Internetseite, Instagram, YouTube, alle möglichen Kanäle stehen dir offen, dich bei mir zu melden und dann freue ich mich, wenn du auch bei der nächsten Folge wieder dabei bist. Vielen Dank fürs Zuhören und Zuschauen. Bis dann.
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