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Folge 10 · Psyche & Selbstbild

23 Geldglaubenssätze in elf Minuten

Zwischen früher Krankheit, dem Gefühl, anders zu sein, einer Trennung und finanzieller Abhängigkeit erzählt sie von einem Moment am Fenster, in dem ihr klar wurde: Wenn jemand anderes…

03.03.2026 63:56 Min mit Maike

Worum es geht

Der Fuß war gebrochen, die Kinder beim Vater, die Wohnung leer. Maike stand mit Krücken am Fenster und sah anderen Menschen beim Vorbeigehen zu. Die Trennung hatte kurz zuvor alles zum Einsturz gebracht, sie war gerade zur Alleinerziehenden geworden – ein Wort, das sie über sich selbst nicht aussprechen konnte und trotzdem in jedes Wohnungsformular schreiben musste.

Was ihr an diesem Fenster in den Kopf kam, war kein Trost, sondern eine Rechnung. Jemand anders hatte eine Entscheidung getroffen, und ihr eigenes Leben lag in Trümmern. „Und da bin ich drüber gestolpert und hab gedacht, das ist ja eine richtige Abhängigkeit“, erzählt sie im Gespräch. Sie dachte weiter: Wäre genug Geld da gewesen, wäre nur der Mann weg gewesen – die Wohnung hätte sie behalten können. Den Ausdruck „finanzielle Abhängigkeit“ hatte sie zu diesem Zeitpunkt noch nie gehört. Sie leitete ihn sich selbst her, ging zum Handy und gab ihn bei Google ein, um zu prüfen, ob es ihn überhaupt gibt.

Es gab ihn. Danach saß sie mit Zettel und Stift auf dem Sofa und schrieb in elf Minuten 23 Glaubenssätze über Geld auf. Geld war für sie bis dahin „maximal emotional aufgeladen und wie ein Würfelspiel“: entweder es klappt oder es klappt nicht. Dass man das lernen kann, glaubte sie erst, weil kurz zuvor etwas anderes passiert war. Sie hatte ihr Leben lang gedacht, sie sei dumm. Eine Testung während ihrer Berufsumorientierung zeigte das Gegenteil.

Maike ist 41, Mutter von zwei Kindern und lebt in Hamburg. Sie hat ihre Mutter kurz nach der Geburt ihres Sohnes verloren, sie war nach einem Totalzusammenbruch in einer Klinik, sie hat zwei Jahre lang Bus gefahren und dabei nach dem Sinn der Arbeit gefragt, was dort niemand hören wollte. Heute arbeitet sie als Coach und ist selbstständig.

Das Gespräch endet nicht mit einer Lösung. Zwischen drei Jahren Lesen über Geld und dem Punkt, an dem sich Erfolg in Zahlen zeigt, meldet sich bei ihr etwas Altes zurück: „springt einfach mein altes System an“. Interessant ist die Folge deshalb weniger als Geldgeschichte, sondern als Beobachtung, wie lange eine Prägung überlebt, nachdem man sie längst durchschaut hat.

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Kapitel

Aus den Fragen im Gespräch abgeleitet.

Transkript

102 Abschnitte, rund 7.6k Wörter. Klick auf eine Zeitmarke, um an die Stelle zu springen. Automatisch erzeugt und redaktionell korrigiert.

Maike: Wie hoch ist der wenn ich aus lauter Angst ein Leben lebe, das mir überhaupt nicht wie kann es sein, dass jemand anderes eine Entscheidung für sich Und mein Leben gerät aus den
Thomas: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge von LeichtLos. Schön, dass du eingeschaltet hast. Manchmal lernt man Menschen nicht über Zufall kennen, sondern über eine Empfehlung. So war es auch mit meinem heutigen Gast. Wir kannten uns vorher überhaupt nicht. Sie wurde mir vorgeschlagen mit den Worten: Mit ihr musst du sprechen. Geplant war ein kurzes Vorgespräch, 15, vielleicht 20 Minuten. Am Ende war es weit über eine Stunde. Und irgendwann habe ich gemerkt, dass hier ist kein klassisches Vorgespräch. Das hier ist ein Mensch mit ganz vielen Facetten. Sie ist 41 Jahre alt, Mama und lebt in Hamburg und hat in ihrem Leben schon mehr Facetten erlebt, als man vermutlich in eine einzige Podcastfolge packen kann. Es ging in unserem Gespräch um Anpassung, Brüche, Entscheidungen und Verantwortung und vor allem darum, irgendwann aufzuhören, sich selbst klein zu machen. Ich bin ehrlich. Genau für solche Begegnungen bin ich dankbar, dass ich diesen Podcast machen darf, weil ich Menschen kennenlernen darf, die ich ohne dieses Format wahrscheinlich nie getroffen hätte. Ja, ich freue mich sehr, dass du heute hier bist. Herzlich willkommen, Maike.
Maike: Dankeschön! Was für tolle Worte! Wie abgefahren das zu hören!
Thomas: Hahaha! Ja, fangen wir direkt mal an. Wenn du auf dein bisheriges Leben schaust, fühlt sich das eher nach einem geraden Weg an oder nach einem mit ganz vielen Kurven.
Maike: Ja genau, nee, gerade, also alles andere als das, ja. Kurven nach rechts und links, oben, unten, Looping, alles dabei, aber bestimmt nichts Gerades.
Thomas: Gab es dann in deinem Leben Phasen, in denen du eher funktioniert hast, statt wirklich gelebt?
Maike: Ja schon, also Beruf war für mich tatsächlich immer ein bisschen herausfordernd und war auch ein Gefühl von, da muss man eben durch. und dadurch fühlt es sich oft sehr fremdbestimmt an und sehr zwangsjackenartig.
Thomas: Und was glaubst du, wie viel Mut braucht es eigentlich wirklich, man selbst zu sein?
Maike: Also Mut, wenn das der Weg ist, ist eigentlich schön. Ich glaube, bei mir war es häufig einfach der Schmerz, der mich irgendwann genötigt hat, neue Wege zu gehen, die ich vorher mit Mut vielleicht auch hätte gehen können, aber der Mut war nicht groß genug, so würde ich vielleicht sagen. Und der Mut, man selbst zu sein, Das ist relativ facettenreich. Jetzt habe ich direkt wieder Angst vor meiner Antwort, dass ich den Zeitraum sprenge. Okay, also Mut im Sinne von man selbst sein. Da kann ich zu mir persönlich sagen, dass ich rückblickend Gott sei Dank früh die Erfahrung gemacht habe, irgendwie anders zu sein und mit Ablehnung.
Thomas: Sie haben Zeit.
Maike: umzugehen oder sozusagen schon davon auszugehen, abgelehnt zu werden. Und ich glaube, das ist zwar eine schmerzhafte Erfahrung, aber im Nachgang für so jemanden manchmal einfacher, mutig zu sein, man selbst zu sein, als wenn man immer Teil einer Gruppe ist und immer sehr mitschwimmt.
Thomas: Du hast in unserem Vorgespräch gesagt, dass du als Kind anders warst. Wann hast du zum ersten Mal gemerkt, dass du nicht ganz in die üblichen Schubladen passt?
Maike: Also als diffuses Grundgefühl hatte ich das immer schon, aber es war mir nicht bewusst. Und 2023 habe ich das erste Mal einen Gedanken gehabt, der in die Richtung ging, wo ich quasi in meinen Gedanken aussprechen konnte, irgendwie bin ich anders als die meisten anderen. Also ich habe häufig Situationen, wo ich denke, hä? Nee, bei mir Ich denke nicht so, ich sehe das nicht so, ich empfinde das nicht so.
Thomas: Und wenn jemand dich jetzt noch nicht kennen würde, wie würdest du dich beschreiben jenseits von Business und Coaching?
Maike: Wie würde ich mich beschreiben? Auf jeden Fall als grundsätzlich großen Optimisten und lebensbejahenden Menschen. Ich habe ein großes Vertrauen und Spiritualität, dass das, was uns im Leben passiert, immer irgendwie einen Sinn hat. Wie würde ich mich noch beschreiben? Naturverbunden. bunt, quirlig, eher laut als leise. Familie ist mir ganz, ganz, ganz wichtig. Gott, es gibt so viele, ja.
Thomas: Wenn du an dich vor fünf oder zehn Jahren denkst, was hat sich in deinem Leben und in deiner Haltung am meisten verändert?
Maike: Was war denn vor 5 Jahren und was war vor 10 Jahren? Vor 10 Jahren war ich einfach Mama, meine Tochter war noch gar nicht da, mein Sohn war 2 Jahre alt, da war ich beruflich noch vollkommen lost. Und ich war noch sehr impulsiv. Ich habe gedacht, ich bin intuitiv, aber ich glaube, ich war vor allem impulsiv. Und sehr schnell gereizt, sehr erschöpft und kaputt, gleichzeitig überglücklich, dass ich Mama war. Aber auch parallel dazu hatte ich kurz nach der Geburt meines Sohnes meine Mama verloren. Da war ein ganz großer Schmerz. Es war ganz viel Unsicherheit und Überforderung und ich bin jetzt auf mich allein irgendwie gestellt. Ich muss jetzt groß und erwachsen sein und irgendwie hier mein Leben auf die Kette kriegen ohne meine Mama. Und ich liebe dieses Kind, aber irgendwie weiß ich gar nicht so richtig, wie das hier alles geht. Und eigentlich ist das ganz schön viel so ein Leben. Das würde ich sagen, war so vor zehn Jahren und vor fünf Jahren war eigentlich vom Grundgefühl her es ähnlich. Ich war sattelfester im Mama-Sein. Ich hatte dann noch eine eineinhalbjährige Tochter, war aber plötzlich
Thomas: Mh.
Maike: alleinerziehend. Und da war auch wieder ein Gefühl von, wie soll man eigentlich so ein Leben irgendwie schaffen und händeln? Wie geht das hier alles und warum gleitet mir das alles irgendwie relativ häufig alles aus den Händen? Ja, so würde ich mal sagen. Aber immer gepaart mit... Irgendwie wird es schon seine Richtigkeit haben und gut gehen.
Thomas: Ich wollte gerade fragen, was war denn dann so deine Haltung dazu? Also hast du den Kopf in den Schoß gelegt, die Hände in Schoß gelegt oder die Hände in Kopf gelegt, nein, wie sagt man? Den Kopf in die Hände gelegt? Den Kopf in die Hände gelegt und gesagt, das Leben ist scheiße, das wird alles nichts mehr oder warst du immer positiv gestimmt und hast gesagt, am Ende wird alles gut?
Maike: Also ich war schon extrem niedergeschlagen. Was ich aber immer hatte, war ein Grund, also wie so ein inneres Netz an, das Leben ist immer für mich, aber trotzdem war ich überwältigt und überschwemmt von Überforderung und Trauer und Enttäuschung und Wut und wusste einfach überhaupt nicht richtig, wie ich das alles machen soll. wie ich das alles bewältigen soll, was ich jetzt machen kann und muss, warum mir das alles passiert. Das war... Und wenn ich dann mit Menschen gesprochen habe, dann wurde mir ganz häufig so was gesagt wie Wahnsinn, wie du das irgendwie händelst und ich dachte ganz oft, ja aber was wäre denn die Alternative? Also ich habe hier zwei Kinder und das Leben muss irgendwie weiter. Ich hatte ja gar keine Wahl sozusagen und dann wächst man doch ganz schön über sich hinaus.
Thomas: Du trägst ja den Namen Maike einzigartig. Was bedeutet es heute für dich einzigartig zu sein und diesen Namen zu tragen?
Maike: Es bedeutet vor allem mir zu erlauben bei kleinen und großen Entscheidungen 20 mal am Tag meinen eigenen Weg zu gehen und nicht zu überlegen im ersten Schritt was wird von mir erwartet und auch nicht zu gucken wie und was machen andere und das irgendwie einzuordnen und zu bewerten, sondern wirklich für mich zu gucken. Was möchte ich in diesem Leben hinterlassen? Also was sind die Werte, nach denen ich leben möchte? Was ist das, was ich in die Welt bringen möchte? Was sind meine Fähigkeiten und Stärken? Nach welchen Stimmen in mir drin fälle ich meine Entscheidungen? Solche Fragen sind das. Und da denke ich immer, jeder Mensch ist einzigartig. Also das ist ja nichts, was mich allein betrifft. Nur wenn man immer im Vergleich ist und im Außen und im Gucken, was soll ich denn jetzt machen oder was würden andere machen? Man entfernt sich einfach wahnsinnig stark von sich selbst. Und das ist so ein... Heute denke ich, wie schade und was für eine Verschwendung an... an Potenzial und Möglichkeit wie Menschen sein können, weil jeder Mensch ist einfach einzigartig, alle anderen gibt es schon. Und was ist denn das, was dich ausmacht, warum du hier bist? Ja, und das frage ich mich eben selber sozusagen. Stets und ständig und vielen Sachen.
Thomas: Du hast sehr früh mit Herausforderungen zu kämpfen gehabt. Mit gesundheitlichen Herausforderungen. Was macht das mit einem jungen Menschen, wenn der eigene Körper nicht funktioniert wie bei den anderen?
Maike: Das macht einen sehr reif und alt im Kopf. Also reif ist positiv ausgedrückt, alt eher negativ im Sinne von... Die Kürze des Lebens ist einem da sehr, sehr bewusst. Und alles ist so ein bisschen immer unter dem Damokleschwert von, ich weiß ja gar nicht, wie lange ich etwas machen kann. Das, was ich jetzt erlebe, wie es mir heute geht, wo ich das Gefühl habe, mir steht die Welt offen. Ich habe ja zig Möglichkeiten, wonach gehe ich überhaupt? Diese Situation habe ich als junger Mensch einfach nicht erlebt, sondern es ist immer in allem, was entschieden wird, vor allem beruflich, aber auch privat, kann ich überhaupt Kinder bekommen? Wenn ich Kinder bekomme, wie sieht das aus? Kann ich eine gute Mutter sein oder nicht? Brauche ich Hilfe? Bin ich auf Hilfe angewiesen? Was kann ich arbeiten? Wie lange werde ich das arbeiten können? Was kommt danach? Wie sieht das finanziell aus? Was habe ich da für Möglichkeiten? Also es ist einfach ganz früh so, dass man mit sehr vernünftigen, weitreichenden Fragen konfrontiert ist und da einem natürlich ein Stück Leichtsinn und Leichtigkeit und mal gucken, wird schon irgendwie hinhauen, doch ein Stück genommen wird, sag ich mal.
Thomas: Hast du dich dann auch selber mal gefragt, warum du nicht einfach normal funktionieren kannst, wie alle anderen?
Maike: ⁓ ja, sehr oft. Habe ich mich sehr oft gefragt. Also es hat sich oft wie eine Strafe so ein bisschen angefühlt und es war so wie, okay, was habe ich denn falsch gemacht? Warum denn ich jetzt?
Thomas: Mmh. Wie hast du dich aus diesen Phasen rausgekämpft?
Maike: Also was mich immer begleitet hat, war wie gesagt irgendwie diese ganz tiefe Stimme und dieses Interesse an Spiritualität und das Gefühl von, okay, das Leben, auch wenn ich es jetzt gerade nicht verstehe, hat irgendwie immer einen Sinn. Also es gibt für alles einen guten Grund, es gibt immer irgendwelche Zusammenhänge und auch wenn wir die nicht verstehen, sind sie da. Ich habe sie nur noch nicht verstanden. Das war ein Video.
Thomas: Hast das auch irgendwann mal in Frage gestellt, ob das überhaupt einen Sinn hat, was mit dir ist oder gab es diesen Punkt gar nicht?
Maike: Es gab ihn einmal, obwohl ich würde sagen, ich glaube selbst da nicht, wo wirklich alles zusammengebrochen ist und ich mit einem Totalzusammenbruch in eine Klinik gekommen bin. Und da war das erste Mal der Punkt, wo ich Das klingt sehr dramatisch, wo ich nicht mehr leben wollte, nicht im Sinne von... Ich möchte sterben, sondern im Sinne von so will ich. Also mach mal einer einfach bitte das Licht aus. Möchte das kann das so nicht ertragen. Und aber selbst da, ich weiß nicht. Wenn es dann weg war, war es dann schnell im Laufe dieser wenigen Wochen Klinikaufenthalt wieder so, dass ich wusste, okay, für irgendwas, was auch immer, ist das hier schon wieder richtig, gut und richtig. Ich weiß nicht. Ja, das ist eigentlich sehr tief in mir verankert.
Thomas: Springen wir mal ein bisschen in die nähere Vergangenheit. Du hattest mir erzählt und du hast auch eben erzählt, dass du alleinerziehend bist. Kam die Trennung für dich unerwartet und was hat das mit dir gemacht, dieses komplette Konstrukt dann auf einmal weggebrochen ist?
Maike: Also für mich kam es tatsächlich total überraschend. Weggebrochen ist der richtige Ausdruck. Das richtigen Kartenhaus in sich zusammengefallen. Und ich erinnere mich noch gut, dass es sich in mir quasi ein riesiges schwarzes Loch aufgetan hat und ich einfach nur anfing da reinzufallen und mir dann aber einfiel Stopp. Ich hab Kinder, das geht nicht. Und dann hab ich richtig gemerkt, wie ich mich so abgeschnitten hab, wie ich meine Gefühle abgeschnitten hab und in einen totalen Überlebens- und Funktionsmodus übergegangen bin. Das war ganz crazy, das hab ich vorher so noch nie erlebt gehabt. Und ähm... Dann war ich erst mal mit ganz viel organisatorischem beschäftigt, weil das weitreichende Folgen hatte. Ich war gerade in einer Berufsumorientierungsmaßnahme zu dem Zeitpunkt. Das musste ich pausieren. Zu der Zeit war auch Corona. Und das war ja auch noch. Und ich musste aus dieser Wohnung raus. Das heißt, ich musste erst mal wahnsinnig viel erledigen. Was mache ich jetzt? Wie mache ich was? Also als Alleinerziehende dann plötzlich. Also erst mal konnte ich mit dem Wort schon überhaupt nichts anfangen und mit diesem Titel, mit diesem Stempel, weil das in meinem Kosmos einfach nicht existiert hat und ich da schlimmste Vorurteile und Bewertungen hatte. Und dass ich das jetzt selber sein sollte, das war schon mal das erste, was ich überhaupt nicht fassen und greifen konnte und annehmen. Und ich musste es ja aber überall reinschreiben. Wenn du dich auf eine Wohnung bewirbst, dann steht da eben halt, wie ist ihre Familie entstanden? Und ich konnte damit gar nichts anfangen. Ich konnte mich null damit identifizieren. Ich konnte das überhaupt nicht annehmen. Und musste es ja aber. So, und musste da in die Umsetzung gehen und Wohnungssuche und ähm... Genau, dann nachher Umzug unter Corona ohne Hilfe. Dann mein Sohn musste die Schule wechseln, meine Tochter musste die Kita wechseln. Das ist einfach wahnsinnig viel erst mal so zu handeln. Und dann nebenbei halt noch das Ganze Emotionale, was man ja, was so überwältigend ist und wo es wirklich nur eigentlich ums nackte Überleben erst mal geht. Also... Da ist von Lebensqualität oder so, braucht man überhaupt nicht drüber sprechen in dieser Zeit. Also fürchterlich. War eine sehr, sehr herausfordernde Zeit.
Thomas: Und dann hast du ja im Vorgespräch erzählt, dass du dann auch noch ein bisschen Pech hattest und dir den Fuß gebrochen hattest. Und vielleicht war das aber auch dann der positive Nebeneffekt. Du hattest die Kinder dann zum Ex-Ehmann oder zum Ehemann, zum Vater gebracht und du hast erzählt, du warst dann alleine und standest am Fenster und
Maike: Ja.
Thomas: Was war da der ehrlichste Gedanke in diesem Moment? Und magst uns ein bisschen in diesen Moment mit reinholen?
Maike: Ja, also das war strange, genau, das kam dann auch noch, dieser Fußbruch. Und dadurch, dass meine Tochter so klein war, genau, mussten die dann zu ihrem Papa und es war so wie, okay, strange, jetzt hab ich das, ich mir jetzt schon seit längerem gewünscht hab, nämlich Zeit für mich alleine. Okay, was mach ich damit? Und dann stand ich am Fenster. und hab mich gefragt, wie es sein kann, dass mein Leben mir so unterm Arsch wegbricht. Wie ist denn das möglich überhaupt? Also wie kann es sein, dass mein Selbstbild war nicht die verschuldete, alleinerziehende, übergewichtige, hässliche, pickelige... Assimutter da im Fenster zu sein. Und das war aber so, wie ich habe rausgeguckt, ich habe die anderen Menschen da herumlaufen sehen und es war ein überhaupt nicht schönes Fleckchen Erde und ich habe einfach nur gedacht, wie kann das angehen? Und dann ist mir in den Sinn gekommen, in den Kopf gekommen, dass es ja schon auch ein bisschen merkwürdig ist. dass jemand anderes eine Entscheidung für sich trifft, nämlich die Beziehung und die Familie zu verlassen. Und mein Leben gerät aus den Fugen, obwohl jemand anderes eine Entscheidung trifft. Und da bin ich drüber gestolpert und hab gedacht, das ist ja eine richtige Abhängigkeit. Und dann hab ich noch weitergespornen, weil ich da stand mit meinen Krücken. Und dann habe ich okay, eine Abhängigkeit. Wie wäre denn das besser gewesen? Also hätte ich zumindest genug Geld gehabt, dann wäre ja nur der Mann weg gewesen. Das hätte weh getan. Aber ich hätte ja in der Wohnung bleiben können. Und dann habe ich gedacht, das betrifft ja vor allem die Finanzen. Das heißt, ich war ja finanziell abhängig. So habe ich mir das selber hergeleitet, ohne dass ich den Ausdruck vorher jemals gehört hatte. Und dann bin ich geistig Nachtdurch zu meinem Handy gegangen und habe bei Google eingegeben, finanzielle Abhängigkeit oder Unabhängigkeit weiß ich nicht mehr, weil ich wissen wollte, ob es diesen Ausdruck gibt.
Thomas: Und was hat diese Erkenntnis dann in dir ausgelöst?
Maike: Ein Abreißen der rosa-roten Brille, würde ich mal sagen. Und ein Aufwachen, dass es da einen Lebensbereich gibt, für den ich vollkommen blind war. Also ich habe das einfach nicht auf dem Schirm gehabt. Und ich habe, als ich das bei Google eingegeben habe, bin ich auf Madame Moneypenny gestoßen und ihre Videos und hab mir das alles reingezogen und hab nur den Kopf geschüttelt, hab geheult, hab mir tausend Sachen aufgeschrieben und hab gedacht, meine Fresse, wie kann denn das angehen, dass man irgendwie Mitte 30 wird und dann stößt, dann stoße ich auf so ein elementar wichtiges Thema, was mir vorher im Leben irgendwie einfach so nicht ansatzweise bewusst war. Gar nicht, gar nicht.
Thomas: Was hast du dann in dem Zusammenhang über dich selbst
Maike: Also zuerst mal habe ich gelernt, dass ich in dieser Hinsicht überhaupt nichts gelernt habe und ich habe vor allem erkannt, dass ich immer dachte, alles was mit Geld und Erfolg zu tun hat, ⁓ eine Glückssache. Also es war überhaupt nicht so, dass ich irgendwie dachte, dass... Da muss ich mich jetzt irgendwie groß drum kümmern. Also ich war zwar ja vorher auch selbstständig und ich konnte immer groß denken und groß schreuen. Aber das wirklich in realistische praktische Umsetzung zu packen oder sogar Strategien oder einzuteilen in kurzfristig, mittelfristig, langfristig oder ohne Emotionen zu betrachten, sondern wirklich sachlich und objektiv, das war völlig neu für mich. Das habe ich da erkannt, dass für mich Geld maximal emotional aufgeladen ist und wie ein Würfelspiel und entweder das klappt oder das klappt nicht. Dann war auch gleichzeitig, habe ich gedacht, gut, okay, also bei dem ganzen, bei diesen dann, ich habe dann so 23 Glaubenssätze, das war dann ein Video, schreib mal, setz dich mal hin, nimm mal Zettel und Stift und schreib dir mal deine Glaubenssätze über Geld auf. Und dann habe ich Pause gedrückt, habe mir mein Zettel und Stift genommen, habe da auf meinem Sofa gesessen und habe Rotz und Wasser geheult und in elf Minuten 23 Sätze aufgeschrieben. Und dann habe ich gedacht, das kann ja gar nicht anders kommen als so. Das ist ja fürchterlich. Was ist denn das alles? Also es war schon bisschen gruselig. Und gleichzeitig war es halt mein Gedankengut. Also es war ja nicht so wie, ne, es ist ja, also gerade beim Thema Glaubenssätze ist ja auch am Anfang dieses, man schwankt ja so zwischen Ja, aber es ist doch so. Also es ist ja nicht ein Glaubenssatz, sondern das ist ja die Realität. Es ist doch so. Und das war so auch ganz schwierig am Anfang, das irgendwie auseinanderzuklamüstern.
Thomas: Du hast dann einfach weiter gemacht. Du hast dich hingesetzt, hast dir das Ganze angeguckt, du hast zu dir gesagt, das will ich so nicht mehr und hast dein komplettes Leben auf links gekrempelt. Oder wie darf ich mir dann quasi die Lösung daraus vorstellen?
Maike: Die Lösung war... eigentlich kam dann noch ein... Also als ich bemerkt habe, okay, ich habe das als reine Glückssache für mich verbucht, war vorher noch was anderes passiert zum Thema meiner eigenen kognitiven Fähigkeiten. Und zwar habe ich immer gedacht, dass ich dumm bin. Das hat sich durch dieses Anderssein... war das so ziemlich früh irgendwie ein Rückschluss, ich gezogen hatte, ich einfach nicht so viel, dass ich einfach nicht so schlau bin wie die meisten anderen und deswegen kann ich einfach viele Dinge nicht. Und bei einer Testung hat sich dann rausgestellt, dass das überhaupt nicht der Fall ist. Und da hatte ich schon mal das erste Mal, das war auch bei dieser Umorientierungsmaßnahme zu diesem Trennungszeitpunkt, das heißt, das war noch relativ frisch. Die Erkenntnis, ich bin lernfähig und ich bin nicht grundsätzlich dumm. Und das hatte sich dann verknüpft mit dieser Situation, dass ich mir dann gedacht habe, hier erzählt mir jemand in diesen Videos, dass man das lernen kann und ich weiß ja jetzt, ich kann Dinge lernen, ich bin gar nicht so dumm, wie ich immer dachte. Krass, das heißt, ich kann jetzt Geld lernen. Und dann war auch ganz schnell aus diesem, Gott, das ist ja alles schrecklich, habe ich ziemlich schnell eine Chance gewittert und auch ein bisschen die erste Antwort gehabt auf mein, warum passiert mir das alles? Ich dachte, okay, fuck, wenn das jetzt nicht gewesen wäre, mit dieser plötzlichen Trennung auf den Trichter wäre ich ja nicht gekommen. Da hatte ich mein erstes Warum passiert mir dieser Shit. Meine erste Antwort.
Thomas: Und ja, kommen wir mal zu den Produkten. Wie bist du das erste Mal dann mit den Produkten in Kontakt bekommen?
Maike: Das allererste Mal erinnere ich nicht so richtig, weil da habe ich scheinbar ein forsches Nein gegeben, ohne mich daran zu erinnern. Meine Stiefmama und mein Papa, das haben sie mir irgendwann im Nachgang mal erzählt, dass sie da ganz ernüchtert aus einem Gespräch rausgegangen sind und ich habe das gar nicht registriert. Das war mein erster unbewusster Kontakt. mit den Produkten. Der erste richtig bewusste Kontakt war aus der Situation heraus, dass mich meine Ärztin angerufen hat und gesagt hat, hier der eine Wert, überhaupt nicht Schigi, da müssen wir was machen. Gegen ⁓ das Thema Eisen. Da habe ich mich dann ein bisschen mit auseinandergesetzt, weil ich ja jetzt lernwütig war und jetzt alles lernen, Nachholbedarf habe der letzten über 30 Jahre. Und habe mich damit auseinandergesetzt und habe dann eben gehört, dass beim Thema Eisen auch das Thema Darm eine Rolle spielt. Genau, bin dann mit diesem ätzenden Dr. Google Patienten Klugscheißerwissen zurück zu meiner Ärztin. Die hat mir dann einfach nur die Eisenkapseln verschrieben und da war ich so bisschen ernüchtert und hatte dann kurz gefragt, wie ist denn das mit dem Darm? Sie ne, jetzt machen wir hier erstmal das eine, ein halbes, dreiviertel Jahr und dann gucken wir mal weiter. Das war natürlich ziemlich ernüchternd und dann hab ich meine Stiefmama angerufen, ich eigentlich, die ist einfach wirklich sehr versiert gesundheitlich und ich wollte gerne wissen, was das, was ich da habe, was die seelische Bedeutung davon ist. Also weil ich da ganz fest dran glaube und auch sehr viel damit schon gearbeitet habe. Okay, was will mir eigentlich meine Krankheit, mein Symptom, was auch immer, was will mir das sagen. Das war der Grund, warum ich angerufen habe. Und sie hat dann aber in diesem Gespräch eben noch mal auf die Produkte aufmerksam gemacht. dann war es aber so wie, ich habe kein Geld und muss das sein? Jetzt fängt sie wieder an. Und dann hat sie aber von Ganzheitlichkeit gesprochen und davon, dass eben der Darm mit innen begriffen ist. Und das war dann natürlich auf den Boden gefallen, wo ich dann doch hellhörig geworden bin und dachte gut, okay, das ist ja dann doch ganz schön schlau gemacht. Was mache ich jetzt? Und dann habe ich dem Ganzen dann eine Chance gegeben, nachdem ich bei meiner Hausärztin auch eine Trinkflasche gesehen habe, eine FitLine Trinkflasche, und sie dann gefragt haben, hier, kann ich nicht sowas machen? Und dann hat sie ihren ihren Segen gegeben sozusagen, hat zumindest nicht gesagt, auf gar keinen Fall. Und war so, nee, dann probieren sie das aus und dann gucken wir mal weiter. Und dann, genau, hab ich das gemacht. Ja, noch nicht ahnend, was das bedeuten würde.
Thomas: Mmh. Aber hast du dann diese Entscheidung emotional oder rational getroffen, die Produkte zu nehmen?
Maike: Das weiß ich auch nicht. Haben wir beim Vorgespräch, da wir auch schon so drauf gekommen, dass sich da wie ausgeprägt das ist und manchmal kann ich das gar nicht richtig auseinanderhalten.
Thomas: Alright.
Maike: Das war eine zu 95 % rationale Entscheidung. Und emotional hat mir geholfen, dass meine Ärztin auch ihr Go gegeben hat. Das hat mir so wie Sicherheit nochmal gegeben. Ja, nee, das war eine rationale Entscheidung.
Thomas: Warum war dir diese Klarheit dann so wichtig am Ende? Dieses Go von der Ärztin, mehr oder weniger?
Maike: Das ist eine gute Frage. weil ich festgestellt habe, dass das Thema Effizienz in meinem Leben eine größere Rolle spielt und ich einfach überhaupt nicht mag, meine wertvolle Zeit zu vergeuden. Ich glaube, damit hängt das zusammen. Auch schon, als sie sagte, wir machen das erst mal ein halbes, dreiviertel Jahr und gucken dann weiter. Das war so weh. Dafür ist mir meine wertvolle Lebenszeit und meine Gesundheit einfach zu schade, hier rumzudödeln.
Thomas: Das klingt nach einem Glücksspiel.
Maike: Ja, Ja, muss ja nicht sein. Also kann ich mich ja im Vorwege lieber einmal irgendwie ordentlich informieren und dann eine ordentliche Entscheidung treffen und einen Haken dahinter machen und mich um andere Dinge kümmern.
Thomas: Nein. Gab es dann, als du angefangen hast, die Produkte zu nehmen, deinem Umfeld Skepsis? Also deine Stiefmutter und dein Vater waren ja im Zweifel positiv gestimmt. Aber im Freundesumfeld gab es da Leute, die dich am Verstand gefragt haben?
Maike: Mhm. Also erst dann als ich anfing über die Produkte zu sprechen, ganz am Anfang haben die das noch gar nicht mitgekriegt, aber als es dann losging, dass Resultate kamen und ich dachte, okay, holla die ho, was tut sich hier auf. Dann und dann, ja, dann ist mir auch ein bisschen Skepsis und hochgezogene Augenbrauen und Augenrollen und was ist das denn jetzt hier entgegengekommen durchaus, ja. Haha.
Thomas: Was hatte ich denn letztendlich dann doch überzeugt, nicht nur Kundin zu sein, sondern quasi aktiv zu starten.
Maike: Die Resultate. Also ich habe einfach massivst unterschätzt, was das für den Körper bedeutet, wenn der optimal versorgt ist. Das habe ich nicht gewusst, schrägstrich nicht geglaubt, dass das tatsächlich so ist. Also ich bin früh immer schon mit so einzelnen Dingen in Berührung gekommen. Meine beste Freundin ist da sehr versiert und interessiert und hat mir immer mal irgendwas erzählt von Omega 3 und dem Darmmakrobiom und ach was weiß ich. Also was man nicht alles machen sollte und worauf man nicht alles achten sollte. Und mich hat das immer wahnsinnig überfordert das Thema. Und gleichzeitig habe ich nicht für möglich gehalten, dass da tatsächlich solche Resultate und so eine Wirkung bei rumkommen. Ich dachte immer, ist so ein bisschen ja auch irgendwie ein bisschen Glückssache, ob das jetzt was macht oder pennt. Also das war für mich eigentlich immer eher was, was man fürs Gewissen macht, weil man es irgendwo gelesen hat, aber was nicht wirklich einen Effekt hat auf die Lebensqualität jetzt, heute. Das habe ich völlig unterschätzt. Und als ich das erlebt habe, auf so einfache Art und Weise, ich muss mich nicht in die ganze Materie reinfräsen. Ich muss nicht selber überlegen, was interagiert jetzt mit welchem Stoff. So bin ich halt dann auch immer. Wenn ich was verstehen will, dann halt richtig. Ich mache dann einfach keine Sachen. so ein bisschen ankratzen, sondern entweder beschäftige ich mich mit was oder ich lasse es bleiben. Weil ich wusste, dass es so ein Riesenfeld habe ich es einfach bleiben lassen, weil das wäre ein Studium geworden. Und das jetzt zu machen, weil andere dieses Studium noch und nöcher machen und einfach nur diese geilen Tütchen machen und sagen hier nimm das, da ist auf alles, das war auch einfach so schlüssig, als ich das nach und nach verstanden habe. Wie das aufgebaut ist, habe ich immer mehr gedacht, das kann man ja geiler gar nicht machen. Das sind ja so schlaue Köpfe. Also von Qualitätsstandard her, von überhaupt, sich Gedanken zu machen oder dass das darauf aufbaut, dass die Dinge miteinander interagieren und sich gegenseitig pushen, dass das alles da inkludiert ist. Das war so wie, ich muss mir keine Gedanken machen, weil das machen die alles. Ist ja geil. Ich mag das ja nur an ihm.
Thomas: Du hast dann aus dem Bauch heraus oder eher rational entschieden, das Business zu machen und gab es da in irgendeiner Form Skepsis dem System gegenüber.
Maike: Also von meiner Seite aus gab es keine Skepsis, weil von dem Moment am Fenster an, und ich schreibe meine 23 negativen Geldglaubenssätze auf, bis zu diesem Punkt waren ja drei Jahre vergangen ungefähr. Und in diesen drei Jahren habe ich mich eben über Bodo Schäfer, Robert Kiyosaki, Madame Moneypenny und so weiter sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt und was ist passives Einkommen, ist aktives Einkommen, hat man für Möglichkeiten, was ist eine Ausgabe, was ist eine Investition und so. Da hatte ich mich so reingefuchst und mein Leben ein bisschen danach Stück für Stück aufgebaut und ausgerichtet. Als ich das dann vorgestellt bekommen habe, wie das aufgebaut ist, die Geschäftsmöglichkeit, war das halt ganz schnell ein, okay, das ist ja gar keine Ausgabe, sondern eine Investition ist ja schon mal richtig gut. Und dann Risiko gibt's nicht. Okay. Und dann war es relativ schnell wie, ich habe ja nur was zu gewinnen und ich baue mir ohne dass jemand da steht und sagt bitte jetzt sofort so und so viel, das kann ich nämlich auch überhaupt nicht haben, sondern so wie ich das für richtig halte auf meine Art und Weise in meinem Tempo, kann ich hier für mich was aufbauen, was nach hinten raus unlimitiert ist. Was ist das denn für ein geiler Scheiß? Das ist doch einfach nur genial und sensationell. Aber ich habe die Frage nicht beantwortet, ob das jetzt vom Kopf her war oder Bauch. Ich glaube, da hat es sich gemischt.
Thomas: ⁓ Keine Zweifel am System, und weil du dich da vorher schon darüber informiert hast und festgestellt hast, du kein Network Marketing ist ein ein Konstrukt, was kein Risiko hat, und du hast dann direkt gesagt, ist klar, das funktioniert auch für mich, also mache ich das ohne Zweifel.
Maike: Also ich war vorher schon mal mit Network Marketing in Berührung gekommen und habe das auch schon mal gemacht. Das war aber viele Jahre her und da war das noch ein bisschen anders aufgebaut. Da war das Invest einfach viel höher und der Moment, wo man selber eine Provision bekommen hat. Und das kann aber auch sein, dass ich da einfach noch vom Kopf her einfach auch ganz woanders war. Ich nicht der anderen Firma da jetzt an den Pranger stellen. Aber das war jetzt so, wie es aufgebaut war, ich die erste Produkt- und Geschäftspräsentation gesehen habe. Das macht einfach nur Sinn. Und was für mich auch positiv war, dass in den Büchern auch über Network-Marketing gesprochen wird. Und deswegen war es für mich schon so wie, okay, das sind seriöse Geschäftsleute, die sich intensiv mit dem Vermögensaufbau beschäftigen. Deswegen war von dieser Seite aus schon keine Zweifel da. Es war so wie, okay, es ist tatsächlich eine ernstzunehmende seriöse Geschäftsmöglichkeit. Das hat hier nichts mit Hausfrauen-Hobbygetur zu tun. Ja.
Thomas: Hm. Und was hat sich für dich verändert, als du gemerkt hast, hier darf ich so sein, wie ich bin?
Maike: Da sind sie, die anderen ein oder andere.
Thomas: Was meinst du damit? Dieser Aussage? Den Satz hast du im Vorgespräch nämlich auch gebracht und das wäre nämlich auch mal eine Frage gewesen. Was meinst du damit? Mit den Einhörnern?
Maike: Also es war, egal wo ich gearbeitet habe, immer so, dass ich wie ein bisschen zwar meistens im Positiven, aber irgendwie herausgestochen bin. Ich war immer sehr optimistisch und fröhlich und nach vorne und problemlösungsorientiert und voll gerne auch Veränderungen und Spontanität und lass mal was reißen und wohin geht die Reise. Und da hat aber ganz oft überhaupt keiner so richtig drauf gewartet und das war für mich total schwer zu begreifen und auch auszuhalten. Und zuletzt vor allem auch als ich dann noch mal zwei Jahre als Busfahrerin gearbeitet habe. dass ich da wieder gemerkt habe, Art dieses, okay, Leute, lass mal hier irgendwie voll geil was reißen, ne Vision haben, worauf arbeiten wir hier eigentlich alle hin. Da war einfach immer nur, wir arbeiten Tagesgeschäft ab. Und wenn ich nach der Sinnhaftigkeit von Dingen gefragt habe, dann war das eine Frage, die war einfach so nicht gewünscht, gewollt und mach doch bitte einfach deine Arbeit. Und da hätte ich wirklich dran verzweifeln können und ich habe irgendwann angefangen Podcasts zu hören und habe ja dann auch irgendwann meine Coaching Ausbildung gemacht und habe mich immer gefragt, wo sind denn all die Menschen, so ticken wie ich? Das kann doch nicht sein, dass alle immer nur von 8 bis 16 Uhr, das haben wir schon immer so gemacht. Ja, es macht aber keinen Sinn. Lasst doch mal irgendwie... Warum sind wir denn hier? Was wollen wir hier erschaffen? Das ist ja doch alles kostbare, wertvolle Zeit. Die können wir doch nicht so verdaddeln hier, verdammt noch mal. Und als ich dann in die BM-Welt eingetauft habe, habe gedacht, geil, hier sind sie ja alle. Das sind alle die sagen, ne das kann einfach nicht sein. Wir wollen einfach mehr vom Leben und dieses mehr vom Leben ist für mich aus meinem Gefühl heraus nicht mal drüber, sondern einfach mal zumindest irgendwie eine angemessene Nulllinie. Weil alles darunter ist, das fühlt sich für mich wirklich nur für wie ganz ganz schlimme Zeitverschwendung an. Es ist wirklich schmerzhaft.
Thomas: Und kommen wir mal ein bisschen zu deiner Arbeitsweise. Wenn ich heute mal einen Tag oder morgen einen Tag über deine Schulter schauen würde, wie arbeitest du wirklich? Strategisch, intuitiv oder beziehungsorientiert?
Maike: Chaotisch. Ich wünschte, ich wäre so strukturiert und ich versuche es auch immer wieder und mache irgendwelche Pläne, an die ich mich dann nicht halte. Es ist nicht so leicht. Gott, wie kann ich das? Also ich arbeite auf jeden Fall intuitiv und mein Fokus sind Beziehungen zu Menschen. Das ist einfach was, was mir immer schon wahnsinnig wichtig war, wo ich in meinem
Thomas: ...
Maike: natürlich bin und wo ich jetzt vielleicht mich manchmal auch bisschen selbst verarsche, weil ich dann sage, na ja, aber es hat ja wieder aufs Beziehungskonto eingezahlt, wenn da noch nicht direkt was bei rumkommt. Aber das ist eigentlich so, dass es vermischt sich tatsächlich auch, deswegen weiß ich gar nicht, ob das so hilfreich ist, was ich dazu sagen kann. Es vermischt sich sehr bei mir diese, das bin ich und das ist meine Vision und das ist das, was ich tue und das ist das, was ich in die Welt hinaus bringe. Es ist so groß. Ich kann nicht sagen, jetzt bin ich privat unterwegs und jetzt bin ich geschäftlich unterwegs oder so. Diese Trennung findet so nicht statt. Deswegen fällt es mir auch schwer zu sagen, wie ich arbeite, weil ich weiß gar nicht genau, wo meine Arbeit anfängt und wo sie endet und wo der Unterschied zwischen Arbeit und Leben ist. Das ist einfach alles mit der Krise trennt.
Thomas: Ich wollte es gerade formulieren, also letztendlich ist es voll in dein Leben integriert.
Maike: Ja. Ja.
Thomas: Und es passiert einfach.
Maike: Ja, also ich bin einfach so überzeugt und so begeistert von dem Produkten und dem Geschäftskonzept, dass ich ⁓ wahnsinnig viel darüber spreche. Jeder, der mich kennt, darf das aushalten und sich anhören, wenn er im Kontakt mit mir ist, weil ich das einfach liebe. Und entweder kann mein Gegenüber auch was davon für sich mitnehmen oder findet was interessant oder findet das nur strange oder findet das langsam interessant, wenn sich bei demjenigen was verändert hat oder wird irgendwann hellhörig, wenn ich zum x-mal darüber rede oder wird noch genervter, weil ich über nichts anderes mehr rede. Das ist einfach das, aber das liegt auch nicht in meiner Hand und ist auch nicht meine Angelegenheit.
Thomas: Was bedeutet für dich denn dann heute das Wort Leichtigkeit?
Maike: Leichtigkeit bedeutet für mich... frei entscheiden zu dürfen und beweglich und spontan zu sein und das betrifft auch meinen Körper, weil ich einfach durch das Sale Reset Programm und die Produkte 30 Kilo Gewicht verlieren durfte und dadurch einfach auch, ja auch das war ein ganzheitlicher Prozess, Gewicht loslassen, Gedanken loslassen, alte Muster loslassen, die einfach nur festhalten und alt sind. Und sich davon zu befreien und immer mehr man selbst zu werden, weil man alles andere loslässt, was einem überhaupt nicht gehört und was einem auch nicht mehr dienlich ist, das ist für mich Leichtigkeit.
Thomas: Gibt es etwas, wo du noch dabei bist es loszulassen?
Maike: Ja, grad ganz aktiv und sehr akut nenn ich das mal. Das Thema Mangel und Fülle ist einfach... Ich hab mich so viel damit kognitiv beschäftigt und bin da schon so viele Schritte für mich... gegangen und habe den Mut aufgebracht, mich nochmal als Coach selbstständig zu machen, mit PM das Geschäft und da wirklich meinen Weg zu gehen. Und jetzt, wo es an dem Punkt ist, wo es sich auch in Zahlen zeigen darf, springt einfach mein altes System an und das ist echt der Hammer, wie stark einfach Prägungen sind und das ist eben auch wichtig gerade was uns Frauen angeht, glaube ich, haben wir da noch mal andere Themen häufig. Da geht es dann auch ⁓ Schuldthemen, ⁓ Zerrissenheit zwischen Beruf und Familie. Darf ich das überhaupt? Höfliche Kleinmachung? Darf ich mich so groß, darf ich so viel Raum einnehmen? Solche Themen spielen dann damit eine Rolle. Familiär ist das einfach auch über viele Generationen, Kriegsgeschehen und so weiter, Hunger, Leiden, das sitzt einfach sehr, sehr tief. Und da darf ich gerade richtig nochmal durch und was Altes loslassen tatsächlich, ⁓ das nicht an meine Kinder weiterzugeben.
Thomas: Und wenn heute jemand zuhören würde, der sich auch anders fühlt und sich nicht traut loszugehen, was würdest du dieser Person sagen wollen?
Maike: Ich habe direkt einen Impuls und überlege, ob das zu drastisch ist, aber ich neige dazu. Ich hatte ja gesagt, ich habe meine Mama verloren, als ich gerade frisch Mutter geworden bin. Das heißt, das Thema Endlichkeit ist mir sehr bewusst. Wenn jemand große Angst hat, davor wirklich für sich und sein Leben loszugehen, würde ich immer raten, mich mit dieser Endlichkeit wirklich einmal zu beschäftigen. Es gibt ja auch eine Arbeit und ein Buch. Fünf Menschen, die Sterbende am meisten bereuen. Ich finde, dass das ein unfassbar guter Weg ist, wirklich zu gucken, was ist mir wirklich wichtig, und dann zu gucken. Da kommt dann wieder mein Stratege in meinem Kopf. Das mache ich auch immer bei wichtigen Entscheidungen. Wie sieht mein Leben aus, wenn ich weitermache wie bisher? Und wie sieht mein Leben aus, wenn ich über meinen Schatten springe und meine Angst überwinde? Und dass Dinge zu Ende denken, nicht die Entscheidungen aufschieben oder immer wieder es in dieser Gedankenschleife belassen und diese abtunenen Gedanken von ach, es ist egal oder so wichtig ist das jetzt auch nicht, sondern seinen eigenen Gedanken und Bedürfnisse und Wünsche da wirklich ernst zu nehmen und wichtig zu nehmen und das Szenario radikal zu Ende zu denken. Wie hoch ist der Preis, wenn ich aus lauter Angst ein Leben lebe, das mir überhaupt nicht entspricht, sondern nur Erwartungen anderer erfüllt?
Thomas: Stark. Ich war jetzt gerade sprachlos. Stark. Und wenn du jetzt genauso stark weitermachst auf die nächste Frage, bin ich begeistert. Und zwar die nächste Frage sind die allbekannten drei goldenen Nuggets, die du Menschen mitgeben wollen würdest, die heute zuhören.
Maike: Also da habe ich mir jetzt zu dieser einen Sache Notizen gemacht. Und das fühlt sich ein bisschen komisch an tatsächlich, weil es so nicht ist, dass ich irgendwie das Gefühl habe, in der Position zu sein, Golden Nuggets verteilen zu können. Aber trotzdem mache ich das, weil das ja auch die Frage ist.
Thomas: Naja, wenn ich das mal relativieren darf, du hast viel erlebt. Du bist 41 Jahre, du bist zweifache Mutter, du hast ganz viel erlebt. Du hast ganz viele Momente hinter dir und über, ja durchgelebt, wo du am Ende mit Sicherheit schlauer rausgeworden bist, als du es vorher warst. Und letztendlich, ob ich
Maike: Das stimmt.
Thomas: Presidenz-Team bin oder Champions League oder wie du und ich Marketing-Manager, auch wir haben das Recht unsere goldenen Nuggets an andere Menschen weitergeben zu dürfen. Also du brauchst dich da nicht unwohl zu fühlen.
Maike: Ja, und das Ja, oder wieder klein zu machen. Die goldenen Nuggets bezogen sich schon aufs Geschäft, richtig?
Thomas: Gute Nacht. auch.
Maike: Auch. Ich mein, wie gesagt, es ist nicht richtig trennbar. In diesem Geschäft geht es einfach um das Leben. Und das ist ja eben nichts, was man mal irgendwie so nebenbei hinrotzt. Das kann man mit Sicherheit auch machen. Für mich ist es nicht vorstellbar, sondern wenn ich was mache, dann mach ich es richtig und dann gucke ich eben, wie passt es zu mir? Und das ist auch der erste Nugget. Das hatte ich vorhin auch schon gesagt, du selbst, alle anderen gibt es schon. Also was ist der Mehrwert für dich selbst und alle anderen, wenn du bist, wer du bist? Und genau, das ist mein erster Nugget, der gleichzeitig ja auch so schön dafür sorgt, dass es eben nicht irgendeine eine Rolle ist, in die man schlupft, eine Maske ist, die man sich außer irgendeinem Spiel, was man da spielt, sondern was eben... wo das Leben und Beruf und Lebensgestaltung einfach Hand in Hand gehen mit der eigenen Persönlichkeit. Also Authentizität ist ja immer der Oberbegriff und man kann manche Worte einfach auch in der Coachingbubble und darüber hinaus nicht mehr hören, aber letzten Endes geht es genau darum. Und wir haben ja einfach eine fantastische Möglichkeit, genau das zu lernen und zu leben. Das wäre so mein erster Nugget. Dann der zweite ist Qualität vor Quantität. Ich habe mir irgendwann mal gedacht, okay, wenn ich jetzt, man sagt ja, denk dich da schon rein, sei die Person, die du sein möchtest. Sprich, wenn ich Presidents Team bin, wie gehe ich denn ⁓ mit meinen Teampartnern und Kunden? Wer bin ich denn dann? Wie agiere ich? Was treffe ich für Entscheidungen? Was setze ich für Prioritäten? Und da ist für mich ganz klar bei rumgekommen, es geht da wieder auch ⁓ die Beziehungen. Und nicht darum, nur nummern irgendwie abzuarbeiten, sondern es geht ja ⁓ die Geschichten hinter den Produkten und hinter dem Geschäft und deswegen pflege ich intensiv die Beziehungen, die ich habe und genau und widme mich da einfach der Qualität der Beziehung und nicht nur so viele wie möglich zu haben, egal wie sie aussehen. Genau, das ist der zweite.
Thomas: Und Nummer drei?
Maike: Nummer 3 ist Hör zu. Also ein gutes Gespräch zeichnet sich für mich auch vor allem dadurch aus, dass man zuhört. So wie du ganz viel zuhörst.
Thomas: Das wäre jetzt, das wäre jetzt, also es war mein Gedanke. Ich würde es aber nie so sagen. Aber ja, das ist ja quasi der Grundton uns dieses Podcasts.
Maike: Und das macht einfach ganz, ganz, ganz viel aus und gibt dem Gegenüber Raum, sich zu öffnen und von sich zu erzählen. Ja, da fällt mir eigentlich fast noch was ein, was ich da so bisschen mit reinnehmen würde. Das Thema Bewertung und Erwartung.
Thomas: Schieß los!
Maike: Das habe ich mir irgendwann ziemlich dick auf die Fahne geschrieben. So gut ich es schaffe, jeden Tag Menschen bewertungs- und erwartungsfrei zu begegnen, das halte ich auch für ganz ganz elementar und nicht nur darauf zu warten, seinen eigenen Senf dazu geben zu können, sondern wirklich den anderen zu versuchen, zu sehen, wie er wirklich ist.
Thomas: Und das bringt mich auch zu meiner letzten Frage. Wie siehst du dich oder wo siehst du dich in einem Jahr als Frau, Mutter, Coach, Unternehmerin?
Maike: Das finde ich schwer. Wo sehe ich mich? Ich hoffe in einer Beziehung. Das ist irgendwie, würde ansonsten ist gerade alles irgendwie schon so toll. Und es entwickelt sich einfach alles stetig in die richtige Richtung. Das spüre ich, das fühle ich und das ist wunderschön. Es darf manchmal gerne noch ein bisschen schneller gehen. Aber ich brauche irgendwie auch meine Zeit und ich sehe mich mit meinem Auto. Ich will bis dahin, ich will mit meinem Auto. Das wäre so fantastisch.
Thomas: Ja, sehr schön, sehr schön. Also ich werde jetzt keinen Aufruf machen, dass die Männer, diesen Podcast hören, sich gerne bei dir melden dürfen. Aber ich sag mal, ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es für dich in diesem Jahr weitergeht und in allen Aspekten dieser Welt. Und ich bedanke mich recht herzlich.
Maike: Da! Mal mit euch!
Thomas: deine Zeit und dass du diesen Spaß hier mitgemacht hast und Rede und Antwort gestanden hast.
Maike: Ja voll gerne. Also es ist einfach richtig toll, dass du diese Möglichkeit bietest und das Ganze so ehrlich und bodenständig und einfach richtig handgreiflich sozusagen. Superschön. Dankeschön.
Thomas: Vielen lieben Dank. Und das bringt mich auch direkt dazu, dir nochmal ein ernstes Wörtchen zu reden. ob das jetzt die erste Folge war, die du gehört hast oder du schon länger dabei bist. Wenn du glaubst, dass du eine Geschichte hast, die du unbedingt erzählen möchtest, dann meld dich auf jeden Fall mal bitte bei mir. Und wenn nicht,
Maike: Hm?
Thomas: diese Geschichte hast, sondern jemanden kennst, der eine Geschichte hat, die unbedingt erzählt werden soll, dann empfehle mir diese Person doch einfach mal weiter und vielleicht ist die Person dann auch schon bald nächster Gast in meinem Podcast. In dem Sinne, vielen Dank, dass du heute wieder zugehört hast und ich wünsche dir eine sehr schöne Zeit. Bis zur nächsten Folge. Dankeschön.